Zitat von Nostraventjo: Jetzt wäre der Zeitpunkt, sich in einer Tagesklinik anzumelden bevor man einfach weiter funktioniert. Und wieder unterdrückt.
Kein Stück! Soll sie noch ihren Job verlieren bzw die Angst dazubekommen, dass sie ihn verlieren kann? Das also noch ON TOP? Der Job gibt ihr Struktur und Ablenkung. Wichtige Faktoren beispielsweise in einer Therapie, gerade im Bereich Tagesklinik und Stationärer Therapie.
Zitat von alleswirdbesser: Auch wenn es sich hart anhört, jeder Versuch eine Beziehung zu starten birgt für sie eine Gefahr mit dem Misserfolg nicht klarzukommen, solange es diese grundlegenden Baustellen gibt.
Verstehe ich das (mit meiner Analogie) richtig?
Sie ist mit 180 km/h aus der Kurve geflogen beim Autorennen und soll nun,
während sie im Krankenhaus noch komplett out-of-Order ist ein Fahrsicherheitstraining machen und das dem Team auch noch erklären, bei dem sie gerade einen Vertrag unterschrieben hat, dass das nach der Krankenhausentlassung als erstes dran wäre?
Für mich wäre gesund werden das erste und DANACH dann ein Fahrsicherheitstraining.
Ich lege ihr auch nahe, etwas für sich zu tun - auch weiterführende Dinge (Hypnose, EMDR, Traumabewältigung, usw.), sogar (und da bin ich kein Freund von, weil ich nicht daran glaube) Naturheiler oder Eso-Praktiken. Die Werkzeuge, die man für sich findet, sind sehr individuell und ihr vielleicht noch nicht bekannt. Ich kenne das von mir. Aber hier permanent den Imperativ anzuschieben, was sie doch alles machen müsse und (ja, das lese ich daraus) ihr sogar subtil den Vorwurf zu machen, sie wäre sogar "selbst schuld"... Nein, damit gehe ich ganz und gar nicht konform. JETZT scheint für mich einfach nicht der richtige Zeitpunkt der Bearbeitung ihrer Probleme.
Merkt denn hier sonst "keiner" ihre Überforderung mit sich und nun auch der Situation?
Zitat von Ro_Lina: Eine "normale" (von der gesetzlichen KK getragene) Tagesklinik macht genau so Standardtherapiemethoden.
Und hier möchte ich etwas anmerken: Mit hat der Umgang mit Menschen, die ähnliches erlitten haben wie ich und das offene Reden darüber vielleicht mehr gebracht, als die ganzen Standardtherapiemethoden, die du vielleicht auch kennst. Es war sehr gut sich mit Menschen auszutauschen, die es kennen und man sich somit angenommen und ernstgenommen fühlt.