Es hat sich nun alles irgendwie ergeben. Wirkliche Erklärungen, Gründe, etc. habe ich nie bekommen. Sie hat mich eigentlich im Stich gelassen und das, obwohl sie gesehen hat, wie sehr ich gelitten und viel geweint habe. Bis heute reden wir nicht über die Trennung, die wahren Gründe, über den anderen Typen, der da eine Rolle (welche auch immer) spielt. Sie will es einfach nicht, beginnt man das Gespräch, so bekommt man einfach keine Antwort. Sie schweigt sich da völlig aus...
Nach meiner Threaderstellung ist alles sehr emotional hochgekocht. Wie gesagt, ich hatte viel Klärungsbedarf... sie schweigt. Ich habe Ihr klargemacht, dass ich zukünftig nicht der Wochenend-Daddy sein werde und auf nichts verzichten will. Ich werde nicht ausziehen, die Kinder könnten im Wechselmodell bei uns beiden sein und Sie muss sich beruflich verändern, damit alles finanzierbar ist. Von dem Zeitpunkt an, war sie wie besessen von einer eigenen Wohnung, allerdings sprach sie immer von einem Appartement, bloß kümmerte sich um nichts. Das Miteinander war generell sehr gut, wenn da nicht meine Verlustängste gewesen wären. Ich war dauerhaft am Boden zerstört. Ich musste mich um alles kümmern. 2 Haushaltspläne aufstellen (1x für sie und 1x für mich und die Kinder), Berufsberatung, welche Miete und Nebenkosten sitzen drin, usw. usw. usw.
Präsent war immer mein Gedanke: ich verliere meine Familie, das hat mich so zerstört. Das war das, wofür ich lebe und unvorstellbar ohne diese auszukommen. Es interessierte sie alles nicht. Eiskalt... sie ist mir nicht entgegengekommen, mir Mut zugesprochen, in welche Richtung auch immer. Man kann sagen, sie ging mit mir um, wie mit einem Kollegen, der ihr egal ist. Eines Tages stellte mir jemand folgende Frage: "selbst wenn Ihr wieder zueinander findet, was passiert, wenn Du mal ein großes Problem hast? Hier hast Du nichts falsch gemacht, vielleicht hätte man was anders machen sollen in der Vergangenheit, aber falsch hast Du nichts gemacht." Darüber habe ich viel nachgedacht und es machte dann irgendwann KLICK. Mir war klar, dass diese Frau niemand ist auf den ich mich verlassen kann, die mir den Rücken stärkt und auch in einer schweren Phase zu mir steht. Im Gegenteil: Sie trennt sich von mir und erwartet noch, dass ich diese Trennung für sie organisiere?!? Verrückt!
Von dem Zeitpunkt, habe ich etwas mehr Druck gemacht, dass sie nun gehen muss. Habe einen Anwaltstermin für uns beide organisiert, um Ihr zu zeigen, dass es nun passieren muss, aber natürlich hatten wir auch Fragen, wie das Leben nach dem Auszug/Scheidung aussieht.
Nun ist sie seit einem Monat weg, ich bin mit den Kindern hier alleine und bekomme das alles gut hin. Sie kommt oft vorbei (wenn auch nur kurz), aber das Miteinander ist sehr gut, man darf halt nur nicht die Erwartung haben, dass sie mal endlich mit der Sprache rauskommt. Wie es zukünftig laufen wird, das weiß ich nicht, klar für mich ist aber eins: sie wird in meinem Leben keinen Platz mehr haben, den sie mal eingenommen hat. Wir werden uns scheiden lassen und auch geschieden bleiben, denn ich will sie nicht mehr!
Ich habe für mich festgestellt: Nach so einem Schock, dann ist man traurig, deprimiert, wütend, sauer, ungerecht, krank, gekränkt, emotional, ängstlich, usw. Man hat ganz viele emotionale Gefühlszustände. Man darf aber nie vergessen, dass es damit nicht weiter geht, man muss in irgendeine Richtung daran arbeiten, wenn man eigentlich weiß, was man will.
