Meckniel
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Jetzt hat´s mich (50) auch erwischt.
Ich weiß auch nicht, warum ich dies hier schreibe. Vermutlich, weil ausgerechnet jetzt niemand an´s Telefon geht, mit dem ich darüber reden kann.
Nach nunmehr 12 Jahren haben wir heute DAS berühmte und gefürchtete Gespräch geführt.
Ich wusste seit langem dass dies anstand und meine - ja was soll ich sagen..("Ex" passt irgendwie nicht so richtig für mich im Moment) ebenfalls.
Sie sagt, sie liebt mich und ich liebe sie. Absurd, das Ganze!
Manchmal scheint Liebe allein nicht auszureichen.
Ich lebe schon seit acht Monaten in einer eigenen Wohnung.
Diese Zeit des "Abstandes" hatte sie sich ausgebeten, um mit sich selbst in´s Reine zu kommen.
Wir haben uns in dieser Zeit regelmäßig und gern gesehen, mal etwas unternommen und mal einfach nur beisammen gewesen. Sie hat mich allerdings in dieser Zeit nie in Meiner Wohnung besuchen wollen. Was auffällig war, ist dass alle Formen der Zuwendung stets nur von mir ausgingen. Dies bedeutet aber nicht, dass sie dies abgelehnt hat.
Sie meinte im heutigen Gespräch, dass sie gern etwas "erleben" wolle, aber ihr dies durch meine Arbeitslosigkeit nicht vergönnt wäre. Sie wünscht sich einen Mann, der ihr wirtschaftliche Sicherheit gibt. Dies kann ich als derzeit Arbeitsloser natürlich nicht. Das Thema meiner "Arbeitslosigkeit" und der wirtschaftlichen Sicherheit steht schon seit längerer Zeit immer wieder zwischen uns. Ich bekomme oft nur Zeitverträge und bin dann wieder ohne Arbeit. Sie hat schon seit ca. 30 Jahren ihre Arbeit und kennt das Problem der Arbeitslosigkeit aus eigenem Erleben nicht.
Sie sagt, sie könne mir deswegen schon seit langem nicht mehr auf "Augenhöhe" begegnen. Dies kann ich in gewissen Grenzen auch verstehen.
Ich habe dieses Gespräch heute angestrebt, weil ich mit der ungeklärten Beziehungssituation nicht mehr umgehen konnte und gesehen habe, dass ihr dies auch nicht mehr gut tut.
Ihr Herz sagt noch eindeutig "Ja" zu mir, aber ihre Sorge um ihre wirtschaftliche Existenz lässt sie daran zweifeln, dass es noch einen Sinn hat, mit uns.
Ich habe in diesem Gespräch ihre Liebe zu mir so deutlich gespürt, wie seit langem nicht mehr.
Ich glaube, dass es uns beiden das Herz zerreisst.
Es tut einfach nur weh, das Ganze.
Falls irgendjemand in meinem Kauderwelsch einen Sinn erkennt, möge er mir antworten.
Ich wäre dankbar dafür.
der Meckniel