@GreenTara
Zitat von GreenTara: Ein wirklich weit vorausschauender Mensch.
Sowas war für meine Elterngeneration noch völlig
normal.
Ich habe meinen seligen Vater auch manchmal genervt, daß ich einen Hund wollte.
Er meinte nur, das käme gar nicht in Frage. Noch sei ich in der Schule. Wohin es mich in ein paar Jahren verschlagen werde, wenn es in Ausbildung/Studium und dann in den Beruf gehe, könne man noch gar nicht absehen. Hunde werden aber meist älter als ein paar Jahre. Und er habe keine Lust, dann als Pflegevater übrig zu bleiben, weil ich den Hund nicht mitnehmen könne, wo immer es mich dann hinzieht. Er selbst wolle für sich nämlich keinen.
Fand ich schade. Hab`s aber akzeptiert.
Er behielt übrigens recht: Nach dem Abi zog es mich mehrfach bis ins Ausland. Da hätte ich keinen Hund gebrauchen können. Er wäre also entweder als Pflegevater zurückgeblieben, oder der Hund hätte weggegeben werden müssen.
Manchmal ist weniger mehr.
Heute kaufen Leute sich einen Hund, weil ihnen während der Pandemie langweilig ist. Kaum müssen sie wieder ins Büro, werden die Tierheime voll. Das sind aber meist dieselben, die sich kaputt lachen, wenn jemand vorausschauend denkt und sie vorher schon genau vor sowas warnt. "Du bist immer so ernst! Das ist doch langweilig! Man muss den Dingen auch einfach mal ihren Lauf lassen! Bleib doch mal locker!"
Ich pfeife auf diesen Carpe diem-Typus.
Allerdings kann man die Vergangenheit nachträglich nicht mehr ändern.
Der Hund der TE war da. Die Kinder kümmerten sich jahrelang nicht um ihn. Also hat sie ihn - auch aus den von Dir zitierten Vorsorgegründen - jetzt abgeschafft.
Klar wäre es besser gewesen, ihn gar nicht erst anzuschaffen. Aber ihr nun Empathiefreiheit vorzuwerfen, geht meines Erachtens zu weit. Wie gesagt: Sie hat einen guten Platz für ihn besorgt - persönlich. Sie hätte ihn auch einfach im Tierheim abgeben können. Manche sind sogar so asozial und setzen ihre Hunde einfach aus.
Ich finde es panne, sie mit solchen Leuten zu vergleichen. Das ist alles.