Hallo zusammen
Zitat von Heffalump: Heftig
Und dass alles nur, weil du an die Falsche geraten bist
Heftig war es, ja. Mir tut das vor allem für meine Eltern unheimlich leid.
Wie es dazu gekommen ist, weiß ich auch nicht so wirklich.
War ein Belastungsprobenwochenende – heißt für das Wochenende raus aus der Klinik.
Ich war in meiner Wohnung und mir ging es nicht gut. Innere Unruhe, Angespanntheit, ein Gefühl von Panik.
Da ich in diesem Moment nicht alleine sein wollte, bin ich zu meinen Eltern gefahren.
Dort angekommen habe ich mich erst mal hingelegt, weil ich erschöpft gewesen bin. Nach einer Weile bin eine rauchen gegangen und dann hatte ich einen komplett emotionalen Blackout.
Mein Körper hat gezittert, hatte böse Gedanken, habe angefangen zu weinen, bin auf dem Boden zusammengeklappt. In dem Moment ist einfach alles zusammengekommen.
Da ich das nicht ausgehalten habe, habe ich meinen Papa darum gebeten.
Ich wollte diesen Zustand zu dem Zeitpunkt nicht mehr. Wurde dann hereingetragen und hingelegt.
Auch jetzt noch habe ich Phasen am Tag, wo es mir in der Hinsicht nicht gut geht.
Innere Unruhe, Angespanntheit, ein Gefühl von Panik und Angst.
Das ganze geht schon seit September 2022 quasi so.
Daher kann ich das, aus ihrer Sicht bzw. Wahrnehmung schon verstehen.
Ich war in der Vergangenheit irgendwann schon an diesem Punkt.
Sie hat mir damals dazu geraten eine Therapie anzufangen, um das in den Griff zu bekommen, wenn ich will, dass das weitergeht. Klar, habe dann eine Therapie angefangen. Habe dabei über alle Themenbereiche gesprochen, nur eben nie über meine Beziehung. Warum? Gute Frage.
Dann kam natürlich das sechsmonatige »heiß – kalt« Spielchen, was für sie eine Art »
Kämpfen um die Beziehung gewesen ist«. Anschließend hat sie dem ganzen noch eine Chance gegeben. Mich wieder herangezogen und gesagt, dass sie weiß, was sie an mir hat. Ich war dann aber schon, nun ja, kaputt. Sauer. Wütend – was auch immer.
Gut, ihr hat es dann nicht mehr gereicht. Freund depressiv. Ist emotional instabil, kann nichts mehr geben etc.
Da sie aber ja alles versucht hat, war sie fein raus. Für sich und nach außen hin. Passt schon.
Sie hatte sicherlich auch eine andere Vorstellung von ihrem Partner sowie ihrer Zukunft.
Nach der Trennung war ich natürlich dann auch wieder der Ar.. *beep* seine WhatsApp Liste durch.
Tritt die gemeinsame Zeit mit Füßen. Will keine Freundschaft. Hat im gemeinsamen Bett mit anderen seinen Spaß gehabt etc.
Daher – ich kann das ganze aus ihrer Wahrnehmung komplett verstehen. Wirklich.
Ist auch in Ordnung. Soll sie ihr Glück finden.
Zitat von Heffalump: immer Maximum?
Was heißt »immer Maximum.«
Das nicht, jedoch würde ich auch gerne die tiefe Erkenntnis erlangen »
Bin ich froh, dass das ganze vorbei ist.« - Quasi genau das, was auch der sich trennende Part erlebt.
Zitat von Heffalump: Ne - niemand verdient eine solche Reise
Die lieben guten Menschen, nach Trennung oft in sich zusammen fallen, sich neu erfinden müssen - während die Ursache, fröhlich pfeifend, den nächsten Menschen abstrakt zusammen setzt.
Lust habe ich auf diese Reise auch nicht. Keine Frage.
