Zitat von SCHNABI:Guten Morgen
wieder eine Nacht geschafft
Gestern kam er nach Hause und wir konnten in Ruhe reden....er wird Montag erstmal zu einem Kumpel ziehen...ich glaube wir brauchen das jetzt Beide.
Hallo Schnabi !
ja das kenne ich, die Nächte sind in der Anfangszeit ätzend. Ich habe damals vielleicht 2-3h pro Nacht geschlafen. Jetzt bin ich bei 5-6h angekommen. Im Vergleich zu meinem normalen Leben fehlen da noch 1-2h.
Zitat von SCHNABI:..auch ich weiß nicht mehr wer dieser Mann ist....
Er sagt dass er vor einem Chaos steht und er keinen Plan hat was er machen soll...damit aber kann ich nicht mehr umgehen
Mich hat damals die Gefühlskälte, Ablehnung, usw. meiner Frau absolut geschockt. Es kam mir vor, als hätte man sie geclont oder im Gehirn umprogrammiert. Einfach nicht wiederzuerkennen. Mittlerweile verstehe ich aber, was da vor sich geht. Nach einem sicherlich längeren, quälenden Entscheidungsprozeß war die Trennnungsentscheidung und die Zeit danach für sie eine Art Erlösung. Gefühlsmäßig steht der Trennende dann ganz woanders als der Getrennte.
Fluch oder Segen besteht für Dich darin, das Männer die Trennungsentscheidung i.d.R. impulsiver treffen und eher dazu neigen, diese zu bereuen. Rein statistisch ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass Dein Mann eines Tages wieder zurück will.
Zitat von SCHNABI:Mister52 wie hast du es geschafft mit den Abenden nach der Trennung fertig zu werden..was ist mit euren gemeinsamen Freunden...irgendwie verliert man doch noch viel mehr als nur den Partner
Meine Art die Situation und den Schmerz zu verarbeiten besteht u.a. darin, das Geschehene, alle Gedanken und Gefühle in einem Tagebuch (PC) aufzuschreiben. Neben dem Tagebuch ist auch das Forum hier eine große Hilfe. Mir hat es geholfen die Entscheidung zu fällen ob ich in unserem Haus bleibe oder, wie meine Frau verlangt hat, eine Wohnung zu suchen.
Ich bin geblieben und bereue es nicht. Auch wenn mir damals meine Frau gedroht hat, dass ich sie verliere, wenn ich im Haus bleibe. Heute hat sie etwas von unserem Hochzeitsgeschirr geholt und mir gesagt, das ich sie endgültig verloren hätte, als ich ihr diese Entscheidung mitgeteilt hatte. Ich bereue meine Entscheidung aber nicht. Denn ich weiß, dass ich es nicht geschafft hätte auszuziehen und unseren 17-jährigen Sohn zurückzulassen.
Das mit den gemeinsamen Freunden ist schlimm, für mich aber nicht das Hauptproblem, weil ich meine besten Kumpel schon vor meiner Frau kannte. Viel schlimmer für mich ist der Verlust meines Lebensentwurfs. Wir sind seit 20 Jahren verheiratet. Mit dieser Frau wollte ich alt werden. Wir wohnen seit 10 Jahren in unserem Haus (war ihr größter Wunsch).
Wenn es zur Scheidung kommt, muss ich sie auszahlen oder das Haus verkaufen. Auszahlen übersteigt wahrscheinlich meine finanziellen Möglichkeiten. Wenn wir das Haus verkaufen verliert unser Sohn endgültig sein Zuhause, seinen Ankerpunkt.
Du siehst, ich befinde mich auch erst am Anfang meiner Tragödie. Die harten Sachen kommen erst noch (Scheidung, Haus, etc.). Höchsten Respekt habe ich für die Leidensgenossen, die mit kleinen Kindern die Situation meistern müssen.