Nexus
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Ein paar Monate oder auch Jahre verstreichen zu lassen, alle Höhen und Tiefen zumindest einmal "Probe-gefühlt" zu haben, gibt (so habe ich es jedenfalls erlebt) dir ein großes Stück Selbstbestimmung zurück. Hinzu kommt der positive Nebeneffekt, dass in dieser Zeit auch die Verletztheit nachlässt und sich eine potentielle Trennung emotional leichter bewältigen lässt.
Und zum Thema Misstrauen: Das ist leider die Komponente, die grundsätzlich am längsten bleibt und am schwierigsten zu bewältigen ist, fürchte ich. Bei mir sind es jetzt etwas über 4 Monate seit der Beichte meiner Freundin und nachdem die krassen Schock-Emotionen, der Ekel und die Ungläubigkeit, nach wenigen Wochen abgeklungen sind und ich inzwischen auch die Verletztheit und die Wut nachlassen spüre, fühlt sich das Misstrauen leider jeden Tag gleich schei. an. Und das, muss ich ergänzen, obwohl mein Fall verglichen mit einigen anderen hier eigentlich gar nicht so schlechte Voraussetzungen für neues Vertrauen bietet. Meine Freundin hat nach ihrem in einer schweren Beziehungskrise begonnenen etwa zwei Monate dauernden "Experiment" von sich aus gemerkt, dass ihre Lügen sie auffressen und sie für soetwas nicht gemacht ist - und dann eben mit mir darüber geredet um zu retten was zu retten ist. Eigentlich könnte ich also, zumal ihre Unterstützung und ihr Verständnis für meine regelmäßigen Gefühlsausbrüche wirklich keine Wünsche offen lassen, völlig beruhigt sein und ihr glauben wenn sie sagt, dass sie sich nie wieder so verirren wird.
Aber dann ist da doch immer diese leise Stimme im Hinterkopf...