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Toxischer Partner und Vater meines Kindes

glueckantonia

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Hallo an alle,

ich bewege mich ganz neu auf dem Feld der Foren. Ich suche nach guten, sehr guten Ratschlägen und weiteren Schritten, die ich einleiten muss, um mich aus meiner aktuellen Situation zu befreien um hoffentlich wieder glücklich zu werden. Für mich, aber auch für mein Kind.

Der Titel verrät, so glaube ich, schon das Meiste. Ich bin der absoluten Überzeugung, in einer toxischen Beziehung zu sein. Toxisch, weil: Er mich beleidigt, mich bewusst verletzt und es ihm egal ist, wie sehr mich manchmal seine Worte treffen. Er mich geschlagen hat und er der Meinung ist, ich hätte es verdient. Er schreit mich manchmal an, verdreht die Tatsachen, gibt mir immer, wirklich immer die Schuld für alles. Egal, ob das Kind weint oder der Haushalt nicht gemacht wurde, dann bin ich faul oder eine schlecht Mutter und sagt, mein Kind hat Angst vor mir. Wehre ich mich, heißt es: Ich würde keine Rücksicht auf ihn und seine Bedürfnisse nehmen. Ein normales Gespräch ist nicht möglich. Er macht dicht. Sagt nichts, schweigt. Schreibt, wenn überhaupt, eine WhatsApp, in denen ich zumeist beschimpft werde. (Vielleicht zur Einordnung: Ich arbeite 30 Stunden/Woche, unser Kind geht in die Kita. Ich bringe sie hin und hole sie auch wieder ab, koche, mache den Haushalt, organisiere alles drumherum und falle abends gegen 21h müde ins Bett)

Bevor er mir gegenüber handgreiflich wurde, waren alle Unternehmungen eine Katastrophe. Er hatte keine Lust, fing einen Streit an: Ich würde ihm ja seine wertvolle Arbeitszeit nehmen. Er schmiss mich aus der gemeinsamen Wohnung raus, sperrte mich aus, nahm mir meine Autoschlüssel weg. Er ist beleidigt, wenn ich ihn Toxisch nenne. Unterstellt mir, ich wäre nicht Überlebensfähig. Usw. usw. usw.

Mir ist sehr sehr deutlich, dass ich gehen muss. Ich will auch gehen! Eine Anzeige gegen ihn ist raus, die Polizei war auch da. Mir hat es gereicht. Ich weiß, ich bin stark genug, um das durchzuziehen. Und doch weiß ich nicht, was ich eigentlich genau tun soll. Es klingt paradox. Erklären kann ich es nicht. Ich brauche eine Wohnung, dass weiß ich und ich suche. Aber was dann? Welche Schritte sind nötig, um ihren Nachnamen zu verändern, Unterhalt einzufordern für sie, ggf. das Sorgerecht streitig zu machen? Kann ich einfach so umziehen und die Adresse ändern ohne das Einverständnis des Vaters? Ich muss die Kita wechseln, weil ich die Stadt verlassen will. Was sage ich denen? Ist es überhaupt gut für die Kleine aus der Kita gerissen zu werden? Was ist mit dem Job? Wo fange ich an? Ich brauche so eine Art Fahrplan, der mir aufzeigt, was ich als nächstes tun muss. Könntet ihr mir dahingehend helfen?

Vielen Dank! Antonia

17.09.2022 21:10 • x 2 #1


Femira

Femira

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Hey Antonia und willkommen hier!
Als Fahrplan: Informationen sind Macht.
1) Schau mal eure gemeinsamen Finanzen und seine durch und fertige Kopien an. Gerade bei Unterhaltsstreits ist es wichtig, über seine Finanzen im Bilde zu sein.
2) mach einen Termin bei einem Familienanwalt und lass dich beraten.
3) mach einen Termin beim Jugendamt und lass dich beraten.

