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Streit, Distanz und dann Trennung

Pocahontas

Pocahontas

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Hallo Ihr Lieben,
ich bräuchte euren Rat.

Zu der Geschichte:
Mein Ex (26) und ich (21) waren ca. ein Jahr zusammen. Wir kannten uns aber schon einige Jahre länger durch gemeinsame Freunde. Zwischen uns hat es immer mal geknistert bis er mich eines Tages auf ein Date eingeladen hat und wir relativ schnell zusammen kamen. Der Anfang verlief echt gut und es war als hätten wir uns gesucht und gefunden.
Ich bin jedoch kein einfacher Mensch und er auch nicht und so kam eines zum anderen. In seinem Job hatte er plötzlich Probleme und anstatt ihm zuzuhören war ich nur sauer weniger Aufmerksamkeit zu bekommen. Doch er veränderte sich Charakterlich. Wurde mir gegenüber und auch gegenüber seinen Freunden überheblich und plusterte sich Machohaft auf. Er wiederholte oft dass er nicht glücklich sei und suchte die Fehler vermehrt bei mir. Was ich mir jedoch nicht gefallen lies und in der Beziehung nur noch das nötigste beisteuerte (Typische Abwertsspirale also) Er wurde immer egoistischer und sah nicht dass er wirklich extrem unglücklich war. Er vergrub sich hinter seinem PC, sodass ich nicht mehr an Ihn ran kam. Ich tat mein bestes doch meine ständigen Versuche zu reden brachte letztendlich nichts. Ich glaube das machte die Sache nur noch schlimmer. Ich hatte einfach Panik und sehe jetzt erst was wie falsch das war.
Er trennte sich letztendlich nach einem hin und her (er gab mir noch ne Chance die ich auch vermasselte durch weiteres hinterfragen) weil Ihm die Gefühle fehlten.

Ich sehe nun wie blöd ich war und ihn bedrängt habe obwohl er doch ganz andere Probleme hatte.
Aber finde es auch traurig dass er seine Fehler nicht sehen konnte.
Seinen Job hat er gekündigt habe ich nun erfahren.

Seit der Trennung von vor 3 Wochen, habe ich nichts mehr von Ihm gehört. Ich habe Ihn auch nicht mehr kontaktiert.
Ich frage mich ob es da noch eine Chance gibt.
Wir werden uns auf Geburtstagstagen oder Feiern treffen und ich weiß nicht wie ich das überstehen soll.

Habt ihr einen Rat? Gibt es eine Möglichkeit dass man die Liebe neu entfachen kann?

20.01.2020 18:02 • #1


Luto

Luto


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Zitat von Poccahontas91:
Ich bin jedoch kein einfacher Mensch und er auch nicht

solche Konstellationen sind meistens schwierig.

Zitat von Poccahontas91:
Er wiederholte oft dass er nicht glücklich sei und suchte die Fehler vermehrt bei mir.

Was sollten das für Fehler gewesen sein?
Vermutlich seid Ihr beide nicht wirklich glücklich, und glaubt, eine Beziehung könnte das kitten ...

Zitat von Poccahontas91:
Gibt es eine Möglichkeit dass man die Liebe neu entfachen kann?

Warum willst Du das? Menschen ändern sich meistens wenig, und wenn, dann langsam. Ein zweiter Aufguss würde wahrscheinlich bei Euch nicht funktionieren, weil Ihr Fehlern sucht und nicht die Liebe feiern könnt.

Zitat von Poccahontas91:
Wir werden uns auf Geburtstagstagen oder Feiern treffen und ich weiß nicht wie ich das überstehen soll.

einfach nicht hingehen?

20.01.2020 18:29 • x 2 #2


Pocahontas

Pocahontas


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Danke für deine Antwort.
Nein, nach einiger Zeit waren wir beide sehr unglücklich. Du hast es getroffen.
An sich haben wir uns sehr gut verstanden und hatten Spaß zusammen, aber wir haben keinen Weg gefunden einen Streit normal zu führen.

Er suchte kleine sinnlose Fehler wohl um seine Unzufriedenheit zu begründen denke ich. Wenn er nichts fand laute er alte Sachen erneut durch. Wohl aus Schutz oder Frust?

