Zitat von einsamerhund72: teilweise bewundere ich sie dafür
Ich finde da gibt es nicht viel zu bewundern. Es ist einfach eine infantile Weise als Erwachsener mit Problemen umzugehen...bzw. eben nicht mit den Problemen umzugehen.
Das merkwürdige an der Situation ist ja, dass sie momentan sehr einseitig verletzend ist. Einer schirmt ab, der andere leidet.
Gleichzeitig ist es aber ja auch so, dass auf langer Sicht es sogar gut ist, auch wenn es einen jetzt nicht so vorkommt.
Meine Ex ghosted mich zB seit Monaten, selbst wenn wir uns mal sehen schaut sie auf den Boden und rennt weg. Nach gemeinsamer Wohnung etc.
Ich weiß: gerade tut das sehr, sehr weh bzw. macht wütend. Ich werde ihr das auch niemals verzeihen können.
ABER zeitgleich ist es für den Abschluss förderlich. Es gibt ja noch mehr Exen, die die Bindung weiterführen wollen, aber die Beziehung nicht. "Freunde bleiben".
Und als Verlassender, vor allem wenn man nicht rational denken kann in dem Moment, klammert man sich an jeden Strohhalm...und dann kann man schön zum Freund mutieren und über Monate mit ansehen wie der Ex glücklich vor sich hin lebt, vielleicht sogar einen neuen Partner hat usw.
Daher glaube ich auch wirklich, dass vor allem auf ghosten etc die beste Antwort eine eigene Kontaktsperre ist. Aber diese auch komplett. Keine Weihnachtsgrüße, nichts zum Geburtstag, auch nicht vom Vater, nicht Mal eine Nachricht wenn ein Atomkrieg los bricht.
Weil jemand der sich trennt und sich dann demaßen verhält (ghosten), der weiß ja dass er sich getrennt hat. Er hat ja nicht Amnesie. Jeden Tag weiß er das. Es ist ihm nur egal. Und diese Erkenntnis sollte Grundlage sein die eigene Kontaktsperre aufrecht zu erhalten.
Der/die Ex sitzt nicht zu Hause wie man selbst und macht sich Gedanken, nein. Man ist egal geworden durch absichtliche Entscheidung.
Das ist hart. Aber wenn man sich das immer wieder in Gedächtnis ruft hilft das finde ich...weil was soll man die eigene Lebenszeit mit jemand verschwenden der so mit einem umgeht.