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380

Tod einer ungeklärten Liebe

S
@Kauzette
Magst du denn meine Fragen unter 148 beantworten oder ist dir das zu nah?

#151


A
Zitat von Heffalump:
Ich hab auch gut zehn Seiten nicht mitgekriegt

Dann LESE bevor du antwortest. Das hat auch was mit Respekt der TE gegenüber zu tun.

x 1 #152


A


Tod einer ungeklärten Liebe

x 3


Heffalump
Zitat von Akelei76:
Das hat auch was mit Respekt der TE gegenüber zu tun.

Warum sollte ich?

Respekt ist keine Einbahnstraße

#153


K
@Heffalump
Falls ich dir gegenüber respektlos gewesen bin, zeig mir gern wo. Ich habe bisher nur eine Person direkt kritisiert, ansonsten eine generell aufgetretene Dynamik hier. Dich habe ich da nicht als treibenden Faktor erlebt, sondern eher als reaktiv.

Ansonsten habe ich ja nicht grundsätzlich etwas gegenüber Off-Topic-Beiträgen, es macht es mir nur schwerer, wenn ich nicht die ganze Zeit vorm Rechner sitze (im Gegensatz zu der ein oder anderen Behauptung, habe ich durchaus ein Leben/eine Gegenwart), auf alles einzugehen. Das würde ich aber an sich gern, weil ich mich grundsätzlich freue, wenn sich jemand äußert, Fragen oder Einwände hat. Darum hatte ich ja auch gebeten. So muss ich aber durch viel mehr Text und Beiträge scrollen, bevor ich das finde, was dann wieder relevant und eigentlich Thema ist.

(Ich versuche wirklich noch auf das ein oder andere nachträglich zu antworten. Etwas Geduld hier.)

x 1 #154


Pippa
Zitat von Arnika:
dass jemand „Geh bitte“ als Platzverweis auffassen könnte. War das zu kryptisch? Zu wenig Klarheit? Zu vage oder gar ambivalent?

Leider ja. 😄 Außerhalb bestimmter Regionen versteht eben nicht jeder "Geh bitte" als "Ach bitte!".
Manche lesen da ganz schlicht das, was dort steht. Das ist ein sprachliches Missverständnis – kein Grund für Spott.

x 6 #155


Arnika
@Pippa „Geh bitte“ ist nicht dasselbe wie „Ach bitte“ - denn „Geh bitte“ bedeutet, man kommt sich durch die Aussagen einer Person verar scht vor und teilt ihr das so kurz, bündig und eben hier dann nicht grenzenverletzend mit.

#156


K
"Antworte hier, respektvoll, hilfreich, sachlich." - Interessant, was im Feld für die Antworten steht.

Anyway, ich versuche mal wieder, das ein oder andere richtig zu stellen und zu beantworten. Ich werde, mal wieder, Lücken lassen müssen, Missverständnisse erzeugen, nicht alles beantworten können, was an der besagten Dynamik hier liegt: Ich kann nicht so schnell alles erklären und schreiben, wie andere hier deuten.

Zunächst einmal zu der wieder spöttisch angesprochenen Diskretion. Es gibt verschiedene Gründe, warum ich etwas nicht gesagt habe.

1. Diskretion, um ihn und sein Umfeld zu schützen
2. Das Auslassen des Kontextes, um nicht von vornherein in einer Schublade zu landen, die eine weitere Beschäftigung damit geradezu ausschließt und mir dann nicht weiterhilft
3. Das Fehlen von Informationen, weil ich es bisher einfach nicht beschrieben habe, da entweder a) mir die Zeit oder Lust dazu fehlte oder b) ich es nicht für relevant hielt, worin ich mich natürlich täuschen kann.

