Zitat von Perzet: Andere Personen kommen vom Krankenhaus aus direkt ins Heim, wenn sie zu Hause keine adäquate Betreuung aufweisen können.
So muss es bei meinem Onkel (83) laufen. Er ist zwar (vielleicht) nicht dement, aber ansonsten pflegebedürftig. Er war immer ein kompletter Eigenbrötler, der klassische Hagestolz - würde sich auch selbst so bezeichnen - und hat sich aus allen familiären Angelegenheiten total rausgehalten.
Bis er die Treppe runtergefallen ist und das ist noch eine der kleineren Baustellen. Er hat sich um nichts gekümmert und jetzt haben wir den Salat. Er liegt seit Oktober im Krankenhaus. (Privatpatient und auf der "Comfort Station). Sein Haus ist in keiner Weise auf seine Bedürfnisse abgestellt.
Der soziale Dienst hat Pflegestufe 2 festgestellt. Der definitive Pflegegrad wird dann in der Kurzzeitpflege von seiner Kasse festgestellt. In der Zwischenzeit können mein Bruder und ich die Bude in den Zustand bringen, der es ihm möglich macht, dort zu leben. Gleichzeitig müssen wir einen Pflegedienst finden, der "seinen Alltag" mit gestaltet.
Ich spreche hier von einem Volljuristen mit Snobhintergrund, inclusive Golfkenntnissen. Null Praxis im realen Dasein. Unfassbar. Der Vorteil ist: Er kann es sich leisten. Finanziell.
Ich habe dem Mann seit Wochen erklärt, warum, wieso und vor allem wie und was wir tun, damit er wieder nach Hause kann. Er begreift es nicht, oder will es nicht begreifen. Er hat nichts. Er will nach Hause und auf der Couch schlafen. Der Rest regelt sich von alleine. Weil er ja nichts braucht. Weit gefehlt - Entschuldigung, ich wollte mir Luft machen.
Solidarische Grüße an alle