Guten Morgen ihr Lieben,
ich möchte mich aufrichtig für Eure Anteilnahme bedanken!
Ich habe nun den zweiten Teil meiner Geschichte fertig. Leider bin ich nicht der große Schreiber aber ich versuche mein Bestes. Leider bemerke ich beim schreiben meiner Geschichte, wie sehr sie mich noch belastet. Immer mehr Details vallen mir dabei auf. Es ist wie ein Flashback den ich gerade bekomme. So als ob ich nochmal alles durchlebe. Ich versuche wirklich alles so kurz wie möglich zu halten, lasse viele Sachen weg und versuche nur das Nötigste zu schreiben damit ihr ersteinmal eine Basis habt, wie die letzten Jahre mit ihr verlaufen sind. Ich bin mir bewusst, das ich sehr viele Fehler gemacht habe die ich zu tiefst bereue. Sie allerdings hat sich bis Heute nicht selbst reflektiert. Sie hat keine Fehler gemacht und alles ist aus ihrere Sicht gut!
Hier nun der Teil 2.:
Am zweiten Weihnachtsfeiertag 2012 meinte sie, sie müsse nochmal zu ihren Eltern fahren da ihre kranke Mutter abdrehte. Mittlerweile war die Krankheit ihrer Mutter soweit fortgeschritten, das sie fast nur noch vor sich hin senierte. Sie sah schrecklich aus. Die Krankheit beschleunigte sich und sie verlor immer mehr von ihren kognitiven Fähigkeiten.
10 Minuten nachdem sie bei ihren Eltern war rief sie mich an und meinte, dass ihre Mutter tot sei! Bitte wie? Ihre Mutter ist plötzlich und unerwartet im Badezimmer verstorben! Ich bin sofort hin und war bei ihr. Was für ein Jahr dachte ich. Man kann doch nicht nur soviel Mist erleben. Da mein Vater auch erst vor kurzem verstorben ist und auch noch genau Heiligabend Geburtstag hatte, war ich selbst in einer komischen Verfassung und nun das.
Als ich bei ihren Eltern eingetroffen bin, war der Notarzt gerade da und ich kümmerte mich um alles. Sie und ihr Vater saßen nur dar und starten vor sich hin. Als ich sie trösten wollte, habe ich bemerkt, dass sie voll versteinert war und mich gar nicht bemerkt hat. Ihre Muskeln waren total steif und ich hatte das Gefühl, das sie nicht wollte dass ich sie anfasse bzw. trösten wollte. Nachdem der Notarzt und der Bestatter weg waren habe ich gedacht ich spinne. Sie war wie ausgewechselt. Als ob überhaupt nichts gewesen wäre. Ich dachte erst an eine Verdrängung infolge eines Schocks. Leider blieb es so bis zur Beerdigung ihrer Mutter. Sie war emotional komplett verdreht. Sie meinte nur zu ihrem Vater, dass sie es jetzt hinter sich haben und nun Ruhe einkehrt. Es kann sein, das man so denkt wenn man die eigene Mutter seit seiner Kindheit nur so kennt. Ich konnte mich nicht in dieses Gefühl hineinversetzten. Ich war echt geschockt. Nach der Beerdigung war das Thema durch. „Aus den Augen, aus dem Sinn“.
Von da an wurde es immer schlimmer mit ihren Äußerungen. Sie setzte mich mehr unter Druck und sie hatte immer mehr Kontakt zu ihrem Fenstermann. Obwohl ich kein eifersüchtiger Mensch bin, hatte sie das Talent, mich immer mehr dahin zu drängen. Es gab Momente, das bin ich vor ihr total ausgerastet. Sie erzählte immer mehr über ihn, über seinen tollen Job, das er soviel verdiene, das er so ein Pech mit seinen Frauen hat, sie sprach voller Bewunderung über ihn was mich sehr verletzte. Mir kam es vor wie eine Provokation bis ich abdrehte. Nachdem ich mich wieder gefangen hatte, meinte sie nur, dass er mir sowieso nicht das Wasser reichen könne. Er würde weit hinter mir stehen, Ich hätte soviel Qualifikationen und ich wäre etwas Besonderes in Ihren Augen!