Aufgrund der Tatsache, dass ich in psychotherapeutischer Behandlung war zu schließen, ich hätte mehr oder minder eine schwere Persönlichkeitsstörung oder man würde, wenn man wg. Depressionen in Behandlung ist den ganzen Tag weinen oder allen davon erzählen, was dann seinerseits aufgrund dieser Tatsache zu Mitleid führen sollte, klingt für mich in beiden Fällen nach einem sehr merkwürdigen Bild von Psychotherapie und/oder auch von Depressionen. Gleichzeitig habe ich nie ein Alter genannt in dem ich zu der Zeit war, 18 sicherlich nicht. Was mich zum nächsten Punkt kommen lässt, den ich gern richtig stellen möchte:

"Grooming" war mir bisher nicht bekannt als lediglich auf Kinder/Jugendliche ausgerichtet. Für mich ist bei dem Begriff anderes relevant gewesen: eine Machtasymmetrie (wie ja auch bei Kindern und Erwachsenen), das Anfüttern durch bestimmtes Verhalten und das wesentliche Kernelement, dass etwas passiert (was auch immer das dann ist), was geheim gehalten werden soll oder durch die Umstände geheim gehalten werden muss. Das sorgt für gewisse Effekte, weil man sich sozial kaum absichern kann, was Realität ist und was nicht, es erhöht emotionale Abhängigkeit usw.
Letztlich eine wunderbare Basis für Manipulation. - Ich werfe ihm das nicht vor. Teilweise ergab sich das einfach aus der Situation und dem Kontext. Wie gesagt, beide haben sich zeitweise unmoralisch oder unlauter verhalten.

Was mich zum nächsten Punkt führt, warum ich heute daran noch herumnage: Es gab durchaus riskante Momente, in denen es hätte eskalieren können, in denen Dritte hätten etwas bemerken können und teilweise auch bemerkt haben. Hauptsächlich waren das Momente, in denen er etwas tat oder sagte, merkwürdig reagierte, teilweise die Kontrolle verlor. Er hatte offensichtlich Angst und das waren Situationen, in denen es möglicherweise zu gewaltigem Reputationsverlust hätte führen können. Es ist nun bekannt, was Stress für hormonelle Cocktails ausschüttet und dass die Personen, die diese Erfahrungen miteinander teilen ein sehr eigenes Verhältnis zueinander entwickeln. Nicht ohne Grund ist es so, dass man mittlerweile Paaren rät, gemeinsam Extremurlaube zu machen, da die Hormonausschüttung zusammenschweißt.

Ja, wir hatten beide Angst. Ja, das ist furchtbar. Wir waren aber nun mal in der Dynamik drin und steckten beide irgendwie fest. Einer der Gründe, warum ich ständig versuchte, Klarheit zu schaffen, um es eben besser kontrollieren zu können. Er wollte es nicht, deshalb habe ich ihn in Ruhe gelassen.
Was mich zum nächsten Punkt führt: Schuldgefühle. Natürlich hatte ich die. Durchgehend. Ich wusste, dass ich die Situation ausgelöst hatte. Trotzdem habe ich das runtergeschluckt und versucht beiseite zu schieben, wenn er mich dann wieder angegrinst hat und offensichtlich Spaß daran hatte. (Es gab Phasen mit beidseitigem Distanzierungswunsch, dann hatten wir beide wieder Spaß daran, das schwankte.)

Einer der Situationen war, dass er in meiner Anwesenheit plötzlich und sehr konstruiert über ein Paar und deren verbotene, heikle Liebesgeschichte erzählte, obwohl er seit Jahren von meinen Gefühlen wusste. Er grinste dabei und war gleichzeitig sehr schüchtern und verlegen. Diese Situation war, um auch das nochmal klarzustellen, nicht am Anfang von Phase 2 sondern am Ende davon. Also zu einem Zeitpunkt als wir schon seit Jahren in dieser Dynamik steckten.
Als ich daraufhin lediglich gluckste, weil ich dachte, was macht er jetzt, ist er fast kollabiert, brach ab, ist komplett aus der Situation raus. Ich dachte "Ach du sch., was ist jetzt passiert". Er sah mich dann wieder an, fragend, ich lächelte vorsichtig, daraufhin beruhigte er sich.

Generell zur Schwarzweiß-Malerei hier: Wenn es so einfach wäre, dass es mir nur um pubertäre oder vorpubertäre Liebesbegriffe gehen würde, wäre ich nicht hier. Es ist kein Gänseblümchen "Er liebt mich"/"Er liebt mich nicht"- Programm hier, sondern mir geht es darum eine uneindeutige, hochkomplexe Geschichte zu verstehen.

