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Trennung und tiefe Verzweiflung nach 12 Jahren 4 Kinder

Löwenzeh
Zitat von Sternenguckerin:
Ich wollte meinem Mann alles geben, ich wollte sein Leben bereichern, statt es zu belasten.

Ihr wart 12 Jahre zusammen.
Da wird schon Bereicherung dabei gewesen sein, allein die Kinder, überlege doch, wieviele reicher sein Leben durch dich wurde.
Es sollte dir absolut nicht leid tun, dass auch du im Gegenzug bereichert werden willst.

Zitat von Sternenguckerin:
Warum kann es nicht etwas geben, was uns beide glücklich macht, uns beiden wieder Kraft gibt?

Gibt es das nicht?
Ahnst du nicht längst die Richtung?

Weg von der kranken Mutter - ja, dann muss das Haus vielleicht weg.
Noch verheiratet zu sein, hilft mit Sicherheit bei der Wohnungssuche.
Hast du nicht ein bisschen Lust, auf was Neues?
Raus aus der Dauerschleife?

Natürlich ist das Haus ein Riesenfaktor. Aber auch mit ultimativen Wertverlust, weil es an deine Mutter gekoppelt ist. Dir geht es gut ohne sie. Du kriegst Zustände, wenn sie da ist.
Du musst weg von ihr. Deine Energie wird an anderen Stellen gebraucht.

Da liegt das Wachstum vergraben.

Auch weg von dem Mann, der nicht mehr will, nur die Steuervorteile und Kinder bitte.
Du sagst selbst:

Zitat von Sternenguckerin:
Ich habe mich an seiner Seite immer schlecht und minderwertig gefühlt, ihn immer als Fels in der Brandung, viel leistungsfähiger, stabiler und disziplinierter wahrgenommen.

Und

Zitat von Sternenguckerin:
es sowohl meiner verrückten Mutter, als auch meinem Mann Recht zu machen und hier alles unter einen Hut zu bringen und den Haushalt und die 4 Kinder zu versorgen

Da liegt der Fehler. Es den anderen Recht machen zu wollen.
Dein Verantwortungsbereich endet bei den Kindern.
Mute dir nicht mehr zu, als du stemmen kannst, Atlas.

Atlas, der das Gewicht der Welt tragen musste, hatte indes keine Wahl.
Du schon. Du bist so jung wie ich, deine Kinder schon etwas autonom.
Du hast was auf dem Kasten!
Zitat von Sternenguckerin:
Mittlerweile habe ich den Führerschein gemacht (binnen 2 Monaten) und kann nun Auto fahren.

Herzlichen Glückwunsch!
Schade, dass dafür kein Zuspruch von irgendwem kam... Aber du hast es hoffentlich auch für dich gemacht, du bist jetzt mobil, du hast dir gezeigt, du kannst über deinen Schatten springen.

Spring weiter. Bis es keine Schatten um dich mehr gibt, die man überspringen könnte.

Zitat von Sternenguckerin:
Das ganze Drama wird vermutlich weitergehen, keine Ahnung wie lange noch.

Solange du magst.

Solange, bis du dich etwas anderem zuwendest, deine Zeit mit anderen Menschen verbringst.

Solange bis du zulässt, dass etwas, das du dir sehr gewünscht hast, endet.

Solange, bis DU loslässt und damit das Gefühl ablegen kannst, fallen gelassen zu werden.

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