Es dauerte nur ein paar Tage, da ging die ganze Geschichte von vorne los. Sie schwärmte über ihn wie nichts Gutes und holte mich wieder einmal aus der Reserve. Zu dieser Zeit hatte ich das Gefühl, das die Leute im Dorf, die mich sowieso durch die Gerüchte, die im Umlauf waren mieden, mich jetzt noch mehr schnitten. Ich sprach mit ihr darüber. Ganz besonders ist es mir bei der Familie ihres „Schwarms“ dem Fenstermann aufgefallen. Sie meinte nur, dass ich mich irren würde. Das kuriose war außerdem, das sie auf einmal der Meinung war, dass mich der Fenstermann und seine Familie in Ordnung fanden und nichts gegen mich hätten! Upps! Was ist da denn los? Ich bräuchte mir keine Gedanken über sie machen, sie hätten nichts gegen mich! Zwei Tage später ungefähr bemerkte ich, dass mich genau diese Leute und ihr Fenstermann mich ziemlich übertrieben grüßten wenn sie mich sahen! Ich verstand die Welt nicht mehr!? Jahrelang hörte ich, das genau diese Leute Gerüchte über mich in die Welt setzten, und als ich meiner Partnerin von meinem Gefühl erzählte, PENG, auf einmal war alles anders. Ein Schelm der Böses dabei denkt!
Manchmal gab es Tage, da konnten wir ganz normal über alles reden. Das heißt, ich habe geredet und sie hat mir zugehört. Ich erzählte ihr von meinen vergangenen Beziehungen und wie ich von anderen Frauen verarscht wurde. Ich erzählte ihr, dass ich einmal mit einer Frau zusammen war, die mich betrogen hat und mich, als ich sie erwischt habe, sie mich an meinen schwächsten Stellen verbal verletzt hat. Ich muss dazu schreiben, dass meine Partnerin wie ein Tonbandgerät ist. Egal was ich ihr in der Zeit unserer Beziehung gesagt habe, ist bei ihr gespeichert. Wie ein kognitiver Staubsauger! Sie weiß noch, was ich in der ersten Woche der Beziehung an einem Sonnabend usw. gesagt habe. Absolut faszinierend. Sie klebte immer an meinen Lippen als ich mich mit ihr unterhalten habe. Ich habe ihr zum Beispiel erzählt, wie schmerzvoll das Ende der letzten Beziehung für mich war. Sie war sehr berührt von meinen Ausführungen und meinte zu mir: „Jetzt bist du am Ziel, wir sind angekommen! Ich gelobe Dir hiermit feierlich, ich werde dir niemals so viel Schmerzen und Leid antun, wie du durch deine Exfrauen ertragen musstest! Ich liebe Dich! Unsere Beziehung ist etwas ganz besonderes. Meine Liebe reicht bis in alle Ewigkeit. Wir sind angekommen!“ Hört sich ganz schön heftig an, oder? Es war aber so. Die Reihenfolge ihrer Worte könnte aber anders gewesen sein. Für mich war es auf jeden Fall zur richtigen Zeit, im richtigen Moment das schönste, was ich bis zu dem Tage von einer Frau gehört habe. Ich dachte nur, das man soviel im Leben einstecken muss und so viel schlechte Erfahrung machen musste um eines Tages doch noch sein Glück zu finden. Nun saß mein Glück mit Tränen in den Augen vor mir und ich konnte mein Glück gar nicht glauben.
Hin und wieder, wenn man gerade Auto fährt oder an der Ampel stand, habe ich über uns nachgedacht. Ich hatte immer ein komisches Gefühl wenn ich nochmal die letzten Tage in meinen Gedanken Revue passieren ließ. Es machte sich immer ein merkwürdiges Gefühl in meinem Bau breit. Ich muss dazu sagen, ich habe eigentlich ein ausgesprochen feines Bauchgefühl. Meistens bei anderen, wenn ich selber nicht betroffen bin. Freunde von mir sagen auch, dass sie Angst vor meinem Baugefühl hätten. Ich selber habe manchmal selber Angst vor meinem Baugefühl. Ich kann für mich eigentlich sagen, dass mich mein Bauchgefühl bis zum heutigen Tage nie im Stich gelassen hat. Deshalb konnte ich so manches Mal, mein Bauchgefühl im Zusammenhang mit ihr nicht erklären. Sie belächelte mein Bauchgefühl immer und meinte, dass da nichts dran wäre was mir mein Bauchgefühl sagt. In diesem Moment wusste sie schon mehr als ich, das ich bei manchen Sachen richtig lag. Deshalb hat sie mein Bauchgefühl so belächelt. So manches Mal habe ich ihr gesagt, was als nächstes passieren würde und sie hat nur gelacht. Ich wusste in diesem Moment noch nicht, das mein Gefühl was als nächstes passiert bereits Vergangenheit war!