#157


S
@Kauzette hm, was willst Du im Nachgang verstehen, wenn Du ihn nicht mehr fragen kannst?🤷🏻‍♀Da bleiben doch nur Mutmaßungen und jede Menge an Deutungsmöglichkeiten.

x 2 #158


Hola15
@Kauzette

Leider fördern auch deine weiteren Erläuterungen keine neuen konkrete Hinweise, dass es für ihn mehr als maximal (!) temporärer Flirt war.

Es deutet in deinen kryptischen Ausführungen auch nichts auf Grooming hin, denn nicht er hat unter dem Mantel der Verschwiegenheit seine Machtposition ausnutzen wollen. Wenn, wolltest du etwas von ihm.

Es wirkt von Außen tatsächlich so -zumindest auf mich- dass du dich da in etwas verrannt hast.
Wenn ein wenig flirten (?) dich in jahrelange Gedanken treibt und du Nachforschungen über ihn anstellst.

Von mir aus kannst du für dich einen Abschluss finden, indem du dir die Bedeutung zumisst, die du gern gehabt hättest. Wenn’s dir gut tut.

Aber ich sehe da nichts, auch nichts hochkomplexes, wenn du das wissen willst und das deine Fragestellung hier ist.

x 2 #159


A
Zitat von Kauzette:
Falls ich dir gegenüber respektlos gewesen bin, zeig mir gern wo.

Warst du nicht. Sie kann nur einfach nicht zugeben, dass es daneben ist, in einem Thread mitzuquatschen und ihn nicht mal ganz zu lesen.


Zitat von Kauzette:
Es ist kein Gänseblümchen "Er liebt mich"/"Er liebt mich nicht"- Programm hier, sondern mir geht es darum eine uneindeutige, hochkomplexe Geschichte zu verstehen.

Das mag ja sein, aber ich glaube du wirst lernen müssen, Dinge stehen zu lassen. Denn es hat sich in all den Jahren nicht geklärt, wie sollte es denn jetzt passieren.

Ich wünsche dir herzlich, dass du im realen Leben mit jemandem sprechen kannst, der alle Details kennt. Denn so wie du es hier beschreibst, wird dir hier keiner helfen können.

Es geht wohl allein darum, wie DU lernst einen Umgang mit dem zu finden, der dich beruhigt.

Warst du an seinem Grab?

x 2 #160


C
Zitat von Kauzette:
Einer der Gründe, warum ich ständig versuchte, Klarheit zu schaffen, um es eben besser kontrollieren zu können. Er wollte es nicht, deshalb habe ich ihn in Ruhe gelassen.


Das ist der Punkt. Er hat sich dir verweigert klar über die Situation zu sprechen.
Statt dessen halt diese Spielchen.

Die haben dir Spaß gemacht, sonst wäre es dir frühzeitig zu blöd geworden und ihm, weil er so jemanden hatte, wo er ein bißchen Kontrolle drüber ausüben konnte. Das kickt wunderbar und kann die Hormone über Jahre befeuern.

Genau da kannst du ansetzen. Hör auf ihn in irgendeiner Form verstehen zu wollen und schau allein bei dir, wie du es schaffen kannst, dich von ihm und seinen Einfluss zu befreien. Du kannst in dir den Anker finden, den er nicht mehr beeinflussen kann.

Dazu gibt es verschiedene Techniken aus der Psychotrickkiste, die du ausprobieren kannst. Verbale Erdung, Nervensystemberuhigungsansätze, Gedanken Stopp Methode. Kannst dich da ein bißchen mit ausprobieren, bis du das passende findest. Das wendest du an. Immer wieder, wenn deine Gedanken und Gefühle zu sehr zu ihm hindriften. Du holst dich immer wieder zurück. So lange bis dein Gehirn umschaltet, die Emotionen folgen und du bei dir bleiben kannst.
Dann verändert sich dein Blick auf die gesamte Situation.

