Zitat von Ozean_:@Kuddel7591 manche Leute muss man aufgeben. Manchmal ist Helfen krankhaft. @Aline_8 Gibt so viele Gründe für keine eigenen Themen. Ich hab zum Beispiel mein Thema durch sämtliche Threats gestreut. Sich nicht zu öffnen und zu zeigen empfinde ich als Guerilla Krieg. Noch schlimmer finde ich Stille Leser. Richtig ...
der Begriff "aufgeben" erzeugt ein Würgen bei mir.
Warum - eine Bekannte hat ihren Zwillingsbruder helfen wollen, der einer Sucht verfallen war.
Der Bruder wollte davon loskommen - scheiterte immer und immer wieder. Die anderen Geschwister, wie auch die Mutter waren "am Ende ihres Latein". Die Zwillingsschwester war dann die einzige, die weiter "versuchte und versuchte". Der Bruder wurde erneut rückfällig,
was die Zwillingsschwester nicht mehr aushalten konnte/wollte...
...und distanzierte sich dann auch, was ihre Mutter wiederum veranlasste, dem Sohn ....
...und dann verstarb der Zwillingsbruder, der Sohn.
Und was der Bekannte sehr weh tat, war nicht allein der Tod des Zwillingsbruders, sondern dass sie ihm nicht helfen konnte.
Was du mit dem "Helfen kann krankhaft" sein ansprichst - "Helfersyndrom". So heißt das bei uns...laienhaft ausgedrückt.
Wie das ist, die Hilfe zurückzunehmen - ich hab das gemacht. Das war anfangs so wichtig, wurde später allerdings ... gar nicht so angenehm für mich. Es blieb aber weiter wichtig, bis ich das wirklich loslassen konnte, nicht mehr "zu helfen".
Was du beschreibst mit dem "sich nicht öffnen (können/wollen)"... ein heikles Thema, was für Angehörige/ für Außenstehende ein sehr hartes Los ist. Und den Mensch SO zu belassen - das ist ein hartes Ding.
Ich konnte das auch nicht - mich öffnen. Als mir der gesundheitliche "Ar... auf Grundeis" lief, habe ich begriffen, dass es SO nicht weitergehen kann. Ich wurde darauf aufmerksam gemacht - aus dem Kreis der Angehörigen - wie sehr diese litten. Und dann platzte eine Bombe....
....(das liest sich martialisch). Und das war dann der Auslöser, dass ich mich peu a peu zu öffnen begann. ICH litt zuvor stillschweigend wie ein Hund.... die Angehörigen AUCH, bis es die Angehörigen nicht mehr aushielten.
HEUTE weiß ich... diese "Bombe" war Gold wert.
Und doch gibt es wieder jemand im Kreis der Angehörigen, die mauert "ohne Ende". Niemand kommt an sie ran...obwohl SIE es war, die die damalige Bombe halt zur Explosion zu bringen. Ich bin jetzt ohne Mittel, etwas zu bewirken.... aber "aufgeben", "fallenlassen" - nein. Eher - es SEIN lassen, um mich selbst zu schützen!
Die Macht der Worte und ihre Bedeutung...
@Emily
siehst du - du ziehst Rückschlüsse und weißt DANN Anderen etwas zu, was jeder Grundlage entbehrt.
Keine Sorge - wenn ich von mir etwas einbringe, ist das KLAR erkennbar.