Mit ist gerade ein Gedanke durch den Kopf gegangen. Würde man einen Single, der 20 Jahre so lebt, auch kritisieren, dass er nicht aussteigt und sich nicht endlich eine Frau nimmt, um das Zölibat zu beenden? Bitte versteht mich nicht falsch, ich könnte das auch nicht, jeden Abend neben einem Mann liegen und es geschieht nichts, jahrelang…. Ich glaube er hätte schon nach kurzer Zeit meine Stimmung mitbekommen

, ohne darüber zu reden.
Was ich aber gedacht habe - Peter hat trotz Zölibat ein Familienleben geführt, wenn auch in abgespeckter Form. Und vielleicht wollte er all die Jahre nicht darauf verzichten. Er hatte das, was ein Single nicht hat außer 6. und vielleicht war sein „Leid“ ihm deshalb nicht richtig so schlimm vorgekommen, dass er lieber allein wäre. So wie man von einem Single nicht erwarten kann, dass er nach 20 Jahren Singleleben auf einmal den perfekten Partner abgibt und den gemeinsamen Alltag locker wuppt, so kann man auch von einem Familienvater nicht erwarten, dass er all das, was er hat, einfach aufgibt und alleine glücklich ist.
Ich selbst bin anders drauf, das ist nur meine spontane Überlegung dazu.
Peter hat es nicht geschafft früh genug auszusteigen, als die EF angefangen hat ihm das Körperliche zu verweigern, und ist der Familie zuliebe geblieben. Nach 20 Jahren kam er erst auf diesen Gedanken, als er gemerkt hat, wie schön das ist, worauf er freiwillig die ganze Zeit verzichtet. Davor war das wohl nicht so präsent.
Was würden die Männer hier schreiben, wenn eine Frau behaupten würde, sie überlege sich den Mann zu verlassen, weil er Impot. ist? Hier würde Verständnis für den Mann herrschen, nehme ich an, denn er kann das eventuell nicht anders. Von einer Frau wird meist erwartet, dass sie immer kann, sie muss ja keinen hoch bekommen dafür (Entschuldigt). Ich will die Frau hier nicht in Schutz nehmen, sie hat sich offenbar nicht mal bemüht etwas zu ändern. Ist nur allgemein ein Gedanke
🙈