Versuchen möchte ich es dennoch, weil ich einsehe dass ich auch mal gelassener sein sollte. Ich denke ich habe durch meine Anhänglichkeit und Diskussionen viel kaputt gemacht. Und das wäre doch schon ein Schritt der vieles verbessern würde. Ich sagte ihm das kurz vor der Trennung auch und er meinte dass man es vielleicht doch schaffen könnte aber es war wohl doch zu spät.
Ich liebe ihn aber finde eben keinen Weg mehr zu ihm.

Ich fragte mich ich immer selbst warum wir uns nicht einfach lieb haben konnten.
Warum war das so schwer obwohl wir uns doch am Anfang perfekt verstanden haben.

Wir haben einen sehr engen Freundeskreis, das möchte ich auch noch verlieren.

20.01.2020 18:50 • #3


Luto

Luto


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Zitat von Poccahontas91:
Er suchte kleine sinnlose Fehler wohl um seine Unzufriedenheit zu begründen


Zitat von Poccahontas91:
Ich fragte mich ich immer selbst warum wir uns nicht einfach lieb haben konnten.

weil er Dich wahrscheinlich nicht geliebt hat, sonst hätte er nicht nach Fehlern gesucht.


Zitat von Poccahontas91:
Wir haben einen sehr engen Freundeskreis, das möchte ich auch noch verlieren.

musst Du ja nicht, aber besser wäre es für Dich, erst einmal nicht auf gemeinsame Feste zu gehen.

20.01.2020 18:57 • x 1 #4


Pocahontas

Pocahontas


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Eine Trennung kommt ja nicht plötzlich und ich weiß dass ich die Gefühle durch mein Verhalten erstickt habe.
Ich habe zu spät verstanden wie wichtig Abstand ist.
Ich frage mich nur, ob man sich irgendwie wieder nähern kann wenn man sich sieht.

20.01.2020 19:04 • #5


Luto

Luto


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Zitat von Poccahontas91:
Ich frage mich nur, ob man sich irgendwie wieder nähern kann wenn man sich sieht.

das ist nicht unmöglich, aber solange Du die Position der Hoffenden einnimmst, sinken da eher die Chancen. Ich weiß ja nicht, was Du genau gemacht hast, aber es klingt danach, als würde er immer Fehler bei Dir suchen, egal was Du machst,... und versucht dadurch, einen überlegenen Status zu bekommen....das solltest Du ihm auf keinen Fall geben, sondern versuchen, Dein Leben maximal und ohne ihn zu genießen ... erst, wenn Du das schaffst, wirkst Du wieder anziehend, egal, für wen ...

20.01.2020 21:11 • x 1 #6


SimplyRed

SimplyRed


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Zitat von Luto:
Vermutlich seid Ihr beide nicht wirklich glücklich, und glaubt, eine Beziehung könnte das kitten ...


Dem würde ich ebenfalls zustimmen. Zwei Schwache ergeben nunmal keinen Starken!

Ich glaube, daß Ihr Euch nicht geben könnt, was Ihr sucht. Tut mir sehr Leid für Dich, aber das wird wohl niemals gut werden, egal wieviele Tänze Ihr tanzt zusammen.

Simply

20.01.2020 22:06 • x 2 #7


Pocahontas

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Danke euch beiden.
Vermutlich sieht man das selbst nicht, wenn man in dieser Situation steckt. So habe ich es noch nicht betrachtet.

21.01.2020 09:42 • #8


LostGirl1


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Hallo,
Zitat von Poccahontas91:
In seinem Job hatte er plötzlich Probleme und anstatt ihm zuzuhören war ich nur sauer weniger Aufmerksamkeit zu bekommen

Das Verhalten von Dir solltest Du näher hinterfragen, würde ich sagen, das kommt sonst in der nächsten Beziehung auch wieder hoch.
Wenn der Partner Probleme hat, dann schaut man doch zunächst dahin? Warum war es für Dich ein so großes Problem, weniger Aufmerksamkeit zu bekommen? Und warum reagierst Du dann sauer?
Meine Erfahrung zeigt, wenn man (positive) Aufmerksamkeit möchte ist es sehr kontraproduktiv, dem anderen Vorwürfe zu machen oder 'sauer' zu sein.

