@darkenrahl Nein, es ist aus seiner Sicht sicherlich nicht falsch und er hat alles Recht der Welt, zu gehen.
Für seine Frau wird es wahrscheinlich härter als für ihn. Sie hatte ihre "Lösung" schon gefunden und sich trotz der nicht funktionierenden Beziehung im Leben eingerichtet. Das wird ihr dann zu einem gewissen Teil weggenommen, damit muss sie dann zurechtkommen. Und wie viele aus eigener Erfahrung wissen, ist diese Ohnmacht nicht schön. Aber ja - nicht das Problem vom TE. Für ihn ergeben sich neue Perspektiven.
Ich finde auch, bis jetzt macht es der TE sehr gut. Ich will nur sagen, dass er mit Bestimmtheit nicht nur das Opfer dieser unglücklichen Beziehungsdynamik ist. Auch seine Frau wird zu gewissen Teilen das Opfer sein.
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x 2#421
darkenrahl Mitglied
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Zitat von DasWird:
Ich finde auch, bis jetzt macht es der TE sehr gut. Ich will nur sagen, dass er mit Bestimmtheit nicht nur das Opfer dieser unglücklichen Beziehungsdynamik ist. Auch seine Frau wird zu gewissen Teilen das Opfer sein.
Das kann sein, wissen wir leider nicht. Nur war ihre Opferrolle ganz sicher angenehmer als seine, sonst hätte sie das angesprochen.
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x 1#422
A
Nach 26 Jahren Ehe möchte ich mich trennen
x 3
ElGatoRojo Mitglied
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Zitat von DasWird:
ob ich merke, dem anderen geht es um Sex oder eben um mich.
Wie genau kann man das merken in Beziehung und Ehe? Es ist doch pure Heuchelei, wenn eine Frau zu verstehen gibt, es ginge "nur um Sex", wenn man in Ehe oder Beziehung über dieses Fehlen reden will. Kann mir gut vorstellen, dass es @Peter9871 irgendwann leid war, dauernd dieselbe Frage zu stellen, auf die die stets gleiche nichtssagende oder ausweichend labernde Antwort folgte.
Zitat von DasWird:
und sich trotz der nicht funktionierenden Beziehung im Leben eingerichtet. Das wird ihr dann zu einem gewissen Teil weggenommen, damit muss sie dann zurechtkommen. Und wie viele aus eigener Erfahrung wissen, ist diese Ohnmacht nicht schön.
Tja - so gesehen ist seine Ohnmacht sicherlich ebenso "nicht schön". Er musste sich auch ja irgendwie einrichten. Er allerdings isat inzwischen so mutig, dass er eben auch auf manche positiven Asdpekte im Leben mit ihr verzichten will.
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x 4#423
Heffalump Mitglied
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Zitat von Peter9871:
Nochmal, ich möchte das so "nett" wie möglich machen, auch wenn das wahrscheinlich nicht geht, versuchen möchte ich es dennoch. Das wird viel Zeit kosten, Mühe und viele Tränen. Aber ich möchte meiner Frau auch später in die Augen sehen können, sie ist immerhin die Mutter unserer Kinder.
Gute Einstellung
Trotzdem wirst du mit deiner Frau reden müssen. Du kennst sie am Besten. Aber - die Möglichkeit besteht, das Sie zur Gänze anders reagiert, als du denkst.
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x 2#424
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Peter9871 Mitglied
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Sicher ist nicht nur sie für die Situation verantwortlich, ich habe meinen Teil dazu beigetragen, indem ich mit den Pferden nichts zu tun haben wollte, ich hätte natürlich auch da mitmachen können, dann wäre das sicher etwas anders ausgegangen, aber ich kann damit so gar nichts anfangen, null. Außerdem hatten wir noch einen Sohn, den konnten wir ja nicht alleine lassen, und Pferde waren auch nicht sein Ding. Er war 8 als das anfing. Ich habe auch meine Hobbies, klar, irgendwann langweilt man sich und sucht sich was, die finden aber alle zuhause statt.
