Zitat von Blume10:Ich habe damals 2 Wäscheständer mit gebracht, weil wir einen Trockenraum hatten und nicht alle Sachen in den Trockner dürfen. Jetzt musste ich mir schon mehrfach anhören, dass ich einen Ständer weg schmeißen soll, da ich auch im Trockner trocknen könnte. Platz ist genug da und wenn ich wasche, brauche ich meistens 2 Ständer. Verstehe gar nicht, warum er sich so aufregt.
Ich hatte auch 2 richtig teure relativ neue Teppiche fürs Wohnzimmer. Die liegen nun im Keller und ich soll sie weg schmeißen, weil ihm die nicht gefallen und diese nun rumliegen. Wir haben einen richtig großen Wohnkeller dort könnte ich diese Teppiche auch super hinlegen, aber er will es nicht.
Dann nörgelt er ständig rum, ich solle ein paar Sachen von mir wegschmeißen, weil wir nicht alles aufheben können.
Man bedenke, ich habe alles bevor wir damals umgezogen sind entsorgt und das was noch da ist, möchte ich behalten.
Er schmeißt alles auf dem Boden und es sieht aus wie im Schweinestall aber ich soll alles weg werfen.
Ich sollte sogar mein gutes Geschirr weg werfen , weil wir ja nicht alles aufheben sollen. Ich habe nur 1 Geschirr und das war ein Geschenk vorm Einzug von meinen Eltern. Er hat ungelogen 6 verschiedene Geschirr und die müssen natürlich alle behalten werden.
Die Idee mit dem Ignorieren finde ich glaube ich ganz gut. Sobald er komisch ist vielleicht mal wirklich ignorieren.
Sobald ich ein Gegenargument bringe, fängt der Streit an.
Hallo @Blume10
Bevor ich zu Deinem direkten Anliegen komme, auch von mir der Hinweis, die Beziehung zu überdenken. Sicherlich magst du JETZT kein Geld haben, um dir eine zweite Wohnung zu leisten, aber bedenke bitte die Investitionen, die nötig sein werden, um fehlende Gegenstände zu ersetzen, dein Selbstvertrauen wiederherzustellen und diese Nummer zu überwinden.
Das Problem an solchen Situationen ist meist, daß, was jetzt schon Geld kostet, später nicht billiger sondern nur noch teurer wird. Und da reden wir auch von Geld, aber nicht nur.
Ansonsten: Praktisch könnte man darüber nachdenken, ob Du bei dir in der Gegend Storage bzw Lagerungsmöglichkeit anmieten kannst. Vielleicht gibt es ja bei dir in der Straße jemanden mit einem ebenso großen Haus, der dir ein Kellerabteil etc für kleines Geld vermieten würde.
Vielleicht könntest Du Deine Sachen auch erst mal bei der Familie unterbringen, die Speditionskosten zahlst Du natürlich, dafür aber wären Deine Sachen sicher und dieses Thema zumindest vom Tisch.
Das allerdings wird im Zweifel nicht bedeuten, daß Deinem Goldstück von Partner nicht wieder neue Dinge einfallen werden.
Hier nun ein paar Gedanken zum Umgang mit Streit. Generell gilt, zu einem Streit gehören zwei, wenn Du also nicht mitstreitest, dann kann er zwar herum wüten, aber es wird nicht gestritten. Dabei ist ein klassischer Vorschlag, wann immer der andere beginnt, den Raum zu verlassen. Das ist aber gar nicht so leicht, wie es sich anhört, weil die meisten Menschen im Streit mit zwei Dingen zu kämpfen haben. Zum einen ist man nun mal wahnsinnig frustriert, insbesondere dann, wenn der andere einen (schon wieder) angreift. Lässt man sich auf diese Frustration ein, ergibt ein Wort schnell das andere.
Der zweite Fehler, den man ganz schnell macht, ist, automatisch in die Verteidigungsposition zu gehen. Immer dann, wenn man sich angegriffen fühlt, fängt man fast automatisch an, sich zu rechtfertigen, sich zu verteidigen, schlimmstenfalls geht man selbst irgendwann zum Angriff über.
Sinnvoll ist das halt nicht.
Mir hilft ganz gut, erst mal mit dem Standardsatz, ich finde das schade, daß Du das so siehst, zu antworten. Auch gut sind Fragen, warum ist es dir wichtig, daß ich xyz wegschmeiße? Warum macht es dich wütend, daß ich schon zu essen begonnen habe? Das wichtige ist, daß man versucht zu lernen, sich die Frustration des anderen nicht zu eigen zu machen (hat nichts mit Dir zu tun), sie aber auch nicht versucht zu mildern.
Letzteres ist ja immer auch Zweck eines Streits: schau her, Du machst mich wütend, so jetzt unternimm etwas dagegen.
Das aber ist nicht Dein job.
Alles, alles Gute für Dich.