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Stimmung der Partnerin

Verlustangst

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Hallo zusammen,

vor einiger Zeit ist meine Partnerin mit mir zusammengezogen.
Es lief nicht alles wie gewünscht aber das waren meistens Dinge die von außen kamen und auch nicht beeinflußt werden konnten.

Seit 2 Wochen ist sie seeeeeeehr distanziert. Es gibt weder Kuss noch Umarmung von ihr aus.
Das tut mir sehr weh und es ist schwer für mich damit umzugehen.
Ich weiß aber auch, dass sie im Moment großem Druck ausgesetzt ist und ich ihr leider kaum dabei helfen oder unterstützen kann.
Daneben ist sie gereizt und macht Vorwürfe die ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen kann.
Vor langer Zeit war sie schonmal in einer solchen Phase kam aber Wochen später und meinte das es ihr leid täte und sie auch nicht wüsste was da mit ihr los war.
Wirklich Schlimm sind eher die Drohungen die Beziehung hin zu werfen.
Ich gebe mir die ganze Zeit über solche Mühe und biete ihr Hilfe an wo ich kann und stecke öfters ihre Launen ohne weiteren Kommentar weg obwohls mich innerlich sehr trifft.

Ich weiß manchmal nicht wie ich mich verhalten soll. Ihre Art zu denken erkenne ich im Moment auch nicht wieder. Sie hat ganz komische Ideen und scheint sich da in etwas zu verrennen dass nur in ihrem Kopf ist und keinerlei Bezug zur Realität hat.

25.04.2018 11:57 • #1


SoIstEsHalt


Hey, ich bin auch so eine gemeine Frau.
Was ich dir mit auf dem Weg geben möchte, sag es ihr. Vielleicht kommt es nicht sofort an bei ihr, aber sie wird sicherlich darüber nachdenken. Denn egal wie viel Druck man hat, gegenseitig verletzen sollte man nicht.

Für mich ist unrealistisches Denken im übrigen ein Ventil dem ganzen zu entkommen. Heißt ich weiß sehr wohl was in der Realität stattfindet aber ich brauche trotzdem meine eigene Möglichkeit abzuschalten wenn es zu viel ist. Vielleicht ist dieses denken für andere nicht richtig, aber das ist mir auch völlig schnuppe. Denn nicht die anderen müssen mit meiner Situation klar kommen sondern ich. Du solltest sie dann vielleicht mal fragen, ob sie sich denn darüberhinaus im klaren ist das die Realität anders aussieht. Wenn sie ja sagt, dann lass ihr das Ventil. Es schreibt dir ja auch keiner vor wie du mit Stress oder der gleichen umgehst.

Liebe Grüße

25.04.2018 12:23 • #2



Stimmung der Partnerin

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Verlustangst


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Ich finds halt sehr schade und sehr kontra-produktiv. Ich zweifel eigentlich nicht daran, dass sie mich wirklich liebt und sie hat viel für den Umzug auf sich genommen. Umso weniger versteh ich diese heftigen, teilweise aus dem nichts kommenden Ausbrüche.
Ich frage mich dann immer WILL sie die Beziehung kaputt machen?
Hat sie unrealistische Erwartungen an mich?
Ich habe kein Problem wenn man mir sagt, dass ich was falsch gemacht habe aber die Art und Weise ist verletzend und ich kann mir vorstellen, dass eine Beziehung auf Dauer unter sowas auch kaputt gehen kann. Und das möchte ich auf keinen Fall.
Wenn ich das in der Vergangenheit richtig beobachtet habe, dann trifft sowas nicht nur mich sondern auch andere die ihr nah stehen. Mich vielleicht nur deswegen am heftigsten, weil ich ihr auch am Nächsten stehe.

Ich habe den Rat bekommen darüber zu stehen und auf keinen Fall mit Vorwürfen zurück zu antworten und dass ihr Verhalten ihrer momentanen Extremlage geschuldet ist.
Das kann ich schon nachvollziehen. Vor einigen Jahren neigte ich auch noch zu heftigen Ausbrüchen wenn mal wieder alles schiefging. Aber für mich ist das auch schwer das einfach weg zu ignorieren weil schon die Angst besteht, dass sie ihren Worten auch Taten folgen läßt und ich es auch so sehr schade finde, dass jede Art Nähe komplett verschwindet und ich fast wie Luft behandelt werde.

