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Pippa Mitglied
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Zitat von HeavyDreamy:
Hat der Arzt da drauf aufmerksam gemacht, dass diese Nebenwirkung kommen kann aber dann abklingen sollte?
Er machte nur auf übliche Nebenwirkungen, Übelkeit und sowas aufmerksam. Das hat sie nicht.
Zitat von HeavyDreamy:
Aber ja jede Haut ist auch anders - es gibt Allergiepflaster, einfach Mal ausprobieren.
Wir müssen irgendwie rauskriegen, ob sie auf den jetzt erhöhten Wirkstoff oder den Kleber allergisch ist.
Die kleineren Pflaster mit geringerer Dosis hat sie gut vertragen.
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x 1#2056
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Tempest Mitglied
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Ich habe eine Mutter in der Situation. Ich kann nur jedem raten, sich sehr gut zu überlegen, ob man sich die Pflege antun will. Das geht vielleicht noch in einem Familienverbund, bei dem immer irgendwer gerade zu Hause ist. Wenn man sie alleine lässt, sei es auch nur eine halbe Stunde, will sie abhauen. Demenz kann lange dauern und nein, sie wird nicht besser, auch nicht mit Ansprache und Selbstaufopferung. Demenz ist die Pest der Neuzeit.
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x 1#2057
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Treffpunkt für Angehörige/r mit Demenz
x 3
HeavyDreamy Mitglied
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@Pippa
Achso, die Pflaster selber haben den Wirkstoff beinhaltet. Dachte es geht einfach um irgendwelche Pflaster und extra das Medikament, was sie einnimmt.
Hoffe, @Winza kann dir da helfen.
Ich bin kein Arzt Aber Pflaster selber, ja, da hab ich schon alles durch
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x 1#2058
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Perzet Mitglied
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Ich traue mich fast nicht zu fragen.. .. Eine Bekannte ist hier bettlägerig im Pflegeheim. Unser Kontakt besteht aus Telefonaten. Gestern Abend erzählte sie voller Frust, daß ihre Einlage nur gedreht wurde, das Vorderteil nach hinten. Die Pflegerin hätte ihr verkündet, daß nur ganz volle Einlagen gewechselt würden. Die Ärmste war total aufgebracht.
Okay, wir wollen abwarten, ob die Pflegerin einen schlechten Tag hatte oder ob das jetzt wirklich ernst gemeint ist. Aber meine Bekannte ist eine ehrliche Haut. Die denkt sich sowas nicht aus. Ich zitiere "Am liebsten würde ich hier abhauen!"
Hat da jemand etwas ähnliches schonmal mitbekommen?
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x 1#2059
Winza Mitglied
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@Perzet
Zitat von Perzet:
Unser Kontakt besteht aus Telefonaten.
Hat sie Angehörige, die das vor Ort ansehen könnten, wenn sie es aussagt, also zeitnah?
Zitat von Perzet:
Die Pflegerin hätte ihr verkündet, daß nur ganz volle Einlagen gewechselt würden.
Zitat von Perzet:
wir wollen abwarten, ob die Pflegerin einen schlechten Tag hatte oder ob das jetzt wirklich ernst gemeint ist.
Weder ernst gemeint noch als Scherz ist das akzeptabel. Die Einlagen werden von der Pflegekasse bezahlt mit einem geringen monatlichen Beitrag des Bewohners. Es gibt also keinen Grund da zu sparen.
Und einmal ist schon zuviel. Vor allem wenn eure Bekannte noch geistig klar ist und sich äussern kann.
Zitat von Perzet:
Ich zitiere "Am liebsten würde ich hier abhauen!"
Brief an die Heimleitung mit dem Hinweis MdK und Heimaufsicht.
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x 2#2060
Pippa Mitglied
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Zitat von HeavyDreamy:
Achso, die Pflaster selber haben den Wirkstoff beinhaltet.
Sorry, da habe ich mich nicht klar ausgedrückt. Die Pflaster ersetzen Tabletten, weil sie nebenwirkungsärmer sind.
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x 2#2061
P
Perzet Mitglied
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Zitat von Winza:
Hat sie Angehörige, die das vor Ort ansehen könnten, wenn sie es aussagt, also zeitnah?
Nein, niemanden aus der Familie. Eltern längst verstorben, keine Geschwister oder Kinder. Aber eine langjährige Freundin scheint ihr bei diversen Sachen zu helfen. Und sie hat einen gesetzlichen Betreuer.
Zitat von Winza:
Und einmal ist schon zuviel.
Alleine diesen ersten Versuch finde ich erschreckend. Diese Pflegerin scheint dort 'stark' zu sein. Sie hat Angst vor ihr.
Zitat von Winza:
Vor allem wenn eure Bekannte noch geistig klar ist und sich äussern kann.