Kannst du erstmal mit dem Kind irgendwohin? Unter einem Dach zu leben, stelle ich mir schwierig vor.
Als Tipp: zeige nun alles an. Wenn er sich ausfällig gegenüber der Tochter zeigt, dann Kindeswohlgefährdungsanzeige ans Jugendamt. Droht er dir, Polizei.

17.09.2022 21:40 • x 4 #2



Toxischer Partner und Vater meines Kindes

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Brightness2

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Liebe @glueckantonia,

magst du bitte ein wenig erzählen, wie eure Lebensumstände sind? Wie lange ihr zusammen seid, verheiratet oder verpartnert, wie alt ihr seid, wie alt euer Kind ist. Wie ist das Vater-Kind Verhältnis, welche Bindung besteht? Seit wann ist er dir gegenüber gewalttätig, bedroht er auch das Kind? Unter welchen Umständen war die Polizei da, was ist passiert, wer hat sie gerufen, was wurde protokolliert?

Es ist sehr schwierig eine Einschätzung auf Basis deiner bisherigen Erzählung zu geben. Vielleicht magst du ein wenig ausholen.

17.09.2022 21:42 • x 2 #3


Matroschka

Matroschka

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Hallo ,

Als Opfer Häuslicher Gewalt, könnte für Dich ein Frauen - Schutz - Haus ( ich schreibe es bewusst so , auch wenn es nur Frauenhaus heisst ) in Frage , es gibt auch Zweig WGs und vereinzelte Wohnungen - die Wohnzeit dort ist meist begrenzt, aber es reicht , um das Nötigste zu organisieren und Dir bzw Euch wird geholfen .

Leider sind Adressen / Einrichtungen sehr rar geworden , am besten stellst Du Dich so schnell wie möglich einer caritativen Einrichtung vor , es gibt Verbände die sich da spezialisiert darauf haben. Eine gute Stütze ist vorrübergehend auch das Jugendamt, dass kennt Anlaufstellen vor Ort und kann in andere Städte vermitteln - keine Angst , dafür sind die Familienhilfen da , um Euch in Sicherheit zu wiegen , insbesondere nach dem Du schon Anzeige erstattet hast .
Dort bekommst Du auch schon erste Rechtsauskunft , wie es dann Rechtlich und Finanziell weitergeht.

Nebenher brauchst Du ein eigenes Konto , wo auch das Geld vom Kind eingeht , die Beistandschaft des Jugendamtes ist nichts schlimmes , dort wird er dann den Unterhalt hin überweisen und das ist sehr sicher und zuverlässig, er muss unter den Umständen nicht wissen, wo ihr Euch auf haltet, auch bei der Familienkasse und anderen Intuitionen wie Handyvertrag , Krankenkasse kannst Du Bescheid sagen , dass keinerlei Informationen an deinen Ex Partner heraus gegeben werden, auch nicht vom Kind - das ist auch sicher und wäre dann schon Verletzungen des Datenschutzes. Ich hatte das mal vor Jahren, als es den Datenschutz noch nicht gab .


Ich drücke Dir die Daumen ! Sei stark und Tapfer , Du schaffst das .

Du solltest vorrübergehend bei Familie und Freunden unterkommen , ausserhalb der Stadt . Sollte er auch dort auftauchen, direkt wieder Polizei rufen.

17.09.2022 21:46 • #4


Matroschka

Matroschka

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Ich wollte nochmal kurz schildern, aus eigener Erfahrung, da ich auch zweimal in Frauen - Schutz - Haus fliegen musste . Es können traumatische Folgen haben , aber das fängt der Streit Situation der Elten und der gespannten Stimmung schon , nicht erst mit dem Wechsel der Kita / Schule, sondern spätestens mit der häuslichen Gewalt - Kinder wissen und spüren das etwas nicht in Ordnung ist.

Aber mit der richtigen Hilfe , bekommt man das gut therapiert, es ist zu Eurer Sicherheit und zu Euren Wohlergehen. Wenn dein Kind später Erwachsen ist, oder Dinge besser versteht , werden Gespräche helfen.

