Grace_99
Gast
um vielleicht zu verstehen, was genau ich meine, hier mal kurz etwas aus der Zeit, wo ich Anfang 20 war:
Ich wollte autogenes Training erlernen, es hat und hat nicht geklappt, ich bin fast wahnsinnig geworden, hab mich damit total schwer getan.
Irgendwann war dann der Punkt, wo es doch klappte und anstatt das anzunehmen - hab ich mir den Kopf gemacht, warum erst jetzt und bleibt das so und überhaupt.
Dies begleitet mich, seit ich denken kann.
Ich bin manchmal mutig, dann habe ich aber Angst vor meiner eigenen Courage und zieh den Schw.anz ein, rudere zurück und ziehe alles in Zweifel.
So geht es mir gerade bzgl. meiner Entscheidung, meiner Einstellung, meines weiterkommens - ich traue dem Braten nicht. Auf einmal soll es mir besser gehen? Auf einmal merke ich, was falsch lief / läuft? Wieso jetzt und nicht eher? Bleibt es so? Kommen wieder Rückschläge, die mich wünschen lassen, lieber tot zu sein als die auszuhalten?
Warum habe ich so wenig Vertrauen in mich selbst? In meine Entscheidungen, in meine Gedanken?
Habe ich deshalb die Beziehung mit meinem Ex geführt? Weil wir uns da gespiegelt haben? Das durch seine Art meine Unsicherheit und mein nicht-vertrauen in mich größer hervor getreten sind?
Ich habe echt Angst Leute. Vor einem Rückfall. Davor, dass ich meine Meinung wieder ändere.
Wie kann ich stark werden, um meine Entscheidungen nicht anzuzweifeln?
Ich meine (bitte nicht lachen):
Ich habe meinen Ex damals über tinder kennengelernt. Er hatte mehrere Fotos von sich dort, ich wollte schon wegwischen, da sah ich das Foto - dies ist bis heute, unabhängig von allem, mein Lieblingsfoto.
Ich kann euch gar nicht sagen, was genau es ist, aber dieses Foto zwingt mich immer noch in die Knie. Wenn wir z. B. Stress hatten (leichten, keinen schlimmen), dann hat er mir nen Screenshot von dem Foto geschickt und gefragt Kannst Du da böse sein? Natürlich konnte ich es nicht.
Und jetzt, stehe ich Grace hier und sage Nein, so wie du bist, will ich dich in meinem Leben nicht mehr. Und wenn du dich nicht änderst, will ich dich nie wieder in meinem Leben, nicht mal als Bekannten.
Es fühlt sich so an, als wenn ich das nicht dürfte. Wer bin ich, dass ich das darf?
Vielleicht versteht ihr jetzt meine Gedankengänge etwas besser.

