Artur65
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aufgrund eine schon länger anhaltenden Krisensituation, vielem Lesen und Internetrecherche bin ich auf dieses Forum Aufmerksam geworden. Habe hier schon viel gelesen und möchte so kurz wie möglich meine Situation schildern und erhoffe mir neutrale Einschätzungen. Tatsächlich war ich schon bei eine Psychotherapeutin, eigentlich mit einer anderen Intension, aber dazu später mehr.
Erstmal die Fakten: Ich bin männlich und noch nicht ganz 60. Meine Frau ist etwas jünger wie ich. Wir haben 2 erwachsene Kinder die auch das Haus mittlerweile verlassen haben. Wir haben beide gute Jobs und sind eigentlich finanziell unabhängig.
Zur Historie:
Diese lange Beziehung ist für uns beide auch die einzige gewesen. Sie war damals noch sehr jung (wie gesagt sie ist ein paar Jahre Jünger) als wir zusammen kamen. Die ersten ca. 2 Jahre waren wir, wenn wir alleine waren, sehr zärtlich zueinander, hatten aber aus Rücksicht auf ihr alter keinen sex. In der Öffentlichkeit wollte sie aber schon damals keine Zärtlichkeiten. Nach 2 Jahren hatten wir dann auch mal sex, aber damals schon eher selten und die Zärtlichkeiten ließen nach. Ich habe aber immer Rücksicht genommen. Wir sind dann nah ca. 7 Jahren zusammengezogen und haben nicht viel später einen Bauplatz gekauft und mit viel Eigenleistung ein Haus gebaut. Dabei haben wir als Team sehr gut funktioniert, aber auch damals schon waren Zärtlichkeiten sehr selten und eigentlich nur in Verbindung mit Sex und den gab es vielleicht 4 x pro Jahr obwohl ich häufig es versuchte, sie aber sofort, auch wenn ich nur etwas kuscheln wollte, ablehnte (sehr Kalt). Nach dem Hausbau und dem Einzug heirateten wir und es kamen die Kinder. Damit wurden körperliche Nähe und Zärtlichkeiten noch seltener. Ich nahm immer Rücksicht, weil sie hatte immer Stress, auf der Arbeit, mit den Kindern uns sonst wo. Da ich beruflich sehr flexibel bin und schon damals homeoffice nutzen konnte, habe ich sehr viel bei den Kindern gemacht, z.B. in der Kindergartenzeit ist sie morgens direkt auf die Arbeit und ich habe die Kinder fertig gemacht und in den Kindergarten gebracht und nach der Mittagspause auch wieder abgeholt. Sie hat dann, da nur Teilzeitarbeitend, den Nachmittag übernommen. Auch da haben wir als Team eigentlich gut funktioniert und auch mit uns gegenseitig Freiheiten geben, weil wir beide auch zeitintensive Hobbys haben. Es hat vieles eigentlich gut funktioniert, wenn man davon absieht das es quasie eine platonische Beziehung war/ist. Ich habe immer mal angedeutet das mir da was gewaltig fehlt, aber sie hat das entweder geblockt, das sie darüber nicht reden will, hatte gerade wieder irgendwelche anderen Probleme oder die Kinder nebenan störten. 2015 hatten wir dann mal wieder Sex (in der Zeit waren wir dann bei ca. 1x pro Jahr). Dieser fand immer im dunklen statt, aber in einem Moment, erhellt durch ein Auto das draußen vorbei fuhr, sah ich ihr Gesicht und sah da nur Ekel und Abscheu. Ich brach ab ohne was zu sagen und ab da sagte ich, ich werde sie in keiner Weise mehr "Bedrängen". Das Bedrängen sah so aus, das ich mich im Bett zu ihr drehte und sie aus Abstand einwenig an der Schulter streichelte. Drauf hin kam von ihr in 99,9% der Fälle eine "Nein, heute nicht" und das war es.