Es war ungefähr Januar, da begann für mich die Zeit meiner absoluten Ab.- bzw. Entwertung! Durch meinen neuen Job erzählte ich ihr, das ich wohl im März oder April für zweimal für eine Woche auf Lehrgang müsste. Sie hat sich riesig gefreut und meinte, dass sie genau in dieser Zeit das Dach ihres Hauses neu decken ließe. Zusätzlich wird noch eine neue Gaube auf das Dach gesetzt damit „unser späteres Kinderzimmer“ größer ist! Sie steckte voll in der Planungsphase, musste Angebote von diversen Dachdeckerfirmen usw. einholen, und, sie benötigte für die neue Gaube auch Fenster!? Alles lief seinen Gang. Unser Alltag war noch derselbe. Unsere Gespräche waren immer noch eine Mischung von Zuckerbrot und Peitsche. Sie setzte mich Woche um Woche immer mehr unter Druck. Zusätzlich traf sie sich immer öfter mit ihrem Fenstermann und dessen Familie. War eigentlich nichts außergewöhnliches das sie ja auch ihr Pferd bei denen im Stall hatte das täglich versorgt werden musste. Das einzige was mir auffiel war, das die Zeit in der sie ihr Pferd pflegte doch immer länger wurde. Nach dem Pferd ging sie immer „rüber“ auf eine Tasse Kaffee. Die Familie vom Fenstermann hatte einen sehr großen Partyraum der vom ganzen Dorf für Feierlichkeiten genutzt werden kann. Am Tage ihres Geburtstages wollten wir vormittags den Partyraum für die Geburtstagsfeier am Abend schmücken. Als ich im Partyraum angekommen war, stellte ich fest, dass sie nicht da war. Ich rief sie über mein Handy an und frug sie, wo sie ist. Sie meinte nur, dass sie bei dem Bruder vom Fenstermann und seiner Frau zum Kaffee wäre. Ich frug sie, ob ich hinkommen solle? Sie meinte nur, ist nicht nötig, sie wäre schon fertig und an der Tür. Sie ist gleich bei mir. Da das Haus keine 30 Meter vom Partyraum entfernt war, wartete ich auf sie. Und ihr werdet es nicht glauben, wer in diesem Moment vom einkaufen zurück kam? Der Bruder und seine Frau die gerade im selben Moment mit ihr einen Kaffee getrunken haben. Eine Minute später kam sie um die Ecke. Ihr Gesicht war nur noch leicht errötet. Ich frug sie, wie den das sein kann, dass sie mit zwei Leuten einen Kaffee trinken konnte, die gerade vom einkaufen zurück kamen? Sie erklärte es damit, dass ich sie falsch verstanden hätte! Sie saß mit ihrem Fenstermann in der Küche der beiden und trank einen Kaffee. Soso! Von dem Moment an wusste ich, hier läuft etwas gewaltig aus dem Ruder! Von dem Tage an, hat sie mich immer mehr nieder gemacht. Ich bekam das Gefühl, das ich ihr nichts mehr Wert war. Und was soll ich euch sagen, ich hatte sogar selber den Eindruck dass ich immer kleiner wurde. Ich habe dann des Öfteren gemeint, das ich langsam das Gefühl bekomme, das ihr Fenstermann ganzschön am baggern ist, und versucht, einen Keil zwischen uns zu treiben. Außerdem wurde ich den Gedanken nicht los, dass der Bruder und seine Frau die beiden verkuppeln wollten. Immer öfter fragte sie mich, wieviel ich zu tun hätte. Normalerweise half sie mir immer ein wenig. Nun war es so, das genau in dem Moment wo ich am meisten zu tun hatte, sie von der Schwägerin des Fenstermannes gefragt wurde ob sie Lust auf eine Radtour hätte, ob sie abends mit zum Essen kommen würde usw. Sie frug mich zwar immer aber sie wusste, dass ich beschäftigt bin weil sie es ja im Vorfeld schon sondiert hat. Komischerweise war es dann immer so, das aufgrund von irgendwelchen Sachen, sie und ihr Fenstermann alleine loszogen weil bei den anderen spontan etwas dazwischen kam. Wenn ich sie auf meine Vermutungen hin angesprochen habe, hat sie mich immer belächelt und mit mir gesprochen als ob ich ein kleines Kind wäre.
