Zitat von Umbra_:Meine Schwester sagt so oft, dass uns das noch belasten wird, wenn sie einmal nicht mehr ist. Sie ist so enttäuscht von uns und wir haben da sehr ...
Egal, was ihr tut, wird es nicht reichen. Diese Erkenntnis erzeugt erstmal eine grundlegende Traurigkeit, kann aber danach etwas Leichtigkeit verschaffen.
Wie enttäuscht oder wie zufrieden ein anderer mit einem ist, kann man nicht bestimmen. Wichtig war mir, alles zu tun, was ich tun konnte, alles zu geben, was ist geben konnte, jedoch unter Berücksichtigung meines Wohles.
Es macht einen Unterschied, ob man aus Bequemlichkeiten Hilfe verweigert, oder weil man gerade nicht in der Lage ist, zu helfen.
Ebenso macht es einen Unterschied, ob es bei der besagten Hilfe um eine Notwendigkeit geht (Beispiel alleinstehende Frau ist gestürzt in der Wohnung und kann nicht mehr aufstehen), oder um ein nice to have. Dass deine Mutter ihren Partner jeden Tag im Heim besuchen will, ist für mich ein nice to have. Der Mann ist in professionelle Hände, die Grundversorgung ist gewährleistet.
Eine solche differenzierte Betrachtung hilft meiner Erfahrung nach beim Umgang mit Schuldgefuehle.