morchella
Gast
Ich bin seit 11,5 Jahren mit Mann A zusammen und die Beziehung war nie leicht. Er ist 14 Jahre älter als ich, anfängliche gemeinsame Interessen wie z.B. Radfahren sind immer weniger geworden und inzwischen teilen wir nur noch recht wenig. Insbesondere an meinen liebsten Hobbys wandern und Pilze suchen hat er kein Interesse und geht nur ab und zu recht widerwillig mit.
Zu Beginn der Beziehung hat er mich schon jede Menge Nerven gekostet, weil er aus jeder Kleinigkeit eine Trennungskrise gemacht hat, als er nach 7 Jahren zu mir gezogen ist und dafür seinen Geburtsort verlassen musste (sind nur 40 km Entfernung) gab es auch heftige Krisen.
Sein Ton mir gegenüber ist oft respektlos, bei Streits kommt schon mal ein Mittelfinger oder die Worte "f*** Dich!".
Zudem kann er nicht wirklich gut mit Geld umgehen, so dass ich das meiste an Lebenshaltungskosten bestreite. Eine große Unterstützung im Haushalt ist er ebenfalls nicht, wobei wir beide da eher faul sind.
Das S**leben ist so gut wie eingeschlafen.
Gemeinsame Kinder sind zum Glück nicht im Spiel.
Vor gut einem Jahr hab ich Mann B kennengelernt.
Das genaue Gegenteil von A, liebevoll, empathisch, hilfsbereit (ich sage immer, er würde mir sofort die Sterne vom Himmel holen, wenn ich ihn darum bäte), wir teilen die Liebe zur Natur und langen Wanderungen. das Einzige ist, er ist halt optisch nicht so wirklich mein Typ.
Ich hab schon ein paarmal versucht, den Kontakt zu ihm abzubrechen, aber es nie dauerhaft geschafft und mich immer wieder nach längstens 2-3 Monaten bei ihm gemeldet. Er nimmt mir das auch nie übel, sondern ist einfach immer für mich da, wenn ich ihn brauche.
Trotzdem kriege ich es nicht hin, den Schritt endgültig zu gehen und mich von A zu trennen, obwohl ich eigentlich nicht mal genau weiss, warum.
Momentan verhalte ich mich beiden gegenüber hochgradig unfair und leide selbst extrem unter der Situation.