Zitat von Poccahontas91:
Er wiederholte oft dass er nicht glücklich sei und suchte die Fehler vermehrt bei mir. Was ich mir jedoch nicht gefallen lies und in der Beziehung nur noch das nötigste beisteuerte

Klingt für mich nach einem massiven Kommunikationsproblem. Er hat Probleme damit in Worte zu fassen, was er sich von Dir wünscht, damit er sich in der Beziehung wohl fühlt und glücklich ist, und Du ziehst Dich zurück.
Hast Du so im Nachhinein mal überlegt, ob du diese Situationen irgendwie besser hättest auflösen können?

21.01.2020 13:54 • x 1 #9


Pocahontas

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Hallo,
wow du triffst den Nagel auf den Kopf.
Danke dafür.

Ja tatsächlich sind mir das Kommunikationsproblem auch schon während der Beziehung aufgefallen und beide haben sich kindisch verhalten wenn ich das nicht bekomme, mache ich das auch nicht. Also trotzig und egoistisch, beiderseits.
Ich dachte immer, wenn ich das doch sehe, dann muss man das doch ändern können. Es klag so einfach. Aber ich wusste einfach nicht wie.
Der Graben zwischen uns wurde immer tiefer und ich habe versucht mit ihm zu sprechen (leider habe ich ihn damit auch sehr bedrängt und Streit angefangen - ich weiß dass das idiotisch war).
Wir saßen beide in unserem Trotz fest und ich wusste nicht mehr WIE ich auf ihn zugehen sollte. Also habe ich versucht zu reden, zu reden, zu reden wären er sich weiter zurück zog und mehr Abstand wollte. Die Stimmung zwischen uns war einfach gereizt und es gab für jeden Krümel einen Riesen Krach.

Es ist wirklich so schade, da er ein toller Mensch ist. sein Charakter, seine Interessen und einfach seine Art.
Wir passten anfangs so gut zusammen bis wir eben beide diese Position eingenommen haben aus die keiner mehr zurück konnte.
Wenn ich gewusst hätte, was ich hätte ändern können, dann hätte ich es getan.
Auf der Stelle.

Seine Fehler und auch meine sind mir klar Bewusst. Doch wie man da raus kommt, kann ich bis heute nicht sagen.

Vielleicht sieht man als Außenstehender etwas klarer was ich hätte tun können?
Außer natürlich getrennte Wege zu gehen.

21.01.2020 16:01 • x 1 #10


LostGirl1


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Zitat von Poccahontas91:
Also habe ich versucht zu reden, zu reden, zu reden wären er sich weiter zurück zog und mehr Abstand wollte

Da könnte es auch sein, dass die Kommunikation zwischen Mann und Frau Euch ein wenig einen Strich noch zusätzlich durch die Rechnung gemacht hat. Männer ziehen sich (tendenziell) bei Problemen eher zurück - Frauen wollen reden.
Mal gucken, ob ich hier einen Link rein kriege:



Zitat von Poccahontas91:
Seine Fehler und auch meine sind mir klar Bewusst. Doch wie man da raus kommt, kann ich bis heute nicht sagen.

Wenn man erstmal bei diesen "Grabenkämpfen" ist, dann ist das auch schwierig.
Letztlich gehts ja darum, dass man seine eigenen Wünsche und Vorstellungen einer Beziehung kennt, und die seines Partners. Gerade auch zB zum Thema Nähe-Distanz. Wie viel Nähe braucht der eine, wie viel Zeit für sich der andere. In den Punkten, wo man harmoniert, ist alles kein Problem. Für den Rest muss man eine Lösung finden, mit der Beide zufrieden sind.

Ich denke mal, Euer Verhalten ist auch teilweise noch Eurem jungen Alter geschuldet. Bitte nicht falsch verstehen. Ihr seid beide mit einem Anspruch rein gegangen, dass der Andere sich nach Euch und Euren Wünchen richtet.
Da zu verhandeln, und konstruktiv einen gemeinsamen Weg suchen, ist nicht einfach. Vielleicht liest Du mal im Netz ein wenig über Kommunikationstechniken?
Welche Erwartungen hast Du denn an eine Beziehung? Welche Erwartungen an einen Partner? Was bist Du dafür bereit zu geben? Was auf keinen Fall? Diese Fragen solltest Du für Dich klären.
Wichtig für mich fand ich zum Beispiel folgende Erkenntnisse: ein Partner kann Dich nicht "Glücklich" machen. Das kannst nur Du selbst. Beide Partner sind und bleiben auch in der Beziehung eigenständige Menschen - ständig aneinander kleben führt meist irgendwann zu Streß. Sich auszutauschen, im Gespräch zu bleiben, über Dinge die beide interessieren ist enorm wichtig. Du kanst den anderen nicht verändern -nur entscheiden, wie Du mit etwas umgehst.