Zu dieser Zeit gab es ein neues Thema in unserer Nachbarschaft. Der Fenstermann wollte mit seinem Bruder eine Holzheizung bauen, wo man mehrere Häuser mit versorgen könnte. Initiator von diesem Projekt war der Fenstermann, sein Bruder und der Ex von von ihr. Ihr wisst ja noch, der Heizungsbauer. Natürlich fragte der Fenstermann bei meiner Partnerin nach, ob sie sich auch an der Heizung beteiligen wolle? Dadurch dass ihr Haus auf der anderen Straßenseite der Hauptstraße steht, müsste man die Heizungsrohre unter der Straße verlegen und dieses Unterfangen würde sehr viel Geld verschlingen. Sie erzählte mir von diesem Projekt. Somit würde sie selber kein Brennholz mehr benötigen. Leider hatte sie zu diesem Zeitpunkt überhaupt keine Geldmittel mehr weil ja demnächst ihr Dach gedeckt wird. Soweit so gut. Eines Tages kam ich zu ihr und ihr Ex war bei ihr. Ihre Heizung war kaputt und ihr viel auf der Schnelle nur ihr Ex ein. Der kam auch prompt und reparierte alles schön säuberlich und kostenlos. Ich dachte mir nur so, was geht denn hier ab? Der Ex der von ihr so weggetreten wurde, den sie fast ein Jahr wegignoriert hat, macht plötzlich die Heizung bei ihr heile? Von dem Tag an, waren sie wieder „Freunde“. Ihr Ex hatte bereits eine neue Beziehung. Mein Bauch sagte mir, was für eine interessante Geschichte? Das Dach steht demnächst an und mit der neuen Gaube wurden auch die Räume oben größer sodass sie im Obergeschoss auch noch ein kleines Badezimmer einbauen könnte. Somit würde sie nochmal eine Heizung für das Badezimmer und die Sanitäranlagen sowie den Einbau und die Fliesen benötigen? Was für ein Zufall! Die Tage vergingen und ich fing an, mir zum ersten Mal wirklich Gedanken zu machen. Manchmal, wenn wir abends beide zusammen saßen gab es ohne Grund wieder Streit. Irgendwann frug sie mich, ob ich das Gefühl hätte, das sie mich „bewusst klein machen würde“? Ich war geschockt das aus ihrem Mund zu hören! Ich bejahte! Sie meinte darauf, dass sie mich lieben würde und sich auf unsere glückliche Zukunft freue. Leute, ich war zu dieser Zeit kein Mensch mehr. Ich habe mich verändert, wusste nicht mehr was los ist, wurde immer angespannter und ging bei jeder Kleinigkeit an die Decke was wiederum dafür sorgte das wir uns immer öfter streiteten. Ich war nichtmehr ich selbst. Ich kannte mich selber nicht wieder.
Irgendwann meinte sie zu mir, dass ich mich extrem ins Gegenteil verändert hätte und sie mit so einem wie mich nicht mehr zusammen sein möchte! Ich solle mich doch gefälligst ändern sonst wäre sie weg! Ich fiel aus allen Wolken; wobei ich dazu sagen möchte, dass ich seit knapp 30 Jahren Fallschirmspringer bin und Sprunglehrer war. Aus Wolken fallen macht mir eigentlich nichts aus. Ich war immer psychisch sehr stabil, konnte einiges ab, war immer zuvorkommend und glaubte an das Gute im Menschen. Es war alles weg! Ich verstand die Welt nicht mehr. Ich sagte zu ihr immer dass alles gut werden würde. Das ich an uns glaube und das ich alles nicht aus Egoismus mache sondern für uns, unsere Kinder und eine gesicherte Zukunft. Sie solle mich nicht so unter Druck setzen, dann wäre alles leichter. Ich meinte, ich wisse gar nicht mehr was Sache ist. Diese ständige Auf und Abfahrt. Zuckerbrot und Peitsche halt. Sie meinte nur, dass ihr Geld egal wäre. Sie würde mich auch lieben, wenn ich unter einer Brücke schlafen würde. Sie meinte aber auch, ich solle mal hin machen sonst würde sie weg sein. Zu der zeit war ich schon emotional ganz unten. Sie schaute auf mich herab. Was mir zu dieser zeit gewaltig auffiel war, das sie die gleichen Waffen und Mittel meiner Exfreundin genutzt hat um mir weh zu tun. Sie verletzte mich manchmal mit den gleichen Worten, die ich Ihr Wochen oder Monate zuvor erzählt habe. Es kam mir manchmal so vor, als ob meine Ex vor mir stand. Was für ein gewaltiger Fehler von mir? Sie hat es geschafft, meine Seele zu öffnen und hat selbst meine schwächsten Stellen erkannt! Diese wusste sie absolut zu nutzen.
