Liebe Clubmitmenschen,
es ist wichtig, hier alles reinzuschreiben, was euch bewegt. Die Mischung machts. Ratschläge, Positives, Trost, Information, Aufklärung, Solidarität, übereinstimmende Berichte, Ausk. über Narz.
Aber bitte vergesst nicht, euch weiterzuentwickeln und auch daüber vieles Positives hier zu berichten. Weit wichtiger ist es, dass ihr das für euch zuhause umsetzt.
Ds heißt konkret, hier auf dieser Seite dürft und sollt ihr euch mit dem Narz und seine Folgen auseinandersetzen. Aber nehmt euch vor, das nicht mehr bei euch zuhause zu machen!
Ich bin inzwischen so weit, dass ich das sehr gut trennen kann. Und dafür bin ich dem Forum hier unendlich dankbar! Hier kann ich meinen Gedankenmüll abladen.
Und im richtigen Leben kann ich anfangen, mein positves Denken umzusetzen.
Ich sage mir imzwischen "Stopp", wenn ich negative Gedanken bekomme: Was macht er jetzt wohl? Gehts ihm hoffentlich gut, ne hoffentlich nicht gut? Was macht die Next? Ist er mit ihr glücklich? hetzt er noch die Kinder auf? Was plant er als nächstes? Warum, warum? Alles Müll! Stopp! Lass ich nicht mehr zu! Ich lasse zu: Mir geht es jetzt viel besser. Komisch, auf einmal habe ich keine (sinnlose) Zeit mehr, obwohl ich doch allein bin. Woher kommt meine Energie und Ausstrahlung? Ich genieße kleine Momente. Ich bereite mich auf Probleme vor, die nun auf mich zukommen können, vor denen ich Angst hatte, sie nicht allein lösen zu können. Wovor hatte ich Angst, was kann schlimmstenfalls passieren, wer kann mir helfen, was mach ich, wenn keine Hilfe da ist. Ich kalkuliere immer wieder meine Finanzen durch, damit ich über die Runden komm, überlege, wo ich sparen kann. Überlege, auf was ich verzichten kann und was ich mir für den Verzicht als kostenfreie Belohnung gönnen kann.
Ich schreibe ständig Listen: Dafür beneide ich mich: die Liste wird von Tag zu Tag länger
Ich habe schon am Anfang aufgeschrieben, was ich am Narz toll fand und was nicht. Die Tollseite habe iin Abständen immer wieder hinterfragt. Was war seine Absicht...schwupps...auf einmal war das nicht mehr so toll
Ich habe meine Verhaltensweisen, seine Verhaltensweise gegenübergestellt. Inzwischen habe ich festgestellt, dass er mich kopierte, jetzt meine positiven Eigenschaften der Next zuschreibt, mir seine negativen.
Immer wenn mir Zweifel kommen, lese ich diese Aufzeichnungen durch. Es gibt auch eine Liste mit meinen Fehlern, die ich an mir sehe. Und daran kann ich jetzt ehrlich arbeiten, nicht weil mich jemand unter Druck setzt.
Ich beschäftige mich auf einmal nicht mehr mit dem Narz, sondern mit mir selbst. Früher hielt ich das für Egoismus. Hatte ja gelernt, man muss für andere da sein, bescheiden sein und sich nicht selbst loben.
Lob von anderen annehmen, war mir immer äußerst peinlich (darum hat es mir ja auch nix ausgemacht, wenn der Narz mich nicht lobte), auf meine eigene Leistung stolz sein, empfand ich als wichtigtuerisch und überheblich (genau das hat der Narz mir vorgeworfen-ja, ja, die wissen schon welche Knöpfe sie drücken müssen). Und ich machte immer glückliche Umstände und andere (insbesondere die selbstlose Unterstützung druch den Narzen) dafür verantwortlich für mein Glück.
Jetzt lerne ich gerade stolz auf mich und meine Leistung zu sein, stolz auf mein Leben und zufrieden mit meinem bisherigen Leben. Zufrieden damit, dass ich es geschafft habe, dies Leben bis hierher mit Anstand und Würde zu leben und mich nicht unterkriegen zu lassen.
Warum soll ich gerade jetzt, wo ich die "Erfahrungs"ernte einfahre, mich noch mit dem alten Ballast vergiften. Ab in den Müll oder auf den Kompost. Recycling nur da, wo es mir zugute kommt.
So wie Phoenix eure Worte und Sichtweise versucht umzuformulieren, ist es genau richtig! Nehmt euch das als Übung! Dreht jeden Satz um: Formuliert ihn so, dass ihr die Starken seid, diejenigen, die agieren. Jeden Tag ein wenig mehr Selbstbewusstsein aufbauen, das ist das Ziel. Und jeden Tag ein Stückchen Lebensfreude empfinden. Das ist doch ein großes Geschenk. Ein Narz kann sich noch so abmühen, er wird keine Lebesfreude empfinden, auch wenn er direkt im Glücksland wäre.
Wir sind der Club der Lebensfreude. Das ist unser Reichtum, wir müssen nun endlich lernen, diesen Reichtum richtig zu genießen!