21.01.2020 17:35 • x 2 #11


Pocahontas

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Interessant, dass wir uns genau dieses Video sogar gemeinsam angesehen hatten. Klasse Frau ist sie!
Habe mich versucht an ihre Ratschläge zu halten und habe mich mit ihm darüber unterhalten.
Am Ende bin ich leider wieder vor seinem Dickkopf gestoßen, dass ich mich doch ändern müsse. Und bin dann auch direkt wieder in meinem Trotz gelandet.
Jung sind wir und noch jünger im Kopf. Erwachsen klingt immer so einfach, aber mit Gefühlen im Gepäck landet man dann doch schnell im Kindergarten wo man sich gegenseitig mit der Schippe auf den Kopf haut.
(Du tust mir weh, dann tu ich dir erst recht weh). Schwer aus daraus zu kommen.

Zur Zeit lasse ich ihn einfach komplett in Ruhe und auch seinerseits kommt keine Reaktion. Seine Gefühle sind nicht mehr da, sagte er zuletzt. Jetzt versuche ich mich um mich zu kümmern und das ganze zu verarbeiten.
Irgendwie bleibt die Hoffnung, dass wenn ich mich stabilisiere und an meinem Verhalten was ändere, dass ein reiner Boden für einen erneuten Versuch geschaffen wird. Nach einer gewissen Zeit. Aber ob das von einer Seite ausreicht? Kann man alleine den erwachsenen Part übernehmen? Wenn man den anderen nicht ändern kann, sondern nur sein eigenes Verhalten, ist das für mich die Schlussfolgerung daraus. Oder verstehe ich das falsch?
Es kommt mir seltsam vor, da er doch um einiges älter ist als ich. Und wie du sagtest: der Partner kann einen nicht glücklich machen. Da hast du so recht! Man kann den anderen nicht für seine falschen Erwartungen niedermachen. Auch hier wieder, beiderseits völlig schief gelaufen.
Die Kommunikationstechniken und Erwartungen zu überprüfen, wären schon gute Ansätze an denen ich arbeiten kann und sollte. Egal wer in der Zukunft an meiner Seite sein wird, da muss ich einen Weg finden mir das auch in der Situation vor meine Nase zu halten und nicht nur an mich denken.

Doch wenn ich ihn gern wieder hätte, dann bliebe das Problem, dass er eben noch das alte Bild von mir im Kopf hat und sich aus Erfahrung gar nicht darauf einlassen möchte.

21.01.2020 19:34 • x 1 #12


LostGirl1


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Zitat von Poccahontas91:
dass ich mich doch ändern müsse.

Was genau solltest Du denn ändern?
Ich fände es nicht gut, wenn ich mich für andere verbiegen solle. Funktioniert auch meist nur eine Zeitlang.
Wenn es eher darum geht, dass Du zB nicht so oft sauer sein sollst, wenn er mal Zeit für sich selbst haben möchte, dann wäre das natürlich was anderes. Wie geht man da ran? Ich vermute, das Thema gesundes Selbstbewusstsein ist da wichtig. Allein sein können, eigene Interessen haben und denen auch mal alleine nachgehen wirkt schon Wunder, weil man nicht immer die Aufmerksamkeit des Partners braucht.

Zitat von Poccahontas91:
Jung sind wir und noch jünger im Kopf

Ein bissel davon sollte man sich nach Möglichkeit aber behalten

Zitat von Poccahontas91:
Kann man alleine den erwachsenen Part übernehmen? Wenn man den anderen nicht ändern kann, sondern nur sein eigenes Verhalten, ist das für mich die Schlussfolgerung daraus. Oder verstehe ich das falsch?

Nein, nicht unbedingt. Denn ein Stück weit beeinflusst man sich ja durch sein Verhalten gegenseitig. Eine Beziehung, in der einer der "Erwachsene" ist und der andere nur an sich denkt und keine Verantwortung übernimmt (das macht zumindest in meinen Augen das 'Erwachsensein' aus), dann fühlt sich das schnell an, als wäre man die Mutti und der Partner das pubertierende Kind. Das tötet jegliche Anziehungskraft zwischen Männlein und Weiblein.
Letztlich landen wir da glaube wieder beim Thema, eigene Erwartungen und Wünsche, und die mit denen des Partners abgleichen und die Kommunikation darüber.