Die fehlende Intimität ist halt ein Ding, wofür ich nichts kann, das liegt alleine bei ihr, das ist im Kopf, eine Blockade oder so etwas, da fehlt jedes Verlangen, und es kommt auch nichts, wenn man sich Mühe gibt. Bei mir ist das leider ganz anders, Mann eben, haha. Typisch würde man sagen. Mit den Jahren lernt man damit umzugehen, das ist daher nicht DAS Kriterium, dass jetzt so wichtig wäre.
Mir fehlt eher die normale Zuneigung, Interesse für den anderen, was er so tut und macht, den anderen mal überraschen, ihn mal einladen, ihn mal mit strahlenden Augen ansehen, wenn er nach Hause kommt, eine kleine oder große Reise machen, neues entdecken, kleine Dinge, die das Leben schöner machen, das fehlt vollständig. Bei mir aber auch, es ist halt keine Zuneigung mehr da, da möchte man mit dem Partner nicht mehr gerne Zeit verbringen.
Bei uns ist das sicher auch ein Teil "Gewohnheit", wir leben schon sehr lange zusammen, 34 Jahre lang, wir waren noch sehr jung und sind sehr schnell in eine Wohnung gezogen. Dass nach so langer Zeit die Gefühle verschwinden ist wohl eher normal als selten. Das müssen wir beide einsehen, ich habe es schon, sie arbeitet noch daran.
Die nächsten Tage werden da sicher mehr ergeben, sie braucht ihre Zeit es zu verarbeiten.
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x 9#425
Heffalump Mitglied
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Zitat von Peter9871:
Interesse für den anderen, was er so tut und macht, den anderen mal überraschen, ihn mal einladen, ihn mal mit strahlenden Augen ansehen, wenn er nach Hause kommt, eine kleine oder große Reise machen, neues entdecken, kleine Dinge, die das Leben schöner machen, das fehlt vollständig
Schlimm, belastend
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x 1#426
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Arnika Mitglied
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Das hab ich schon so oft gehört und ist bitter bis tragisch. Nur wegen einer Behausung, Gewohnheit und Bequemlichkeit auf die wichtigsten Dinge im Leben zu verzichten, kann nicht richtig sein. Man hat keine Verpflichtung, sein Leben zu versch.., nur damit der andere sich nicht bewegen muss. Weil erfüllt kann der andere ja auch nicht sein, hat nur schon mehr aufgegeben und sich besser im Mangel arrangiert. Das ist aber weder vorbildlich noch erstrebenswert.
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x 2#427
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Peter9871 Mitglied
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Was mich auch umtreibt ist die Geschichte meiner Mutter, die zu ihrem Mann hielt, obwohl er sie Jahrzehnte wirklich schlecht behandelte. Es wäre sicher viel besser für sie gewesen, wenn sie sich von ihm getrennt hätte. Einige Male war sie fast so weit, hat es aber dann doch nie gemacht, sie war Hausfrau, und wirtschaftlich total abhängig. Das war ein trauriges einsames Leben, sie war seine Bedienstete, er hat zu Hause nichts gemacht, ein Pascha aus dem Lehrbuch. Als er starb, war sie zu alt und zu krank, um noch etwas zu unternehmen.
Will ich auch irgendwann in 25 Jahren sagen: "Wieso bloß hast du damals nicht den Abflug gemacht und hast neues Glück gesucht?" Nein. Ich bin sehr sicher, dass ich mir das vorwerfen werde. Das lässt eigentlich alle meine vielen Zweifel verschwinden.
Klassische Midlife-Crisis-Gedanken, ja, das ist mir klar. Aber ich werde mir das vorwerfen, und mich dafür hassen, dass ich nichts gemacht habe.
Ihr seht, ich habe mich entschieden, ich bin mir sicher, nur wird es sehr schwer, erstens meine Frau zu überzeugen, dass wir und trennen, denn sie will es nicht, und zweitens die Suche nach einer vernünftigen Unterkunft wo ich wohnen und arbeiten kann, das wird hier wirklich sehr schwer werden.
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x 9#428
Heffalump Mitglied
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Zitat von Peter9871:
und zweitens die Suche nach einer vernünftigen Unterkunft wo ich wohnen
Als Übergang ginge auch ne Ferienwohnung, wenn du nichts findest, allerdings kann man auch Makler beauftragen, was zu finden, wenn dir die Zeit zu fehlt. Allerdings rate ich dir, trotzdem einen Anwalt für Familienrecht aufzusuchen, damit du aktuelle Infos zu deinem Vorhaben hast.