Klar ist sie. Und durch und durch verunsichert, weil sie dort nicht wegkommt. Vor ein paar Monaten hat man ihr Taschengeld von monatlich 120,00 auf 50,00 Euro reduziert. Das wäre nach Absprache ihres Betreuers mit einem Richter geschehen. Auch das hat sie sehr getroffen, muß sie davon ja vieles zahlen, wie Cremes, Fußpflege ua. Da hat ihr Einspruch wohl geholfen und sie ist wieder bei 100,00 Euro im Monat.
Zitat von Winza:
Brief an die Heimleitung mit dem Hinweis MdK und Heimaufsicht.
Danke für den Hinweis! Die Heimleitung ist nicht auf Seiten der Heimbewohner. Aber die anderen Stellen könnten vielleicht helfen.
Danke @Winza für Deine Antwort!
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#2062
T
Tempest Mitglied
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Zitat von Perzet:
Die Heimleitung ist nicht auf Seiten der Heimbewohner.
Das liegt in der Natur der Dinge. Ich habe auch das Problem, dass diese Art der Unterbringung nicht mehr hinnehmbar ist. Machen kann ich nicht mehr viel, weil andere entscheiden, obwohl ich Vollmacht habe. Wenn man jemanden sprechen will, ist niemand da, wenn jemand da ist, heißt es nur lapidar, wir werden das natürlich weitergeben.
•
x 1#2063
P
Perzet Mitglied
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Zitat von Tempest:
Wenn man jemanden sprechen will, ist niemand da, wenn jemand da ist, heißt es nur lapidar, wir werden das natürlich weitergeben.
Und da hatte ich in den letzten Jahren das Gegenbeispiel, wo mein Vater war. Da wurde sich wirklich gekümmert und der Mensch war im Mittelpunkt. Aber dann wurde das Heim verkauft und die neue Gesellschaft hat das kommerzialisiert. Das hat mein Vater dann nicht mehr erleben müssen, was da an Leistungen eingespart wurde dafür an Beiträgen erhöht wurde.
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#2064
Winza Mitglied
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@Perzet
Zitat von Perzet:
Und sie hat einen gesetzlichen Betreuer.
Darf ich fragen warum? Wollte sie ihn oder wurde er angeordnet? Hat sie ihn weil sie bettlägeeig ist?
Zitat von Perzet:
Vor ein paar Monaten hat man ihr Taschengeld von monatlich 120,00 auf 50,00 Euro reduziert. Das wäre nach Absprache ihres Betreuers mit einem Richter geschehen
Das verstehe ich nicht. Wenn sie ergänzende Sozialhilfe bekommt weil ihre Rente (wie bei den meisten) nicht ausreicht um die Heimkosten zu bezahlen, dann stehen ihr zurzeit 152 Euro zu.
Ein Betreuer vom Gericht oder einem Betreuungsverein darf nicht auf ihr taschengeld zugreifen. Hat das pflegeheim das behauptet? Oder der Betreuer? Hat sie das Geld angespart um sich etwas teurerers zu kaufen?
Zitat von Perzet:
Da hat ihr Einspruch wohl geholfen und sie ist wieder bei 100,00 Euro im Monat.
Weisst du bei wem sie Einspruch eingelegt hat?
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#2065
P
Perzet Mitglied
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Puh @Winza da tun sich ja noch mehr Dinge auf.
Zitat von Winza:
Darf ich fragen warum? Wollte sie ihn oder wurde er angeordnet? Hat sie ihn weil sie bettlägeeig ist?
Wir telefonieren seit ein paar Jahren, also seit 2021, unregelmäßig. Zu der Zeit hatte sie monatlich 120,00 Euro zur Verfügung gehabt. Was ich aus unseren Gesprächen erfahren habe: sie hat eine heftige Kindheit gehabt. Daraus resultierend war sie traumatisiert. Das führte zu einer frühen Arbeitsunfähigkeit und zu Depressionen. Irgendwann kam sie nicht mehr klar und bekam wohl einen Betreuer zugewiesen. Der hatte sie in dieses Heim eingewiesen, weil sie nicht mehr alleine leben konnte (mit ca Ende 50). Nach relativ kurzer Zeit war sie bettlägerig. Als wir in Kontakt kamen, war sie bereits bettlägerig.
Zitat von Winza:
dann stehen ihr zurzeit 152 Euro zu.
Das ist ne ordentliche Differenz zu den angeblich 50,00 Euro, die ausreichen sollten und immer noch zu den 100,00 die sie jetzt wohl bekommt.
Zitat von Winza:
Weisst du bei wem sie Einspruch eingelegt hat?
Nein, nicht wirklich. Wir hatten zwischendurch ein paar Wochen keinen Kontakt. Und dann wird sie zurückhaltender mit älteren Infos.
Nur gestern rief ich sie gerade an, nachdem ihr die Einlage frisch 'gedreht' worden ist. Und sie war da sehr aufgebracht und fühlte sich ziemlich ausgeliefert als auch körperlich unwohl.