Zitat von Poccahontas91:
Doch wenn ich ihn gern wieder hätte, dann bliebe das Problem, dass er eben noch das alte Bild von mir im Kopf hat und sich aus Erfahrung gar nicht darauf einlassen möchte.

Tja, DIE Lösung, die garantiert funktioniert, gibt es nicht.
Ich glaube, an Deiner Stelle würde ich mir ein oder zwei interessante neue Hobbies suchen, ausgehen, und bei der nächsten Feier, bei der man sich über den Weg läuft, absolut umwerfend aussehen und von den neuen interessanten Erlebnissen erzählen. Um zu zeigen, dass ich an mir arbeite.
Ob es Sinn macht, wenn die nächste Feier noch ewig hin ist, vorher eine nette Nachricht zu schreiben, da bin ich unschlüssig...

22.01.2020 09:55 • x 1 #13


Pocahontas

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Ich benehme mich tatsächlich alles andere als erwachsen. Ich fühle mich schnell gekränkt und reagiere nicht angemessen auf die Situation.
Es gibt immer Dinge über die man unzufrieden sein darf, aber ich reagiere trotzig, wütend und kann gar nicht aufhören darüber diskutieren zu wollen. Ich steigere mich da richtig rein.
Sobald die Emotionen abgeklungen sind frage ich mich selbst was das jetzt sollte.
Auch in meiner Beziehung zuvor hat das schon zu Streit führt aber dieser hat versucht mich zu beruhigen oder hat nachgegeben. Das finde ich von mir nicht in Ordnung. Mein jetziger Ex hat es eben richtig gemacht und sich das NICHT gefallen lassen. (Sein Verhalten war allerdings ähnlich. Auch sauer, trotzig und zusätzlich nachtragend.)

Aber was soll ich tun? Mir ne Baldrian bereithalten?
So kann man mich doch nicht auf die Männerwelt loslassen. Haha
Vielleicht hilft das ja auch, wie schon gesagt, dass ich die eigenen Erwartungen aufschreibe und mir diese dann aber als Brief bereit halte, sobald die Emotionen wieder Amok laufen.

Nein, melden werde ich mich erstmal nicht. Es ist glaube ich besser, das Ganze erstmal aufzuarbeiten und sich selbst zu stärken.
Dein Rat mit einem neuen Hobby und das mit dem Treffen werde ich beherzigen. Das ist ein guter Anfang. Danke

22.01.2020 14:37 • #14


LostGirl1


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Zitat von Poccahontas91:
aber ich reagiere trotzig, wütend und kann gar nicht aufhören darüber diskutieren zu wollen. Ich steigere mich da richtig rein.
Sobald die Emotionen abgeklungen sind frage ich mich selbst was das jetzt sollte.

Kannst Du näher beschreiben, was diese Dinge in Dir auslösen? Warum fühlst Du Dich von diesen Dingen so bedroht, dass Du so reagierst? Oder fühlst Du Dich eingeschüchtert? Hast Du Angst, ungerecht behandelt zu werden?
Ist es Dir schonmal gelungen, Deine Emotionen in so einem Moment zu zügeln?
Mir klingt das ein wenig nach dem verunsicherten Kind in Dir, was in dem Moment das Steuer übernimmt. Ängstlich und wütend, und das seinen Willen durchsetzen will, weil es befürchtet, sonst übervorteilt zu werden, weil es immer um seinen Anteil kämpfen muss. (Ich kann natürlich auch komplett daneben liegen )

Es gibt ein Buch, was hier schon öfter empfohlen wurde, es heißt "Das Kind in Dir muss Heimat finden": Wenn ich halbwegs richtig lag, dann schau Dir das bei dem großen Versandhändler mit dem A mal an, evtl hilft es Dir ein Stück weiter.
Ich finde immer wieder, Selbsterkenntnis ist der erste Schritt, und ich finde es super, dass Du Dich auch kritisch mit Deinen Verhaltensweisen auseinandersetzt.

22.01.2020 15:23 • x 1 #15




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