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x 3#429
Birkai Mitglied
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Zitat von Peter9871:
nur wird es sehr schwer, erstens meine Frau zu überzeugen, dass wir und trennen, denn sie will es nicht
Vielleicht hab ich es überlesen. Hast du die Trennung bereits ausgesprochen?
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x 1#430
Ema Mitglied
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Zitat von Peter9871:
Nein. Ich bin sehr sicher, dass ich mir das vorwerfen werde. Das lässt eigentlich alle meine vielen Zweifel verschwinden.
Hmm, es kann aber auch sein, dass du über das Vorbild deiner Mutter unbewusst verinnerlicht hast, dass man um jeden Preis durchhalten muss. Man darf nicht die Macht dessen unterschätzen, was sich tief ins Unterbewusstsein eingegraben hat.
Zitat von Peter9871:
bin mir sicher, nur wird es sehr schwer, erstens meine Frau zu überzeugen, dass wir und trennen
Ganz hart gesagt: Du musst sie nicht überzeugen. Wieso glaubst du das? Wenn dein Entschluss steht, dass du so nicht mehr weitermachen möchtest, dann genügt das. Du brauchst ihre "Erlaubnis" und ihr Einvernehmen nicht. Mach dich eher darauf gefasst, dass dir von ihr Widerstand in allen möglichen Formen entgegenschlagen wird.
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x 7#431
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Peter9871 Mitglied
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Zitat von Birkai:
Vielleicht hab ich es überlesen. Hast du die Trennung bereits ausgesprochen?
Nein, ich habe ihr noch nicht gesagt, dass ich mich trennen will, weil ich immer noch mit dem Für und Wider gehadert habe. Seit 2 Wochen grüble ich darüber, und schlafe deswegen kaum noch. Heute Nacht war um 1 Uhr mal wieder Schluss. Aber es wird immer klarer, ich bin mir jetzt sicher und werde das auch ansprechen.
Sie hat aber mir schon gesagt, dass sie sich nicht von mir trennen möchte, jetzt will sie mich dauern küssen, umarmen usw. War irgendwie klar, dass das jetzt so kommt, sie will nicht loslassen.
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darkenrahl Mitglied
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Zitat von Ema:
Ganz hart gesagt: Du musst sie nicht überzeugen. Wieso glaubst du das? Wenn dein Entschluss steht, dass du so nicht mehr weitermachen möchtest, dann genügt das. Du brauchst ihre "Erlaubnis" und ihr Einvernehmen nicht. Mach dich eher darauf gefasst, dass dir von ihr Widerstand in allen möglichen Formen entgegenschlagen wird.
Sehe ich auch so. Da könnte, muss nicht, einiges auf dich zu kommen. Darum beachte den Rat von @Heffalump betreffend Anwalt. Vorbeugen ist besser als heilen
Sie hat aber mir schon gesagt, dass sie sich nicht von mir trennen möchte, jetzt will sie mich dauern küssen, umarmen usw. War irgendwie klar, dass das jetzt so kommt, sie will nicht loslassen.
Ich würde mich nicht darauf einlassen denn das ist nur Moment um dich zu halten. Nach kurzer Zeit wird sie ins alte Schema zurück fallen. Erkläre ihr warum dass du dich trennen möchtest und auch das warum.
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x 5#434
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DasWird Mitglied
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@Peter9871 Du hast geschrieben, sie will sich nicht trennen. Nein, du wirst sie nicht überzeugen können, sie will diese Trennung ja gar nicht.
Wenn du gehst, wirst du die Verantwortung für die Trennung übernehmen müssen (nicht für die schlechte Beziehung), auch nach aussen. Es ist deine Entscheidung.
Mein Ex wollte das auch so "deichseln", dass die Trennung ein gemeinsamer Entschluss sei. Er wurde richtig wütend, als ich das nicht unterstützt habe. Aber nein, das war kein gemeinsaner Entschluss, ich wollte dieses unser Leben behalten. ER wollte es, also sollte er auch dazu stehen.