TinTin72
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ich bin seit inzwischen 2 Jahre "stille" Mitleserein. Wobei das nicht ganz stimmt, ich hatte mal einen Thread eröffnet, im Sommer 2019. Aber dann gab es eine Neuauflage der Beziehung und ich hatte meinen Account gelöscht und bin daher aktuell damit nicht verknüpft (finde ihn selbst nur schwierig wieder).
Was ich hier so häufig lese, ist, dass Männer (vermutlich auch Frauen) nie ohne gravierenden Grund trennen würden. Die Frage ist natürlich, was ist ein gravierender Grund? Hier wird an Stelle 1 immer ein neuer Partner / eine neue Partnerin erwähnt. Gewalt und ähnliches kann ich aufgrund meiner letzten Beziehung ausschließen.
Mein Ex-Partner hat sich - nach seinen Aussagen - getrennt, weil er für sich grundsätzlich Beziehungen ausschließt. Kurz dazu: Er hat bis Ende 20 bei seinen Eltern im Mehrfamilienhaus unterm Dach gewohnt (War ja ok, er hatte sein Zimmer und sein Bad, Küche bei den Eltern). Bis Ende 20 hatte er keine nennenswerten Beziehungsgeschichten, nur zwei ONS. Er hat sich immer auf Sport und den kleinstädtischen Männerfreundeskreis konzentriert. Dann "rutschte" er mit Ende 20 in seine Ehe rein (sie 8 Jahre älter als er, er damals Ende 20, sie Mitte 30). Nach zwei Jahre wusste er (angeblich) schon, dass sie es nicht ist. aber er kam nicht mehr raus aus dieser Beziehung (seine Worte). Naja, wenn ich das alles von Tag 1 an gewusst hätte, wären meine Alarmglocken damals schon angegangen.
Er ist 2 Jahre älter als ich. Wir haben uns kennengelernt, da war ich Anfang 40, ich war Single und damit nicht unbedingt super froh, aber sehr zufrieden, er war noch gebunden. Und um das gleich vorab zu nehmen: Nein, wird mir nie wieder passieren!
Ich überspringe jetzt mal ein paar Jahre. Wir waren am Ende 7,5 Jahre zusammen, mussten viele Klippen überwinden. Einige haben wir geschafft, viele nicht.
Seine erste Trennung inklusive Auszug (seine Heimat liegt mehrere hunderte Kilometer von meiner weg) war recht fluchtartig und feige und nicht als vollständige Trennung vollzogen. Nach drei Monaten haben wir uns wieder angenähert, die 2. Runde hielt neun Monate, aber auch die waren schwierig.
Seine Antwort bzw. Begründung war: Er ist nicht bereit Kompromisse einzugehen. Er wäre lieber alleine. Natürlich habe ich mir auch sofort die Frage gestellt, ob es da jemanden gibt. Werde ich wohl aufgrund der Entfernung auch niemals erfahren. Aber ich frage mich, ob es hier noch andere Menschen gibt, die so eine Entscheidung treffen, weil sie einfach lieber alleine sein wollen?
Es heißt immer so lapidar, dass der Mensch ein soziales Lebewesen ist. Aber gibt es auch wirklich einfach Menschen, die lieber alleine sind?
Freue mich mich über Rückmeldungen.