Er wird ja nicht der einzige sein, wo es eine Verbindungen zu gab, die etwas drüber ist. Er war vielleicht eher derjenige der am meisten haften blieb? Jedenfalls sollte er nicht die Macht über seinen Tod hinaus haben dich noch so zu fesseln. Mach dich nicht unglücklich. Der Mann ist tot. Du hast noch viel Leben vor dir.

Was seine indirekte Nachricht angeht.
Ich bin der Überzeugung in so einer Situation fühlt man das. Von daher spreche ich es dir nicht ab, wenn du das so für dich siehst. Nur bedenke dabei bitte, was für ein unverschämtes Verhalten das dann von ihm ist. Dir als die Gelegenheiten da waren Ansprache/Ausprache zu verweigern, aber dann zum letzten damit kryptisch rüber zu kommen. Das spricht nicht für ihn, das spricht rein gegen ihn und nichts anderes.

Das wäre pures sadistisches Verhalten, genauso wie dir genüßlich die Ausprache zu verweigern.
Ein Mensch der dich wirklich mochte hätte sich niemals so verhalten. Aber durchaus jemand der den Kick genoß.

Es gibt Menschen die sind total in sich gefangen. Das darf und sollte jedoch bei ihnen bleiben. Du bist nicht dafür da anderen ihre Baustellen zu sanieren. Den Punkt hast du zu seinen Lebzeiten verpasst. Deshalb jetzt um so wichtiger den Abstand rein zu bekommen.

Dein erster Akt der Befreiung könnte sein, dass du ganz bewusst nicht nachforschst, wer den Nachruf auf wessen Anweisungen hin gestaltet hat. Du musst nicht seine Rätsel lösen. Ganz sicher nicht.
Du forschst nicht nach und das üble Gefühl dabei hältst du einfach mal aus bis es nachlässt. Je weniger du davor davon läufst desto schneller wird es leise. Schon hast du den Start zu deiner Selbstwirksamkeit.

Du musst ihn nicht vergessen. Nur vom Podest runter holen. Deinetwillen.





Was das "Geh bitte" und Co. angeht.

Fahrt zur Hölle....

Wäre ein Spruch aus meiner Gegend.

x 6 #161


Heffalump
Zitat von Kauzette:
sondern mir geht es darum eine uneindeutige, hochkomplexe Geschichte zu verstehen

Wärest du denn zufrieden, wenn du es verstehen könntest?

x 1 #162


ElGatoRojo
Zitat von Kauzette:
sondern mir geht es darum eine uneindeutige, hochkomplexe Geschichte zu verstehen.

Es ist keine komplizierte Geschichte, sondern eine ganz einfache. Du hast ihn nicht bekommen.

Kenne so eine Geschichte selbst ebenso - da war ich 18 und es ging nur bis Petting. Das hat zu oft nichts mehr mit Liebe zu tun, sondern ist einfach nur eine starke Ego-Verletzung. Die kann dich - wie man auch bei dir sieht - noch Jahre beschäftigen. Um davon los zu kommen bedarf es des Gegensteuerns. Ganz verkehrt ist das ewige Umrühren der Sache in deinen Gedanken - du wirst keine Erklärung so finden, aber verfestigst das Ereignis dadurch um so mehr. Ebenso natürlich auch dadurch, in dem du der Sache eine übersteigerte womöglich literarisch-poetische Bedeutung gibst.

Lese die letzte Seite von Francoise Sagan "Ein gewisses Lächeln"

x 3 #163


L
@Kauzette ich verstehe immer noch nicht, worin genau seine Grenzverletzungen bestanden. Hat er dich berührt, geküsst, umarmt? Nur weil er dir eine Geschichte von einem Liebespaar erzählt und dabei grinst... ?

#164


E-Claire
Zitat von Kauzette:
Ja, wir hatten beide Angst. Ja, das ist furchtbar. Wir waren aber nun mal in der Dynamik drin und steckten beide irgendwie fest. Einer der Gründe, warum ich ständig versuchte, Klarheit zu schaffen, um es eben besser kontrollieren zu können.

Hinschauen.

Genau hinschauen.

#165


A


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