25.04.2018 12:41 • #3


Tinkafeuer


Na und genau das kannst du ihr doch sagen? Wenn sie Zeit für sich braucht musst du ihr den Freiraum natürlich geben. Wenn man zusammen lebt ist das natürlich schwer dennoch machbar

25.04.2018 14:40 • #4


willan


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Zitat von Verlustangst:
distanziert. Es gibt weder Kuss noch Umarmung von ihr aus.

Zitat von Verlustangst:
gereizt und macht Vorwürfe

Zitat von Verlustangst:
Drohungen die Beziehung hin zu werfen.


Ich finde das respektlos. Und wenn sie dieses Verhalten schon mal an den Tag gelegt hat wird es wohl so ihre Art sein.

Edit: Wie lange seid ihr denn insgesamt schon zusammen? Was habt ihr nach der letzten "Phase" dieser Art besprochen anders gemacht? Oder blieb es bei ihrem tut mir leid und fertig? Wie ging es dann weiter? Alles gut zwischenzeitlich?
Und vielleicht noch: Wie alt seid ihr?

25.04.2018 14:45 • #5


Verlustangst


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Eigentlich ist es gar nicht ihre Art und kommt nur vor wenn sie extrem unter Stress steht oder sich überfordert fühlt.
Allerdings macht sie auch viel mit sich aus. Das ist was ich meine. Sie zerdenkt eine Situation im Kopf und redet kaum darüber was ihre Gedanken eigentlich sind. Auch wenn man mit vielen Fakten wiederspricht scheint das nicht recht anzukommen und ihre negativen Gefühle scheinen in diesem Moment ihre Gedanken zu lenken und keinen Ausweg anzubieten.
Am Anfang der Beziehung wars noch viel schlimmer, da hat sie gar nicht gesprochen das ist immerhin schon viel besser geworden und ich finde das auch gut und nehme mir immer zeit ihr dann auch zuzuhören.
Aber aus Vorwürfen die definitiv nicht das akute Problem ansprechen kann ich mir nichts zusammen reimen und wenn ich sie in dieser Lage darauf anspreche ist sie noch mehr gereizt und böse.

Das letzte Mal war vor knapp einem Jahr. Ich habs dann bei der Entschuldigung belassen.

25.04.2018 15:00 • #6


Amilia


Zitat:
Seit 2 Wochen ist sie seeeeeeehr distanziert.
Es gibt weder Kuss noch Umarmung von ihr aus.
Das tut mir sehr weh und es ist schwer für mich damit umzugehen.

Es gibt Menschen, die können Nähe nicht so gut vertragen und würden sofern diese ihnen zuviel wird am liebsten flüchten, lange halten sie diese Distanz aber nicht aus und kommen dann wieder weil die Verlustangst dann zu groß ist. Manchmal verhalten sie sich auch so dem Anderen gegenüber, dass dieser sich dann aus Selbstschutz distanziert.
Ob das bei deiner Freundin auch so ist kann ich nicht wissen, aber das wäre eine Möglichkeit ihr Verhalten zu erklären.
Sie muss lernen sich mit-zu-teilen, schliesslich steht ihr in Beziehung zueinander und du kannst nicht hellsehen und wissen was in ihr vorgeht.
Kommunikation um in Verbindung zu sein ist wichtig.

25.04.2018 15:15 • x 1 #7


Verlustangst


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Richtig... Ich kann nicht hellsehen und sie weiß auch, dass sie zu mir kommen kann.
Dieses abweisende Verhalten tritt generell auf wenn sie etwas bedrückt.
Ich weiß das ich nichtmal die Ursache sein muss. Genauso wie ich im Normalfall praktisch ohnmächtig danebenstehe weil ich auch die Situation nicht ändern kann.
Es ist sicherlich auch nicht gut von mir das gleich persönlich zu nehmen, aber die Verlustangst ist sofort da ohne das ich das unterdrücken kann. Da ich es aber weiß zwinge ich mich dazu ruhig zu bleiben damit es nicht noch weiter eskaliert.

25.04.2018 15:24 • x 1 #8


Amilia


Dann habt ihr beide etwas zu lernen, sie sich mitzuteilen und du deine Ängste anzunehmen um sie dann gehen lassen zu können.
Ihr triggert euch gegenseitig und kommt aus dieser Spirale noch nicht heraus, sehe das für euch als Chance um gemeinsam eure alten Muster loszuwerden.

25.04.2018 15:48 • #9


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Ich hoffe immer, dass sich auch die Chance dazu ergibt. Die Zeit auszuhalten bis ein Gespräch überhaupt möglich ist, ist schon schwer genug.
Ich finde es furchtbar sie leiden zu sehen. Diese Abwehrhaltung oben drauf braucht es echt nicht.