Wichtig ist ganz alleine , dass ihr in Sicherheit seid, dass Du für sie da bist und Du ihr vermittelst, dass Du liebst .

Unter keinen Umständen falsche Hoffnungen machen , also nicht sagen , Du siehst den Papa bald wieder oder ähnliches. Du weißt noch nicht, wie sie es sieht , es könnte auch für sie eine Erleichterung sein , dass sie ihn erstmal nicht sieht .

Meine Mutter dachte früher auch , ich Würde meinen Vater vermissen, dabei war dem gar nicht so, als wir das erstemal flohen. Ich stand tagelang unter Schock, als ich dann vor vollendete Tatsachen gestellt wurde , dass er zu uns zieht ...ich hatte das absolut nicht gewollt und auch so veräußert. Und so kam es dann zur 2ten Flucht und dem ersten Aufenthalt in einem Frauenhaus.

Einfach ist es nicht , aber lass Dich nicht entmutigen.

17.09.2022 22:02 • #5


Brightness2

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Zitat von glueckantonia:
Eine Anzeige gegen ihn ist raus, die Polizei war auch da.

Wer hat die Polizei gerufen, warum, was haben die Polizisten gemacht? Gab es einen Platzverweis, für wen?
Zitat von glueckantonia:
Welche Schritte sind nötig, um ihren Nachnamen zu verändern,

Beide leiblichen Eltern müssen der Namensänderung zustimmen.
Zitat von glueckantonia:
Unterhalt einzufordern für sie,

Das kannst du problemlos über das Jugendamt erledigen lassen.
Zitat von glueckantonia:
ggf. das Sorgerecht streitig zu machen?

Das geht nur, wenn schwerwiegende Gründe vorliegen, die das Kindeswohl betreffen. Ansonsten nicht.
Zitat von glueckantonia:
Kann ich einfach so umziehen und die Adresse ändern ohne das Einverständnis des Vaters?

Du darfst einfach umziehen, wohin auch immer du willst. Das Kind einfach mitnehmen, nein, das darfst du natürlich nicht. Euer Kind hat das Recht auf Mama und Papa.
Zitat von glueckantonia:
Ist es überhaupt gut für die Kleine aus der Kita gerissen zu werden?

Wie soll denn diese Frage anhand deiner Schilderungen sinnvoll beantwortet werden? Wenn eure Kleine eine gute Bindung zu den Erziehern in der Kita (Kindergarten?) hat, gut integriert ist und ihr soziales Umfeld -Freundinnen, Freunde- ist es nicht gut, sie dort heraus zu reißen.

17.09.2022 22:30 • x 1 #6


glueckantonia

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Hallo zusammen,

vielen Dank an @Femira. Es mag komisch klingen für Außenstehende, doch genau diese stichhaltige Art und Weise bringt zumindest ein wenig Klarheit über eine rationale Sicht der Sachlage. Ich habe mich genau deswegen an den Weißen Ring (darf ich das hier sagen?) gewendet und auch nochmal an einen Anwalt. Das Ziel ist mir ehrlich gesagt etwas unklar, aber es ist gut zu wissen, welche Rechte ich eigentlich habe. Bzw. wie ich aus meiner wirklich desolaten Situation rauskommen könnte. Es ist nämlich ein Spiel aus: Ich weiß, es läuft schief zu Habe ich ihm gegenüber vielleicht doch überreagiert? Es ist so fassungslos absurd. Und es dauert alles so ewig!