Ein Freund und Geschäftspartner meinte einmal zu mir, wenn Du Erfolg hast und eine Frau kennenlernst, weißt Du nie, was diese an dir liebt? Dich oder dein Geld und Erfolg worin sie sich sonnen kann! In letzter Zeit dachte ich an seine Worte mehr den je. Gerade im Zusammenhang das sie mich auch lieben würde wenn ich unter der Brücke wohnen würde. Sie liebte mich meiner selbst. Es wäre ihr egal ob ich Kohle hätte oder nicht. Ihr glaubt gar nicht, was ich in der Zeit für ein Kopfkino hatte. Ich kam mir vor wie in einem Strudel der immer schneller wurde je mehr man in die Mitte kam. Einerseits vertraute ich ihr, liebte sie und glaubte an uns, andererseits bekam ich immer mehr ein Problem mit meinem Bauchgefühl. Ich hatte auf einmal so einen übelsten Drang, sie mit einem Shittest auf die Probe zu stellen. Mein Gewissen lief Amok aber ich musste etwas für mich klären. Obwohl ich ein sehr gut laufendes Unternehmen und kürzlich noch meinen Traumjob bekam, ich finanziell gut gestellt war was für sie ersichtlich war, habe ich ihr langsam, erst unterschwellig und von Tag zu Tag mehr mitgeteilt, das irgendetwas mit meinen Finanzen nicht stimme. Ich hätte irgendetwas übersehen und konnte mir nicht erklären dass ich kurz vor der Pleite stand. Leute, ich habe sie angelogen ohne rot zu werden. Ich schäme mich Heute noch dafür.
Ich erzählte ihr, das ich nun Nächtelang über meiner Buchführung saß und den Fehler suchte. Es sähe so aus, als ob ich, wenn ich den Fehler nicht finden würde, noch ungefähr ein dreiviertel Jahr Zeit hätte bis ich auf Null wäre und somit Pleite. Sie war sehr geschockt gab mir aber das Gefühl das sie an uns glauben würde und wir zur Not von ihrem Geld leben könnten. Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon feste Verhandlungen mit der Verkäuferin der anderen Doppelhaushälfte geführt. Der Kaufpreis stand auch schon fest. Wie ich es euch ja bereits berichtet habe, sollte es eine Überraschung werden. Okay, der Köder war gelegt und es gab an der Pleitegeschichte nichts mehr zu rütteln. Die Tage und Wochen vergingen und sie signalisierte mir keinerlei zusätzliche Veränderungen in ihrem Verhalten. Ich dachte mir: „Was für eine Klasse Frau?“ Sie Liebt mich wirklich und meint es ernst mit allem was sie mir gesagt hat. Das mit der Brücke, das wir von ihrem Geld leben könnten usw. Ab und zu frug sie mich, ob ich den Fehler gefunden hätte. Ich habe mich immer ein wenig aus der Affäre gezogen und meinte, das ich eventuell eine Vermutung hätte woran es lag. Zu der Zeit frug sie mich auch wieder des Öfteren nach der anderen Haushälfte, wann wir diese denn nun kaufen wollten? Wenn sie in diesem Moment nur hätte ahnen können, das die Haushälfte schon uns gehörte! Man ich war innerlich richtig erregt wenn ich an den Anblick ihrer Augen dachte wenn ich mit dem Haus um die Ecke käme. Ich schürte das ganze damit, das ich meinte, so wie es jetzt finanziell aussieht, sieht es echt schwer aus, das Haus zu kaufen. Ich habe zu der zeit für mich beschlossen, dass sie meinen Test bestanden hat und ich mir, mit meinen Vermutungen, Ängsten und Sorgen, unnütz einen Schädel gemacht habe. Diese Frau ist einfach Klasse!
