Zitat von verrückte-nudel:Vielleicht kennt Ihr noch mehr Auffälligkeiten und Gründe sowie Antworten zu dem Thema.
Zitat von verrückte-nudel:Innerhalb einer 3 Jähriger on/off-Beziehung mit ständigen Verhaltensänderungen um 180 Grad seinerseits habe ich erfahren dass er spielsüchtig ist und mich nun endgültig getrennt.
Hallo......ich hoffe für dich, dass du nun endgültig den Ausstieg aus der toxischen Beziehung durchziehst und nicht rückfällig wirst.
Da Spielsüchtige ähnliche Verhaltensstrukturen wie persönlichkeitsgestörte Menschen sie haben, weiß ich wovon ich rede.
Ich bin auch gerade aus einer tpxischen Beziehung ausgestiegen und habe sehr starke Entzugssymptome......die mich zeitweise noch lahmlegen.
Nun zu der Spielsucht (meistens pathologische Spielsucht):
Pathologisches Spielen wird nach ICD 10 (F63.0) als Störung definiert, die durch häufiges und wiederholtes episodenhaftes Glücksspiel, das die Lebensführung des Betroffenen beherrscht und zum Verfall der sozialen, beruflichen, materiellen und familiären Werte und Verpflichtungen führt, gekennzeichnet ist
Hinter der Spielsucht stehen häufig Gefühle der Hilflosigkeit, Minderwertigkeit, Schuld, Angst oder Probleme, vor denen der Betroffene zu fliehen oder sich zumindest zeitweise abzulenken versucht.
Ein weiteres Merkmal des pathologischen Spielens ist das langandauernde Hinterherjagen hinter Verlusten, die der Betroffene wieder ausgleichen will.
Dazu werden oft noch größere Wetteinsätze oder noch höhere Risiken in Kauf genommen. Die Schulden, der zeitliche Aufwand und die Verstrickung in Lügen ziehen zum einen berufliche Probleme nach sich, wie etwa das Risiko des Arbeitsplatzverlustes, zum anderen soziale und familiäre Probleme, wie eine Scheidung oder die Distanzierung der Freunde und Angehörigen.
Es kann dazu kommen, dass Betroffene gesetzeswidrig handeln, wie z.B. Betrug, Diebstahl, Fälschung oder andere antisoziale Handlungsweisen begehen oder ihre Familie und Freunde ausnutzen, um an Geld zu kommen oder um Schulden zu bezahlen.
Betroffene sind oft anfällig für die Entwicklung körperlicher Krankheiten, wie etwa Migräne oder Magengeschwüre, die mit Stress einhergehen.
Nicht selten berichten Betroffene, die sich in Therapie begeben, von Selbstmordgedanken oder -versuchen im Laufe ihrer Krankheitsgeschichte. Symptome wie Unaufmerksamkeit und Hyperaktivität in der Kindheit scheinen ein Risikofaktor für die Entwicklung pathologischen Spielverhaltens zu sein.
Pathologisches Spielen tritt häufig in Kombination mit affektiven Störungen (z.B. Depression), Aufmerksamkeits-/Hyperaktivitätsstörungen, Störungen durch psychotrope Substanzen, anderen Störungen der Impulskontrolle sowie der antisozialen, der narzisstischen und der Borderline Persönlichkeitsstörung auf.
Liebe Grüße
Atmani