Allen anderen möchte ich gern sagen: Habt Dank für eure Zeilen. Nur ganz kurz: Die Polizei war da, weil er mich vor unserem Kind schlug. Und ich in dem Moment dachte: Er muss jetzt gehen. Und ohne die Hilfe der Polizisten wäre er nicht gegangen, denn er hat ja nichts getan (laut ihm). Das Jugendamt war diesbezüglich auf dem Schirm. Und ich glaube ihnen (also dem Jugendamt) auch, dass sie uns helfen wollen. Diese Hilfe habe ich, in Bezug auf das weitere Umgangsrecht mit unserem Kind, in Anspruch genommen (und das in Form von betreuten Gesprächen allein und mit ihm zusammen). Es ändert sich aber nichts, denn es ging in diesen Gesprächen hauptsächlich um uns als Paar. Und das ist wieder genau das, weshalb unsere Beziehung toxisch ist: Er verspricht allen und jedem, dass sich alles ändern wird, aber es ist nicht so! Einen Tag später hörte ich erneut von ihm: Dreckige *beep*, du bist ein faules Stück sch., du bist ekelig, hast du überhaupt ein Uni-Abschluss, du arbeitest nicht usw. (Edit: Wir haben uns damals an der Uni kennengelernt; also was soll das jetzt?!)

Ich möchte hier nur klar kommunizieren, dass diese Wege (sowieso) schon gegangen sind und ich wirklich Angst habe. Vor ihm. Und das ausschließlich vor ihm.

Und ich finde es persönlich auch richtig sch., dass ich unser Kind (17 Monate jung) aus der Kita reißen müsste. Gerade weil das Kind wirklich schon viel sch. mitgemacht hat. Mein Kopf, meine Gedanken explodieren!

Danke fürs Lesen.

28.09.2022 21:14 • x 2 #7


Elfe11

Elfe11

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Du musst da schnell raus oder ihn per Anwalt und einstweiliger Verfügung sofort dem Haus verweisen lassen.

Pack' nur das Wichtigste ein und ziehe schnell zu Freunden oder Familie vor Ort.

Bitte jemanden um Hilfe dich mit dem Pkw abzuholen und deine Sachen einzupacken. Von dort aus gehst du auf Wohnungssuche, läutest die Trennung per Anwalt ein und forderst Trennungsunterhalt für dich und das Kind.

28.09.2022 21:30 • x 1 #8


Scheol

Scheol

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Zitat von glueckantonia:
Hallo an alle, ich bewege mich ganz neu auf dem Feld der Foren. Ich suche nach guten, sehr guten Ratschlägen und weiteren Schritten, die ich ...


Eine Buchempfehlung , wie schleichendes Gift, da wird eine Menge erklärt was er ist.

Hier im Forum gibt es ein Thema , wo überwiegend Menschen schreiben die mit solch Personen Erfahrungen gesammelt haben.

ex-partner-und-trennung-von-narzissten-austausch-t35770.html

Da kannst du dich etwas einlesen und wirst vermutlich Dinge wieder erkennen.

Übergriffig ist er wie du es schreibst . Anzeige ist raus.

Vom Anwalt würde ich mich beraten lassen.

Es gibt inzwischen Anwälte die sich zu dem Thema auskennen und anders vorgehen wie Anwälte die eben keine Erfahrung damit haben. Da im Internet schauen.

28.09.2022 21:48 • x 1 #9


_Summer_

_Summer_

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@glueckantonia
Zitat von glueckantonia:
Habe ich ihm gegenüber vielleicht doch überreagiert?

Du? Oder eher ER?
Zitat von glueckantonia:
geschlagen

Zitat von glueckantonia:
beleidigt

Zitat von glueckantonia:
schreit

Zitat von glueckantonia:
sperrte mich aus,

Zitat von glueckantonia:
Autoschlüssel weg

Zitat von glueckantonia:
vor unserem Kind schlug

Zitat von glueckantonia:
Dreckige *beep*, du bist ein faules Stück sch., du bist ekelig,


Wenn du kannst,gehe aus der gemeinsamen Wohnung. Zu Freunden oder irgendwo ne günstige Unterkunft.
Das ist keine gesunde Beziehung.
Das Kind bekommt ja alles mit und Dich schädigt so eine toxisch Beziehung nachhaltig.
Dann ein Step nach dem anderen.

