Trennung von den Kindern

Ehemaliger User

Hallo,

Jetzt nach 5 Monaten kann ich mich so langsam damit abfinden, dass es vorbei ist. Ja, ich kann auch ohne meine Frau sein, das Leben geht weiter, den Blick schon wieder zaghaft nach vorne gerichtet, auch wenn ich manchmal noch traurig zur├╝ckschaue. Ein kurzer Gedanke, vielleicht will sie mich ja doch wieder haben, mehr aber nicht.

Aber die Trennung von den Kindern tut ungemein weh, an jedem zweiten Sonntag abend das Gleiche. Die R├╝ckkehr in die leere Wohnung, ihre Sachen liegen noch ├╝berall rum, ein Blick zum Computer, auf dem sie gespielt haben, ihre Betten neu beziehen, und immer wieder die gleiche Frage, warum?
An diesen Abenden ist einfach alles nur finster, ich sehe meine Kleinen immer wieder vor mir, ihre traurigen Augen beim Abschied, aber zugleich die Freude, wieder bei der Mama zu sein, und ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Schmerzen irgendwann nachlassen werden.  Man hat sie f├╝r kurze Zeit bei sich und muss sie immer wieder loslassen.
Unter der Woche gew├Âhnt man sich recht schnell wieder ans Alleinsein, und trotzdem weiss man, man nimmt nicht mehr so recht an ihrem Leben teil, fragt sich ├Âfters, wie es ihnen geht, ja eigentlich sind sie immer pr├Ąsent.

W├Ąhrend den WE kommt es manchmal zu Tr├Ąnenausbr├╝chen meiner kleinen Tochter, die ihre Mutter vermisst und mein Sohn erz├Ąhlt mir, zuhause hat sie ├Âfters Sehnsucht nach mir.
Die Kleinen tun mir einfach nur leid, sie wollen uns beide haben, sie leiden und sie k├Ânnen nicht verstehn.
Und auch wenn ich diese Beziehung nicht beendet habe, auch mir kommt ein Teil der Schuld zu, auch ich bin daf├╝r verantwortlich, dass die Welt dieser kleinen unschuldigen Wesen durcheinander gewirbelt wurde. Und das ist eine verdammt schwere Last.

taka

21.10.2003 13:51 • #1


balou


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Hallo Taka,

hab lange nichts mehr geschrieben und nur noch still verfolgt. Aber zu Deinem Betrag mu├č ich einfach was schreiben:
Ich kann Dich verdammt gut verstehen und Deine Gef├╝hle sehr genau nachvollziehen. Es ist ein grausames Spiel, ganz egal, wer gagangen ist oder verlassen wurde. Und f├╝r denjenigen, der seine Kinder nur noch jedes 2. WE oder wie bei mir, jedes WE aber nur einen Tag, sehen kann, ist es die H├Âlle. Die Trennung vom Partner, von Haus, Hof und Freunden, l├Ą├čt sich irgendwann verarbeiten. Die Entfernung der Kinder ist Folter.
Wollte Dir nur schreiben, da├č Du mit Deinem Schmerz nicht alleine bist.
Liebe GR├╝├če Balou

22.10.2003 09:16 • #2



Trennung von den Kindern

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Ehemaliger User


Hallo Balou,

Ich sag einfach nur danke, deine Worte haben mir gut getan.

LG
taka

22.10.2003 10:31 • #3


Ehemaliger User


Hallo taka,

ich wei├č auch nur zu gut, was Du durchmachst. Mir ging es letztes Wochenende mal wieder so wie Dir. Es fiel mir schwer, Abschied zu nehmen. Mir ging es schlecht.

Aber auch hier ist das Kopfkino verantwortlich! Tatsache und unumst├Â├člich ist es, da├č Du am Leben der Kinder nicht mehr teilhaben kannst, wie Du es vorher warst. Du mu├čt Dich genauso von den Kindern verabschieden, wie Du es von Deiner Frau getan hast!!

Meine hat mal versucht, mich ├╝ber meine Kinder zu erpressen. Das hat bei mir ein Umdenken verursacht. Ich habe mich an diesem Tage (es war 1 Monat nach der Trennung) von meinen Kindern "verabschiedet".
Vorstellungsm├Ą├čig sind meine Kinder jetzt vollj├Ąhrig und gehen ihre eigenen Wege. Wenn sie das w├Ąren, mu├č man sich als Elternteil auch verabschieden. Was uns widerfahren ist, ist eigentlich nur das Vorziehen dieses Prozesses. Die Kinder trauern, das ist klar. Sie m├╝ssen auch lernen, mit der Trennung umzugehen. Mein Sohn hat immer wieder einmal auf meinem Scho├č gesessen und einfach geweint. Das tut so richtig weh. Ich tr├Âste dann und sage, es wird alles mit der Zeit besser. Inzwischen geht es einigerma├čen stabil zu.

Mein Chef hat zu mir gesagt: "Die Kinder werden alleine gro├č..." und hier im Forum habe ich immer wieder geh├Ârt, "k├╝mmer Dich in der Zeit, wo Du sie hast, so gut wie m├Âglich um sie - Du wirst noch Deine Wunder erleben..." Ich wei├č nicht, wie das gemeint war, aber ich tue es einfach.

