Zitat von Gwenwhyfar: Wie äußert sich das pleasing überhaupt konkret? Tür ist nun normal.
So wie ich das verstanden habe, geht es da um weit mehr als nur die Höflichkeit. Ich denke, dass sie nichts gegen solche Gesten hat und diese auch sicherlich schätzt. Ich denke eher, dass ihr aufgefallen ist, dass er in jeder Situation, Gestik, Mimik, Aktion direkt einspringt, da er denkt, es gehe ihr nicht gut oder es läuft von seiner Seite was falsch, was er ändern müsste.
Nach dem Motto: Sie sagt, dass sie Croissants liebt. Er springt auf, zieht die Jacke an und macht sich direkt auf den Weg nach Frankreich, um ihr das beste Croissant zu besorgen. Sie würde sich aber mehr als damit zufriedengeben, wenn er z.B. sagen würde: "Dann lass uns doch mal, wenn alles klappt, einen Urlaub in Frankreich machen.". Ich kann mir also vorstellen, dass sie auch Bedenken hat, dass es in Zukunft so bleibt und sie keinen Schritt vor dem anderen machen kann, ohne dass er den Teppich um einen Schritt für sie nach vorne zieht oder sich vor ihre Füße wirft, damit die Schuhe trocken bleiben
Zitat von Gwenwhyfar: Frau darf sich als Frau fühlen, kannst du das?
Warum sollte sie das nicht können? Geht ja nur darum, dass sie Angst hat, dass sie eben nicht mehr Frau sein kann. Kann ich verstehen, wenn man sich die Frage stellt: "Was bleibt mir noch über, wenn er ALLES für mich macht? Ungefragt!". Wäre mir selbst als Mann zu viel.
Zitat von Gwenwhyfar: Ja, alle haben Vorgeschichten. Aber ganz ehrlich, finde ich es unmöglich, an jemandem vom ersten Moment an rumschrauben zu wollen.
Da bin ich voll auf deiner Seite. Aber: Sie schraubt ja nicht an ihm herum zum aktuellen Zeitpunkt

Sie wollte hier ja nur einen Rat, warum er so ist und wie sie sich verhalten soll. Ich finde das hier noch absolut im Rahmen und auf jeden Fall besser als den besten Kumpel oder Freundin zu fragen, die direkt sagen würden: "Schieß den ab!".
Zitat von Gwenwhyfar: Dann lässt man es halt, wenn es so sehr nervt. Ich sehe nicht, was daraus wachsen soll.
Ja, auch hier stimme ich dir teilweise zu. Auch aus eigener Erfahrung, dass wenn mich etwas zu Anfang zu viel belasten würde (da sei gesagt, dass es wirklich darum geht, dass es auch so ist und nicht, dass ich es befürchte), würde ich auch eher den Rückzug antreten. Dennoch würde ich das alles vorher aber ansprechen und meine "befürchtung" kundtun.
Kommunikation ist hier einfach wichtig. Wir Menschen haben alle so unsere Eigenarten, die teilweise für uns so normal geworden sind, dass wir sie gar nicht mehr bemerken oder überhaupt wissen, dass andere damit nicht konform sein können. Und niemand möchte abgesägt werden, wenn alles andere passt, nur die eine unausgesprochene Sache zum bruch geführt hat, oder?
Weiß nicht, aber bei mir war das schon immer so, dass wenn meine Partnerin mir ganz ehrlich und direkt sagte, was sie stört, konnte ich auch reagieren und was dagegen tun oder einfach die Sache aus der Welt schaffen. Und ich möchte halt auch, dass man mit mir offen spricht! Was viele einfach nicht können
Zitat von Gwenwhyfar: Und ja, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen, Distanz ist gern ein Thema mit zu viel Nähe und sich nicht einlassen können.
Distanz und Nähe ist ja vollkommen ok, finde ich. Es kommt da auch das Mittelmaß an und wie sehr beide ihre eigenen Freiheiten behalten möchten. Da sehe ich nun keine großen Probleme.
Dafür aber beim Einlassen! Da bin ich mehr als auf deiner Seite. Diese Hürde einfach mal einen neuen Menschen in das Leben zu lassen und zu schauen, wie gut oder schlecht es dann noch werden, möchte kaum noch jemand. Und dabei kann das alles noch viel fantastischer werden, wenn man sich trotz "Zweifel" traut. Da spreche ich aus Erfahrung