Wie geht es dir denn derzeit und wie ist die Stimmung zuhause, ist er inzwischen wieder in der Wohnung oder für wie lange muss er fern bleiben?

Warst du bei Gericht und hast mal versucht eine Einstweilige Verfügung zu stellen? Kam weitere Drohungen in deine Richtung, nach dem er der Wohnung verwiesen wurde oder als du die gerufen hast?

28.09.2022 22:58 • x 3 #10


Femira

Femira

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Sehr gut Antonia,
Dass du dir Hilfe suchst und annimmst.
Zitat von glueckantonia:
Diese Hilfe habe ich, in Bezug auf das weitere Umgangsrecht mit unserem Kind, in Anspruch genommen (und das in Form von betreuten Gesprächen allein und mit ihm zusammen). Es ändert sich aber nichts


Das ist jetzt einfach so. Die Gespräche, die du jetzt führst, werden dir sehr vor dem Familiengericht helfen, wenn es um Sorge und Umgangsrecht geht. Du zeigst damit, dass du alles getan hast, um die Elternebene zu retten. Wenn sich nichts ändert, stehen deine Chancen gut, dass ihm beides entzogen wird. Deshalb arbeite weiter mit dem Ja und denk dran, die Kindeswohlgefährdungsanzeigen konsequent zu schreiben.

Der weiße Ring ist ne gute Adresse. Wildwasser ist auch eine. Gut, dass du dir auch da Hilfe und Informationen holst.


Zitat von glueckantonia:
Und ich finde es persönlich auch richtig sch., dass ich unser Kind (17 Monate jung) aus der Kita reißen müsste.

Ist es auch. In deiner Situation wird es nicht darum gehen, eine tolle Lösung zu finden, sondern die am wenigsten besch...
Es ist weniger besch...en, die Kita zu wechseln, wenn danach ein gewaltfreies Zuhause da ist. Bei Kindern in dem Alter sind Eltern, bzw Mama noch sehr, sehr wichtig. Sorge dafür, dass es dir gut geht und das wird gut für das Kind sein.

Hast du einen Ordner mit Kopien der wichtigsten Unterlagen angefertigt, den du mitnehmen kannst?

29.09.2022 01:28 • x 3 #11


glueckantonia

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@all: Danke für eure Resonanz! Ich habe den Eindruck, dass ihr mir den Rücken stärken wollt, dafür möchte ich euch allen wirklich danken! Es hilft

Offiziell wohnen wir noch zusammen, ja. Aber ich bin abgehauen sozusagen für ein paar Tage oder auch mal länger. Immer mal wieder. Zu meiner Familie. Die leider 400km weit weg wohnt. Das war aber immer nur temporär. Zwischendurch bin ich aber wieder zurück gekommen, wegen meines Jobs, der Kita. Ich hatte Verpflichtungen und ja, irgendwie auch die Illusion: Es wird besser. Was für ein *beep*. Denn, (und das schreibe ich mir einfach von der Seele gerade): Es lief ein paar Stunden gut, dann hat er angefangen, mich zu kritisieren, weil ich Obst habe liegen lassen oder Essen im Ofen hatte oder oder oder .. und ja, wisst ihr was dann war? Er schlug zu. Und regte sich dann noch über meine Unfähigkeit auf. Sagte zu mir: Du hast nichts gelernt. Du sollst mich in Ruhe lassen ect. pp. Das ist so unglaublich klassisch.

Ich kann nicht oft schreiben, weil ich 1000 Dinge zu tun habe. Als nächstes muss ich meinen Job irgendwie kündigen. Das ist doch für mich schwer... aber aber aber, ja!: wir können nicht so weiter leben.Punkt. Mut, ich brauche Mut.