25.04.2018 16:12 • #10


Amilia


Zitat von Verlustangst:
Die Zeit auszuhalten bis ein Gespräch überhaupt möglich ist, ist schon schwer genug.
Ich finde es furchtbar sie leiden zu sehen.
Diese Abwehrhaltung oben drauf braucht es echt nicht.

Wie geht es dir denn damit wenn DU leidest ?
Sie macht sich zum Märtyrer weil ihr Leiden durch die Kommunikation ja ein Ende (Lösung) finden könnte.

Wie lange willst du das noch dulden ? Was hast du jetzt vor ?

26.04.2018 16:37 • #11


Verlustangst


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Ich weiß noch nicht was ich vorhabe.
Mal das Wochenende abwarten, sehen wie die Sachlage ohne Alltagsstress ist.

27.04.2018 14:38 • x 1 #12


Verlustangst


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Wochenende war wieder etwas besser. Aber nicht sehr
Wir hatten ja lange eine Fernbeziehung und immer wieder sagte sie, dass sie zu mir möchte und weck aus ihrem Ort weil sie da alles nervt.

Nun sagt sie sie, dass sie oft Heimweh hat und ihre Familie vermisst.
Es scheint als wollte sie immer das, was sie gerade nicht hat.
Oder glaubt, dass sie das immer jeweils andere glücklich macht.
Ist sehr schwer damit umzugehen. Ich habe soviel Kraft und Hoffnung und Energie in diese Beziehung investiert.
Ich denke sie hat depressive Verstimmungen oder sowas in der Art. Sowas hatte sie auch schon an ihrem früheren Wohnort.
Ich denke also ein erneuter Umzug würde ihr nicht gut tun.

Wegen ihrer Arbeit hat sie auch keine Zeit mehr für Hobbies um Anschluss zu finden.
Ich weiß ehrlich nicht was ich tun oder sagen soll. War alles falsch und umsonst?

03.05.2018 10:49 • x 1 #13


Amilia


Zitat von Verlustangst:
Ich denke sie hat depressive Verstimmungen oder sowas in der Art.
Sowas hatte sie auch schon an ihrem früheren Wohnort.

Wegen ihrer Arbeit hat sie auch keine Zeit mehr für Hobbies um Anschluss zu finden.
Ich weiß ehrlich nicht was ich tun oder sagen soll. War alles falsch und umsonst?

Es herrschte ein Ungleichgewicht zwischen euch, du glaubst vielleicht dir fehlt es jetzt an Kraft um sie evtl. loslassen zu können.
Sie kann hinziehen wohin sie will und arbeiten wo sie will, einen Partner haben, den sie will, sie nimmt sich aber überall selbst mit hin und deshalb bleibt ihre eigene Unfähigkeit ihr Leben froher zu gestalten.
Sie hat auf dich gesetzt und gehofft, du kannst sie aus ihrer emotionalen Lage retten, ein Irrtum, denn das kann sie nur selber, es liegt an ihr sich da herauszuholen oder sich fachärztliche Hilfe zu holen.

Wer will findet Wege, trotz vieler und neuer Arbeit ist es an freien Tagen möglich sich einem Hobby zu widmen und so auch neue Freundschaften aufzubauen - es könnten ja auch gemeinsame werden.

Wenn du etwas verändern willst, musst du das tun, sonst bleibt alles wie es ist.

03.05.2018 11:02 • #14


Verlustangst


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Sie wollte von sich aus auch mindestens 2 Dinge anfangen und ich würde alles tun das zu unterstützen weil ich es auch für sie wichtig halte. Abends ist sie zu müde und am Wochenende ist meist soviel sonstiges zu tun, dass kaum Zeit übrig bleibt was ich auch selbst sehr schade finde.

Dass sie ihre Familie vermisst kann ich voll verstehen. Umgekehrt wars auch schon so, dass sie sich oft und heftig über Familie beschwert hat und sich belastet oder ausgenutzt gefühlt hat. Sie sagt selbst, dass es besser ist seitdem sie umgezogen ist.

Du hast recht, letzendlich kann nur sie was ändern. Sie hatte auch schon einen Termin beim Psychologen gemacht aber der ist leider abgesagt worden.
Natürlich kann sie hinziehen wo sie will. Es gab auch Ideen, dass ich einfach zu ihr gehe. Aber die berufliche Perspektive hat das einfach nicht hergegeben. Kann gut sein, dass das in Zukunft anders ist und ich möchte das auch nicht für die Zukunft ausschließen.

03.05.2018 11:19 • #15



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