Die Tage vergingen, der Dachausbau und mein Lehrgang rückten näher, und auch irgendwie der Fenstermann, ihr bester Freund und Satellit. Nun verging fast kein Tag mehr, wo sie nicht kurz gesprochen haben, einen Kaffee getrunken haben usw. Manchmal kam ich von der Arbeit und er saß bei ihr schon im Garten. Ging aber wenige Minuten nach meinem Eintreffen meistens wieder. Wenn ich gefragt habe, was es denn bei ihm neues gäbe habe ich eigentlich immer das gleiche gehört. Do irgendwann änderte sich das. Sie sagte auf einmal, ich habe mich mit ihm über unsere Beziehung unterhalten und was er so mit seinen Frauen durchgemacht hat. Es kam die Zeit, wo er, ganz egal was sie für Nöte oder Sorgen hatte, gleich kontaktiert wurde und um Hilfe gebeten wurde. Ich war absolut Außen vor. Ich sprach mit ihr darüber und die Sache eskalierte wieder wie immer wenn ich das Thema ansprach. Sie belächelte mich nur noch und gab mir immer mehr das Gefühl, völlig unwichtig für sie zu sein. Ihr Fenstermann konnte immer alles besser, schneller usw, usw. Außerdem hätte ich ja nie Zeit. Ich meinte zu ihr nur, dass ich mal gespannt wäre, wenn sie das Dach ausbaut und ich auf Lehrgang bin. Ich meinte zu ihr, dass genau diese Zeit das Ende unserer Beziehung einläutet! Sie war entsetzt von meiner Vermutung und belächelte wieder einmal herablassend mein Bauchgefühl.
Kennt Ihr das komische Gefühl wenn man einen Menschen an seiner Seite hat der einen mit Liebe überschüttet sodass man eigentlich keinen Zweifel an den Gefühlen dieser Person hat und doch hat man den Eindruck dass alles irgendwie künstlich oder aufgesetzt ist? Das irgendetwas nicht passt? Das alles wie gespielt wirkt? Irgendwie eine Disharmonie zwischen den Worten, dem Blick und den Handlungen? Ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll? Es ist wie eine „Wenn-Dann“ Beziehungs-Checkliste die sie in ihrem Kopf bereithält. Wenn das oder dieses passiert muss ich mich so verhalten damit er bei mir bleibt bzw. mich weiter liebt. Auch in unseren Streits kam es mir manchmal so vor, als ob irgendwie die Authentizität in ihren Worten und Handlungen fehlte. Sie hat sich zwar immer unseren Diskussionen gestellt und hatte auch ihre Ansichten, trotzdem hatte ich immer das Gefühl, es stimmt irgendetwas nicht. Sie ist sehr wortgewandt und schlagfertig und bei unseren Streits habe ich immer nur gestaunt, wie sie so schlagfertig mit verletzenden Worten reagieren konnte. Angeblich erkennt man den Charakter eines Menschen an der Energie, die er in seinen Verhalten braucht? Wenn ein Mensch von seinem Grundcharakter liebevoll ist, so wie sie, altruistisch, selbstlos aufopfernd und liebend, benötigt dieser Mensch wenig Energie. Es läuft quasi und man merkt es der Person an. Wenn so ein Mensch aber etwas bewusst negatives macht, zum Beispiel sich Streitet, Lügt oder wie auch immer, benötigt dieser Mensch mehr Energie weil dieses negative Verhalten gegen den Charakter spricht.
Ich hoffe, ihr versteht was ich meine? Bei ihr ist es andersrum! Sie sagt immer, das sie ein lustiger Mensch ist, der liebevoll, aufopfernd für den Partner ist und andere positive Verhalten. Das Ding ist aber, das ich immer bemerkt habe, das sie dafür, um so zu sein, jede Menge Energie benötigt hat. Für ihr negatives Verhalten allerdings, brauchte sie nichts! Unsere Streitigkeiten, ihre Verletzungen mir gegenüber, ihre schlagfertigen Sprüche unter die Gürtellinie liefen einfach, und ohne große Mühe ab.
Fortsetzung folgt.....