Ich sehe hier keine sorglose Aufgabe einer gut funktionierenden Beziehung.
Sondern zwei Menschen, deren gemeinsamen Lebensziele sich auf Grund der Krankheit des TEs verschoben haben und die keine andere Alternative als eine Trennung als Lösung gefunden haben.
Jeder geht anders mit der Verarbeitung einer potentiell tödlich ausgehenden Krankheit um. Wer so eine Diagnose erhält, darf schon mal strugglen und seine bisherigen Lebensziele hinterfragen. Und sich dann auch anders als ursprünglich geplant entscheiden -oder eben auch unsicher sein.
Zitat von Bizzy1510: Sie kennt die Sachlage, sie kann das selbst entscheiden.
Entscheiden, ja. Aber auch rational entscheiden?
Ich finde es nicht verkehrt, sich Gedanken darüber zu machen, ob man Kinder in die Welt setzt, wenn eine schwerwiegende Krankheit vererbt werden könnte. Je nach Wahrscheinlichkeit kann es Sinn machen, sich gegen Kinder -zumindest mit diesem Partner- zu entscheiden.
Unabhängig davon gehören zwei dazu, ob und welches Risiko sie eingehen möchten. Wenn man sich nicht einig wird und andere Alternativen nicht in Frage kommen, bleibt unter dem Strich m.E. nur die Trennung. So traurig das ist.
Zitat von Multiversum: Sicherlich ist laut der Werbung der nächste Traumpartner nur einen Klick entfernt,
das entspricht nur leider nicht der Realität.
Ich bin ja nicht unbedingt für meine Empathie bekannt, aber diesen Sarkasmus finde ich schon etwas mies.
Für mich sieht es nicht so aus, als hätten die beiden sich aus Jux und Dollerei getrennt. Mindestens eine Partei, nämlich die Partnerin des TE, dürfte ziemlich verzweifelt gewesen sein, sich von dem Menschen zu trennen, den sie liebt und von dem sie Kinder wollte. Der TE selbst macht auf mich auch keinen sonderlich glücklichen Eindruck.
Da fehlt so ein Spruch noch.