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x 2#2066
P
Perzet Mitglied
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Update: gerade ein paar Sachen nachgefragt und folgende Infos erhalten: - die Einlage wurde auch gestern Abend nicht getauscht sondern wieder nur gedreht. Es war dieselbe Pflegerin, wie am Tag zuvor. Sie hat immer 7 Tage am Stück Dienst. Aber Freitag war nicht der erste Tag ihrer Woche. - das Taschengeld wurde vom Betreuer im Zusammenhang mit dem Heim Anfang des Jahres auf 50 Euro gekürzt. Laut Betreuer würde er ihr am liebsten gar kein Taschengeld zugestehen. Meine Bekannte hatte Einspruch eingelegt (nicht klar, wie genau, ob selber bezweifle ich oder über ihre Freundin oder ihre Physiotherapeutin) und hatte ein Schreiben vom Gericht erhalten, daß sie 100Euro ausgezahlt bekommen muss. Dieses Schreiben wurde von ihrer Physiotherapeutin weggeworfen. Diese schmeißt vieles weg weil die Bekannte zum horten neigt. Als ich meinte, man schmeißt aber kein Schreiben vom Gericht weg, hätte die Physiotherapeutin (die sich ansonsten um so einiges bei ihr zusätzlich kümmert) geantwortet, daß das schon okay wäre. Man wüsste, daß sie 100 Euro zu erhalten hätte. Das ginge in Ordnung. Und ansonsten würde diese Bekannte ja eh alles mögliche vergessen. Da wäre das auch egal.
- auf meine Frage, ob sie denn mit den 100 Euro klar käme, meinte sie, daß sie zb keine Fernsehzeitschrift mehr hätte. Das jährliche Abo mußte sie kündigen, weil sie die 78 Euro auf einmal hätte zahlen müssen. (Sie ist bettlägerig - da macht das viel aus!)
- und ganz wichtig: gaaanz große Verunsicherung, daß wenn man etwas sagt, sie Ärger bekommt oder gar das Heim eventuell verlassen muss, wo sie doch keine Wohnung mehr hat. Also erträgt sie seit Jahren alles mögliche (mehrere Monate kein Zahnarzt, Augenarzt oder andere Ärzte. Nur beim impfen sind sie ganz vorne tatsächlich schnell dabei.)
. Update zum Update Habe gerade mit dem Stationszimmer telefoniert. Pro Person wird eine bestimmte Anzahl Einlagen pro Monat je nach Krankenkasse zugestanden. Sie haben kein Lager mehr und sie dürfen auch nicht von anderen Patienten nehmen, die nicht soviel verbrauchen. Wenn sie merken, daß nur 'ein paar Tropfen' drin sind, wird nicht gewechselt, damit die Einlagen bis zum Ende des Monats reichen. Oder es müsste aus eigener Kasse (oder über Angehörige) selber dazu gekauft werden. Das wäre für sie bereits immer wieder Thema mit diversen Leuten.
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x 4#2067
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Tempest Mitglied
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Zitat von Perzet:
Update: gerade ein paar Sachen nachgefragt und folgende Infos erhalten: - die Einlage wurde auch gestern Abend nicht getauscht sondern wieder nur gedreht. Es war dieselbe Pflegerin, wie am Tag zuvor. Sie hat immer 7 Tage am Stück Dienst. Aber Freitag war nicht der erste Tag ihrer Woche. - das Taschengeld wurde vom ...
Willkommen im Club. Man sieht es und man riecht es, wenn die Einlagen voll sind. Dennoch rennt man gegen Windmühlen.
Wenn ich das so lese, macht mich das sehr traurig. Selbst wenn es nur ein "paar" Tropfen sind, das stinkt ja mit der Zeit und ist doch total unhygienisch? Hm, kennst du vielleicht jemand, der für sie Einlagen besorgen könnte?
Was Betreuung angeht - Taschengeld steht immer jemand zu und wer ist ihr Betreuer? Die Physiotherapeutin?
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x 1#2069
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Perzet Mitglied
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Zitat von HeavyDreamy:
ist doch total unhygienisch
Da bin ich ganz bei Dir! Und der Geruch in Pflegeheimen spricht da Bände.
Zitat von HeavyDreamy:
wer ist ihr Betreuer
Habe sie heute nach dem Namen gefragt. Wusste sie gerade nicht. Unter Druck oder Angst funktioniert ihr Gehirn noch weniger.
Was ich bei den aktuell anstehenden Sparmaßnahmen erwarte, ist, daß das alles noch mehr ausgelagert wird in die Selbstzahlerleistung, sowie Cremes und Fußpflege schon lange raus ist, aber nötig.
Zitat von HeavyDreamy:
kennst du vielleicht jemand, der für sie Einlagen besorgen könnte?
Tatsächlich im Moment nicht wirklich. Aber das Thema wird erstmal nicht zuende sein.