Guten Morgen,
ein sehr emotionales Wochenende ist vorüber. Der Geburtstag war für mich echt schlimm, ständig schossen mir die Tränen in die Augen und ich war sehr angespannt. Abends als alles aufgeräumt war und die letzten Gäste weg waren, musste ich hier raus. Ich konnte diese gespielte heile Welt nicht mehr ertragen. Also bin ich vier Stunden zu meinem Bruder und kam etwas runter.
Gestern Vormittag hatte ich die Wohnungsbesichtigung. Das war leider nichts

Ein Hoffnungsschimmer, der verloren gegangen war. Hier hatte mich mein anderer Bruder begleitet und gemeint "Schwester, das war die erste Wohnung, wir finden was für euch! Verliere nicht die Hoffnung und den Mut!" Ja, da hat er wohl recht. Auch meine kleine Schwester sagte am Geburtstag zu mir, nachdem ich mit ihr kurz geredet habe und die verdammten Tränen rauslassen musste, dass ich immer daran denken soll, dass es mir in einem halben Jahr gut gehen wird und ihm sicher nicht. Nicht, dass ich nicht möchte, dass es ihm gut geht aber ich hoffe darauf, dass sie Recht behält. Dass es mir in einem halben Jahr gut gehen wird.
Gestern Abend ist er um 20.00 Uhr zu seiner Neuen verschwunden. Und trotz dessen konnte ich schlafen. War aber auch fix und alle. Aber das ist ein kleiner Fortschritt für mich.
Am Wochenende hatten wir auch noch kurze Gespräche, die aber mMn völlig unnötig waren. Bis auf das Gespräch mit dem Unterhalt. Wenigstens redet er sich hier nicht raus und vertraut derzeit wohl noch auf meine Berechnung.
Auch gestern nach der Wohnungsbesichtigung hat er gefragt wie sie war. Ich sagte ihm, wie es ist. Kaum Reaktion von ihm. Da meinte ich dann, dass ich weiß, dass er uns hier raus haben will und er solle mir mal glauben, dass ich das auch will aber ich nicht in eine 2 Zimmer-Wohnung oder in die größte Bruchbude mit den Kindern gehen werde. Da kam dann nur von ihm, dass wir was anständiges haben sollen.
Was ich wirklich furchtbar finde, ist das Gefühl wenn er da ist. Ich will nicht mehr mit ihm zusammen in einem Raum sein. Ich will nichts von ihm hören, er fängt hier immer Gespräche an als sei alles so normal. Ich habe das Gefühl, dass er gerade so eine Art "Doppelleben" führt. Hier seine eigentliche Familie und seine Nochfrau, mit der er über alles was ihn angeht und unser gemeinsames Hobby sprechen kann und dann die Neue, deren Stellenwert ich noch nicht begriffen habe. Und ja, dadurch fühle ich mich gleichzeitig auch benutzt. Ich kann mich aber auch nicht dazu durchringen, ihm deutlich zu machen, dass ich mit ihm nicht mehr reden möchte. Ich hatte es letzte Woche aus Wut gesagt aber jetzt, wo wir relativ neutral sind, schaffe ich das nicht. Dass ich mich vor meinem Mann mal ekeln würde, hätte ich mir niemals vorstellen können.
Am Freitagabend sagte er tatsächlich zu mir, dass er sehen würde, wie ich leide. Ich sagte ihm, dass es nicht sein Problem wäre. Er wolle nicht, dass ich so leide. Ich hab ihn darauf hin angeguckt und gesagt "Ich habe mir diesen Zustand nicht ausgesucht. Ich hatte keine Wahl." und bin dann aus dem Raum. Also wirklich, was soll das Ganze? Schlechtes Gewissen? Oder bin ich ihm mit meinem Leid gerade im Weg, seine glückliche Beziehung mit Next zu führen oder er kann dadurch seine glücklichen Gefühle nicht zeigen?
🤨 Ich habe noch so viele Gedanken im Kopf, die ich irgendwann mal niederschreiben muss. Aber heute wird ein stressiger Tag, daher muss ich das erst noch verschieben.
Ich wünsche allen einen stressfreien, harmonischen und tollen Tag