Da ich dann nicht mehr auf sie zuging hatten wir ab da gar keine körperliche Nähe mehr. Eine einzige Ausnahme will ich nicht verschweigen, als sie im Urlaub, mit etwas Alk. einmal auf mich zu kam, ich dann aber so überrascht war das es nicht funktioniert. Aber das wars. In dieser Zeit entwickelte sie dann auch Angststörungen und erforderte viel Beistand von mir. Dann kam dazu da ich viel Zeit in die Pflege meiner Eltern stecken musste und auch Stress in anderen Bereichen hatte. Dann starben kurz hintereinander 2 mir nahestehende Personen. Gerade in dieser Zeit hätte ich ihren Beistand und auch ihre Nähe gebraucht, aber es war eher umgekehrt, das sie von mir Beistand brauchte (obwohl die Verstorbenen mir viel näher standen). Sie war es immer die "Unterstützung" forderte und meine Probleme waren immer die kleineren. Ich bekam dann auch gesundheitliche Probleme in denen mir die Ärzte klar sagten, das die körperlichen Symptome sehr Wahrscheinlich auf Stress zurückzuführen sind. In der Zeit wurde mir klar das es so nicht weitergehen kann. Aber das ich den Bedarf nach nähe habe, konnte ich nie aussprechen, weil nach dem Erlebnis von 2015, mir es extrem wichtig war, das das von Ihr ausgeht und auch nicht im Ansatz "eingefordert" ist. Man sollte auch erwähnen das wir uns auch sonst in den letzten Jahren auseinander gelebt haben und die Kinder das Bindeglied, der Kitt waren, bis sie ausgezogen sind. Das merkt man noch heute wenn eines davon mal wider für ein paar Tag da ist, dann ist die Welt besser. Das sie aber merkte wie depressiv und antriebslos ich mittlerweile war, bat sie mich zu eine Psychotherapeutin zu gehen. Sie selbst ist wegen der Angststörung auch schon länger in Behandlung. Ich war dann 2 mal bei der Therapeutin und an sich war das auch recht gut. Am Anfang ging ich davon aus, das meine depressive Art und Antriebslosigkeit von schlechter Trauer und dem Stress ausgelöst worden wäre, sie kam aber sehr schnell auf das Problem in unserer Beziehung. Nachdem sie da einiges erfragt hatte, kam am Ende der zweiten Sitzung die Frage, ob ich, wenn ich ganz ehrlich zu mir bin, noch Hoffnung habe, das sich die Beziehung wieder zum besseren verändert. Das musste ich verneinen, da das einfach zuviele Jahre sind in denen ich gewartet habe. Darauf hin meinte sie, das ich mich dann Trenn müsste. Mit dieser Aussage habe ich fast 6 Monate ohne was zu sagen weitergelebt. Dieses bewusst sein hat mich auch sehr belastet, weil eine Trennung so vielen Menschen weh tun würde, die mir wichtig sind, nicht nur meiner Frau und meinen Kindern, sondern auch meiner Mutter oder meinen Schwiegereltern und auch noch weitere. Dann kam es Anfang des Jahres zu einer Aussprache in der ich sowas wie einen Nervenzusammenbruch hatte. In dieser erzählte ich dann auch von dem Gespräch mit der Psychotherapeuten (bis dahin wusste sie nur, das ich dort war, aber nicht was herausgekommen ist) . Ich sagte auch den Satz der mir seit dem Besuch beim Therapeuten immer wieder durch den Kopf ging "Ich möchte doch nur fühlen, das ich geliebt werde!". Sie bezog das natürlich auch komplett auf das Thema Sex, wobei es mir ja um viel mehr ging. 2 Tage später haben wir dann nach 9 Jahren das erste mal wieder miteinander geschlafen. Wir stellten uns wie Teenager beim erstem mal an und verhüteten auch nicht (nichts passiert außer Angst). 