Zitat von Trauerstern:@CrashmakeR :
Du verstehst nicht, dass sie sich seit sechs Monaten nicht bei dir gemeldet hat, das schmerzt und macht wütend, ja. Aber würde es dir wirklich besser gehen, wenn sie ein belangloses "Hallo, wie gehts denn so?" schreiben würde? Ich kann nur immer wieder betonen, dass ich ständig mit meinem Ex Kontakt hatte, auch er meldete sich von sich aus, aber hat's irgendwas gebracht, außer dass ich mir nur unrealistische Hoffnungen machte? Man kann es drehen und wenden wie man will: egal ob Kontakt oder Funkstille, die wollen uns nicht mehr.
Du hast Recht. Es schmerzt, weil ich nicht weiß, wieso sie das macht. Wenn sie den Grund gleich gesagt hätte, wäre ich viel zufriedener. Stattdessen muss ich meine eigene Theorien aufstellen, viel lesen, viel über sie und unsere Beziehung nachdenken, interpretieren, um zu prüfen, welche Theorie die richtige sein könnte. Und am Ende bin ich mir nicht 100% sicher, ob das jetzt der Grund ist, wieso sie von mir fern bleibt.
Ich bin kein Freund von Kontaktsperre. Das ist mir zu radikal und hat ein paar Nachteile. Ich bin der Meinung, es gibt einen besseren Weg.
KS Nachteile:
(1) Nach einer gewissen Länge der Kontaktsperre neigt man dazu seine Ex sich positiver vorzustellen als sie wirklich ist. Die negativen Eigenschaften der Ex werden gerne übersehen und die positiven hochgelobt. --> Sehnsucht wird größer
(2) Das andere Problem ist: Man weiß erst, was man hatte, wenn man es verloren hat. --> Sehsucht wird größer
(3) Kontaktsperre bzw. das Ignorieren kann dem anderen Ex-Partner sehr weh tun. --> Trauer wird größer
Alle drei Punkte bewirken in den ersten Wochen/Monaten der Trennung eigentlich das Gegenteil von dem, was wir erreichen wollen. Nicht umsonst wird die Kontaktsperre gerne als eine Ex-Zurück-Strategie vorgeschlagen.
Wie soll eine Trennung am besten aussehen? Schmerzlos. Da sind wir uns alle einig.
In meinem Fall würde ich eine kontrollierte bzw. schleichende Trennung als Lösung vorziehen. So eine Art sich auseinanderleben. Wie könnte das aussehen? Ein Mischung aus kurzen Kontaktsperren und kurzen Kontakten. Zum Beispiel: Man darf nur an einem Tag in der Woche miteinander schreiben oder sich treffen, oder beides. Je nachdem, was beiden Ex-Partnern nicht weh tut. Oder einmal im Monat. Dadurch hat man weniger das Gefühl die Ex verloren zu haben (Punkt (2)). Die Ex ist noch immer da, nur sehr eingeschränkt. Punkt (3) wäre damit auch eliminiert. Punkt (1) lässt sich nicht wirklich beseitigen, nur bist zu einem gewissen Grad.
In meiner aktuellen Situation würde mir ein Tag im Monat ausreichen, an dem ich mit meiner Ex schreiben kann. Das würde mir bei loslassen weiter helfen und mich beruhigen. Am besten am Ende eines Monats. Das wäre für mich so eine Art Motivation und Belohnung durchzuhalten. Ich will sie nicht treffe und nicht mit ihr telefonieren. Hab zurzeit nicht wirklich das Bedürfnis dazu.
Ich will keine Details von meiner Ex hören. Smalltalk reicht mir voll aus. Hätte gern gewusst, wie es ihr geht, wie das Studium läuft, wie es den Großeltern, dem Onkel und den Hunden in Texas geht.
Na ja, ich habe mich fast schon von meiner Ex gelöst. Noch paar Schritte, dann bin ich frei. (Hoffe ich zumindest. Sonst flippe ich aus!

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