E-Claire
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Zitat von Gast006:Würdest du einer Frau, die jahrzehntelang von ihrem Mann schlecht bahndelt wurde, auch sagen: "Na, du hast es ja so lange ausgehalten, dann kann es ja so schlimm nicht gewesen sein". Sicher nicht. Und zwar zurecht nicht. Also warum argumentierst du dann so, wenn es um einen Mann geht? Genau da beginnt für mich das Unauthentische und Heuchlerische.
Wenn das ist, was geschrieben worden wäre, dann hättest Du sicher Recht. Aber das ist nicht, was ich jedenfalls schreibe. Ich schreibe, es gibt mehrere Ebenen, allen voran die der Ehe und die der Familie. Es gibt zudem die Ebene der gemeinsamen Ehejahre also 25+ Jahre, die man gemeinsam verbracht hat, Peter hat selbst von den gemeinsamen schönen Zeiten geschrieben.
Fakt ist, Peter hat sich vor weder vor 5 noch vor 10 noch vor 15 Jahren getrennt, sondern, obwohl das Problem da schon eine Weile bestand, ist geblieben. Das lege ich ihm nicht zum Nachteil aus, als den du es verstanden wissen willst, sondern ich schreibe, es hat also Dinge gegeben, die haben ihn bewogen zu bleiben. Manches davon besteht vielleicht noch immer. Und nach so vielen Jahren sich zu einer Veränderung durchzuringen, ist super schwer, so daß es vielleicht hilfreich wäre, sich in diesem Prozess unterstützen zu lassen.
All das würde ich einer Frau in gleicher Situation genauso auch raten, namentlich, kommt für dich eine Unterstützung durch einen neutralen Dritten in Betracht, wäre das vielleicht ein nächster Schritt für dich (also ihn Peter)?
Hier spricht sich keiner dafür aus, daß Peter weiter einfach etwas ertragen soll, sondern es gibt hier Stimmen, die nach konstruktiven Wegen suchen, die Starre, denn wenn es so einfach wäre, wäre er doch längst getrennt, aufzubrechen suchen.