2 Tage später schliefen wir nochmals miteinander und mir viel da extrem auf wie "überspielt" sie wirkte und sich auch so verhielt. Es war total überdreht, als hätte sie irgendwo gelesen, wie mache ich meinen Mann im Bett glücklich. Es wurde mir so klar, das sie mir gerade einen Gefallen tat. Ich weis nicht ob ich mich wirklich ansonsten ab da von ihr distanziert habe, eigentlich glaube ich das nicht, aber heute behauptet sie das. Auf jeden Fall war nach diesem Abend dann auch Schluss mit jeglichen Zärtlichkeiten, das Buch war wieder zu und definitiv auch von ihrer Seite. Ich habe Anfang des Jahre, nach dem Gespräch mir gesagt, gib der Sache nochmal eine Chance und mir 6 Monate Zeit gegeben (habe ich nicht zu ihr gesagt). Die Monate waren einen Auf und Ab, es gab Gesprächsversuche in beide Richtungen, aber nie ein wirkliches Gespräch. Einmal, mitten am Tag, als sie reden wollte und ich sagte, das ich nicht die Kraft dazu habe, hat sie mir auch mit Suizid gedroht (dann kann ich mich ja gleich umbringen). Ich habe sie später darauf angesprochen und sie sagte, das wäre so rausgerutscht, würde sie allein schon wegen der Kinder nie machen. Auf den Tag genau, nach 6 Monaten fingen dann wieder körperliche Probleme an. Das zog mich dann nochmal runter, das merkte sie auch und es kam wieder zu Diskussionen. Anfänglich eigentlich immer sachlich und ohne zu schreien, Vor ca. 2 Wochen ist sie dann aber sehr laut geworden und hat mit Sachen geworfen (nicht gefährliches) und hat darin mir und auch anderen lauter Vorwürfe gemacht. Unter anderem wäre sie von den Kindern überfordert gewesen, sie hätte Burn out gehabt (sie hatte deswegen tatsächlich eine Rea) und ich wäre Sexsüchtig. Es ging auf einmal nur noch um sie. Ich habe daraufhin das Gespräch im ruhigen Ton beendet und ihr gesagte, sie soll doch bitte mal darüber nachdenken, das es gerade in ihrem Wutausbruch nur um sie gegangen ist und ich eigentlich gerade der bin, der sowohl Psychische wie auch körperliche Probleme hat und das ich Abstand brauche . Seit dem schlafen wir getrennt. Die Luft hier ist zum schneiden dick und wir versuchen uns aus dem Weg zu gehen. Wenn ich sie sehe hat sie einen sehr verbissen Blick drauf.
Noch erwähnen sollte ich, das sie eigentlich keine wirklichen Freunde hat, ich aber das Glück habe, einen sehr gute Freunde und eine sehr gute Freundin zu haben ohne die ich nicht die stärke hätte oft ruhig zu bleiben. Aber beide, mag sie nicht und auf die Freundin ist sie sogar Eifersüchtig.
Jetzt habe ich mich die letzten Wochen sehr viel damit beschäftigt was ich bin und will (das habe ich quasie vergessen) aber auch warum die Situation so ist wie sie ist und ob da was zu retten ist. Dabei bin ich auf den weiblichen Narzissten gestoßen. Auch ich hatte das falsche Bild von Narzissmus im Kopf (Selbstverliebt) und habe erst gelernt das richtig zu verstehen. Allmählich glaube ich, das meine Frau zumindest narzisstische Züge hat, weil sie hasst sich und ganz besonders ihren Körper (sie ist etwas Übergewichtig, hat mich aber nie gestört) und immer dann wenn es Differenzen gibt, geht es immer um sie und ihre Probleme. Ich stelle meine schon freiwillig ganz weit hinten an. Sie ist diejenige die uns immer mehr im Umfeld isoliert hat. Und auch ihre Probleme mit der Angststörung oder auch Panikattacken waren zeitlich auch immer dann, wenn bei mir gerade mal etwas anstand wo ich machen wollte.
Sorry das das jetzt so lange wurde, aber es musste mal alles so raus.
Würde gerne von euch hören wie ihr das ganze seht (der Bericht ist natürlich subjektiv von mir) und vielleicht waren welche schon in ähnlichen Situationen und können mir Tipps geben. Danke!