03.10.2022 22:05 • x 2 #12


_Summer_

_Summer_

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@glueckantonia

Zitat von glueckantonia:
Es lief ein paar Stunden gut, dann hat er angefangen, mich zu kritisieren, weil ich Obst habe liegen lassen oder Essen im Ofen hatte oder oder oder .. und ja, wisst ihr was dann war? Er schlug zu. Und regte sich dann noch über meine Unfähigkeit auf. Sagte zu mir: Du hast nichts gelernt. Du sollst mich in Ruhe lassen ect. pp

Das ist gut,wenn du dir das mal von der Seele schreibst.
Ich bin geschockt, wenn ich das lese.
Was für ein armes Würstchen der Typ ist.
Wie krass der drauf ist. Komm grad nicht drauf klar.
Ich befürchte der hat ne richtig kurze lunte ,da musst du so schnell es geht weg von dem.
Der merkt ja garnichts mehr.

Zitat von glueckantonia:
Könntet ihr mir dahingehend helfen?

Warst du bei Gericht inzwischen?
Kannst du alles was an Drohungen und Beleidigungen und Gewalt passiert ist dokumentieren Mit ungefährem Datum. Warst du beim Arzt nach dem Schlag?

Ich bin wirklich sprachlos.
Zitat von glueckantonia:
wir können nicht so weiter leben.Punkt. Mut, ich brauche Mut.


Nein das geht kein Tag länger . Das ist keine Liebe das ist Gewalt auf allen Ebenen.

03.10.2022 22:13 • #13


glueckantonia

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Ich könnte, wenn ich es könnte, nur noch weinen. Denn, egal, was ich tue, es ist nie genug. Ich reiße mich total zusammen. Gerade dann, wenn er gewalttätig wird. Ich nehme es einfach so hin. Meinem Kind zuliebe. Ich will nicht, dass sie (weiterhin) sieht, wie er mich schlägt. Mein innerlicher Druck ist enorm. Auch wenn ich spät abends diesen Zeilen schreibe, ich muss mich wirklich zusammen reißen. Weil ich nach Antworten suche: Wie kann ich es besser machen für mein Kind? Das ist doch alles nicht mehr normal! Wie kann ein Mensch einen anderen Menschen schlagen und sagen: Du bist doch selbst schuld?

Ich fühle mich so verlassen. Allein gelassen, nicht in der Gesellschaft integriert. Isoliert. Der Berg, der da auf mich zurollt(e) ist enorm. Deswegen meine Eingangsfrage: Welche Schritte gehe ich? Ich brauche Struktur, diese kann ich mir nicht selber geben.

03.10.2022 22:36 • x 1 #14


Scheol

Scheol

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Zitat von glueckantonia:
Meinem Kind zuliebe. Ich will nicht, dass sie (weiterhin) sieht, wie er mich schlägt. Mein innerlicher Druck ist enorm. Auch wenn ich spät abends diesen Zeilen schreibe, ich muss mich wirklich zusammen reißen. Weil ich nach Antworten suche: Wie kann ich es besser machen für mein Kind? Das ist doch alles nicht mehr normal! Wie kann ein Mensch einen anderen Menschen schlagen und sagen: Du bist doch selbst schuld?

Deinem Kind bringst du gerade bei , das man keine Lösung findet und das man solch Dinge erduldet und erträgt.
Man muss in solch Beziehung bleiben und erdulden und ertragen. Das ist was das Kind sieht.
Völlig falsch.

Ein Kind kann die Mutter und den Vater lesen von der Körpersprache. Es empfängt die Spannung zwischen den Eltern.
im schlimmsten Fall denkt das Kind das der Streit immer wegen ihm ausgeht.

Falls es ein Junge ist , lernt er eventuelle wie Mann mit Frau umgehen soll. Und eine Tochter wie sie solch Mann ertragen muss.

es richtet mehr in Kinder an als wie die Mütter solch Beziehungen denken. Immer kommt der Satz „ ich kann dem Kind den Vater doch nicht nehmen“…….. tja unter welchen Preis.

Gibt ein Video bei YouTube von Verena König darüber.

Raus da aus dem Karussell um deiner Willen und dem Kind.

03.10.2022 22:47 • x 1 #15



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