Scheinbar ist das aber irgendwie nötig gewesen – es wird schon seinen Grund haben, warum es so gekommen ist, wie es gekommen ist.
Ob sie fröhlich ist oder was auch immer – keine Ahnung. Am Ende ist es eigentlich auch egal.
Wichtig ist mir erst mal, dass ich wieder auf die Beine komme. Komplett Loslasse und auch irgendwann mal wieder an der Wohnung vorbeifahren kann ohne eine Unruhe oder sonstiges. Selbiges gilt fürs Einkaufen oder aber in die Innenstadt gehen.
Zitat von Heffalump: Sich von tox zu trennen, deutlich mehr Ressourcen frisst, als ne Trennung von ganz normalen Menschen, da es deine erste Beziehung war - hast du leider keinen Vergleich zu
Meine erste Trennung in meinem Leben war das gewiss nicht.
Jedoch die erste Beziehung in meinem Leben, die ich so »intensiv« erlebt habe, auch im Rückblick.
Selbiges gilt für die Trennung.
Zitat von Scheol: Das diese Begriff dazu gehören um besser zu verstehen gehört leider meist dazu.
Für die Zukunft: Definitiv.
Dennoch ist es irgendwo erschreckend, sich damit auseinandersetzen zu müssen.
Zitat von Scheol: Nicht jeder Mensch ist durch seine Partnerin traumatisiert worden und landet in einer Therapie oder Klinik durch diese.
Ich hatte leider keine andere Wahl mehr.
Mein »Leben« bestand lediglich aus:
- Innere Unruhe und Angespanntheit
- Zerstörerischen Gedanken
- Versagensgefühlen
- Handy Bildschirmzeit ist von 1h täglich vor der Trennung auf 6h täglich hochgegangen
- Lieblingsplatz war das Bett
- 60 - 70 Zig. am Tag
- Gefühlt 2L Kaffee
- Sport und Hobbys: Keine Kraft, kein Bock, sinnlos.
Das war einfach kein Zustand mehr für mich. Schließlich bin ich gerade mal 37.
Ich kann mich und mein Leben doch nicht aufgeben wegen einer Trennung.
Klar, ganz geheilt und beschwerdefrei bin ich immer noch nicht. Definitiv nicht.
Es geht aber langsam voran. Immerhin.
Zitat von Scheol: Das ist z.b. ein verhalten was man an den Tag legt wenn man traumatisiert wurde. Das Misstrauen in die Welt , in die Menschheit, das alle ein so verhalten wie die Täterin die Ex.
Natürlich habe ich Angst, erneut
so eine Trennung zu erleben oder aber mich anderen Menschen emotional zu öffnen.
Das führt natürlich dazu, dass ich Menschen, insbesondere vom anderen Geschlecht, verletze, weil ich mich eiskalt gebe.
Auch kann ich Frauen, die an mir interessiert sind, nicht ernst nehmen. Das ist ein verdammt sch. Mindset.
Zitat von Scheol: Exi hat nicht eine Macke gehabt sie hatte glaube ich 78 Redflags , wo ich irgendwann aufgehört habe weiter zu zählen. Und wo ein normaler selbstbewusster Mann gesagt hatte „stopp Fräulein bis hier und nicht weiter oder geh geh geh und renne aus mein Leben“.
Von außen betrachtet ist das sicherlich so. Nur verschwimmt das eben alles total im gemeinsamen Alltag.
Es hat sich eben alles normalisiert. Ist eben so. Das gehört zu ihr. Wird nicht mehr als solches wahrgenommen.
Dann kommt natürlich noch das Podest-Denken sowie das Vergleichen hinzu.
Vergleichen ist immer Mist. Keine Frage. Daher ist das kennenlernen für mich auch momentan total kontraproduktiv.
Zum einen geht der Vergleich immer zu Gunsten von Exi aus. Wenn das dann der Fall ist, setzt wieder der komplette vermissen Modus ein sowie die daraus resultierende, negative, Gedankenspirale.