Taka, so brutal es ist, Du mu├čt auch Deine Kinder loslassen. Sie sind selbst├Ąndige Lebewesen und gehen irgendwann ihre eigenen Wege.
Meiner EX mache ich hier den Vorwurf, da├č ich - allein wegen der Kinder - zumindest einen Rettungsversuch verdient gehabt h├Ątte. Aber wir wissen ja heute, da├č im Moment der Trennung nur noch der Egoismus z├Ąhlt.

Sie hat den Schmerz der Kinder haupts├Ąchlich zu verantworten durch eine leichtfertige neu begonnene Liebesbeziehung. Mein Schmerz, ok, das ist akzeptabel, aber solange keinerlei Einsicht von Ihrer Seite da ist, was sie den Kindern damit angetan hat, solange ist aus meiner Sicht so schnell keine Vers├Âhnung m├Âglich. Gru├č, Gerd

22.10.2003 21:16 • #4


engelsfluegel


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entschuldigt bitte,wenn ich jetzt mal dazwischen rede...ich finde den Satz ganz furchtbar:" Du musst Dich jetzt auch von Deinen Kindern verabschieden".
Kinder,egal wie alt brauchen beide Elternteile!
Eigentlich heisst es,beide Eltern sollten sich zwar von der gemeinsamen Partnerschaft verabschieden aber einen Weg finden,Eltern zu bleiben.Das ist der richtige Weg und nicht umgekehrt!
Ich weiss aus Erfahrung,das dieses nicht leicht ist,weder f├╝r die Partner noch f├╝r die Kinder.
Ich habe mich von meinem Mann getrennt,das ist jetzt 4 Jahre her.Es war furchtbar! F├╝r ihn und auch f├╝r mich und f├╝r unser Kind,sowiso!
Kinder brauchen Jahre um so etwas zu verarbeiten! Unser Sohn brauchte 3 Jahre und das mit einer Spieltherapie.Als wir wieder Eltern wurden hat er gedacht,er w├╝rde uns wieder zusammen bringen,obwohl mein Ex wieder Vater wurde...es hat lange gedauert bis unser Sohn begriffen hat,das wir trotzdem seine Eltern sind,obwohl wir getrennt sind.
Jetzt sind wir 4 Jahre getrennt und auch jetzt erst ist unser Sohn ein fr├Âhlichrs Kind,das gerne zu Papa geht und gerne bei Mama wohnt.Er hat es akzeptiert mit hilfe der Therapie,mit unser hilfe....und mit ganz viel Liebe!
Der Weg war verdammt schwer!
Ich kann Euch nur sagen,Kinder leiden l├Ąnger als Ihr!Eure Kinder brauchen Euch Beide!
Benimmt Euch nicht wie Kinder,sondern reisst Euch zusammen und versucht daran zu arbeiten das Ihr ELTERN werdet!!!

Der Weg ist sehr hart und steinig und dauert Jahre!!!!
...aber geht ihn!!!!!!!!!!Eure Kinder danken Euch es,irgendwann.

engelsfluegel

23.10.2003 22:31 • #5


mirja


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Hallo engelsfl├╝gel,

dein Beitrag klingt sehr vern├╝nftig. Ich vertrete sonst immmer die Frauenseite, aber diesmal sehe ich das etwas anders.
Den V├Ątern, die hier geschrieben haben, gebe ich recht.
Es ist ein Unterschied, ob man das Kind jeden Tag sieht oder alle 14 Tage und sie sind f├╝r ihre Kinder da! Sie m├╝ssen sich trotzdem auf ihre Weise verabschieden, weil es auch eine Trennung von Kindern ist, da sie die Kinder nicht mehr so oft sehen. Stell dir einfach vor, wie es f├╝r dich w├Ąre, alle 14 Tage dein Kind zu sehen? K├Ânntest du es aushalten?
In paar Jahren, vor allem wen die Kinder ├Ąlter werden, sieht alles anders aus. Das braucht aber Zeit!
Ich w├╝nschte mein Ex k├Ânnte das auch so sehen.
Gruss
Mirja

24.10.2003 00:11 • #6


Ehemaliger User


Hallo,

Sich von den Kindern verabschieden, klingt in der Tat hart, aber dieser Abschied ist etwas, was ich nur mit mir selbst ausmache und nur in meinem Inneren stattfindet. Ich muss mich einfach daran gew├Âhnen, sie weniger zu sehen und weniger von ihrem Leben mitzubekommen. Das wird aber niemals etwas an meinen Gef├╝hlen f├╝r sie ├Ąndern. Mein Verh├Ąltnis zu meinem 9 Jahre alten Sohn hat sich n├Ąmlich sehr positiv ver├Ąndert und ist viel intensiver geworden, eben deshalb, weil es f├╝r uns beide etwas Besonderes geworden ist, zusammen zu sein. Auch unter der Woche meldet er sich ├Âfter bei mir. Meine Kleine tut sich halt noch ein bisschen schwer und wird auch noch Zeit brauchen. Ich habe aber schon mit meiner Frau abgemacht, dass wir zusammen mit ihr zu einem Psychologen gehen. Wir beide m├Âchten jede Chance nutzen, damit sie damit klar kommt und wieder gl├╝cklicher und v.a. ausgeglichener wird.
Ich mache meiner Frau in dieser Hinsicht auch keine Vorw├╝rfe,denn die Tatsache, dass sie nicht mehr mit mir leben will, ├Ąndert nichts daran, dass wir zusammen Kinder haben und beide f├╝r deren Leben verantwortlich sind.
Ausserdem kann ich die Kinder auch ausserhalb der beiden WE sehen, wenn ich m├Âchte, aber das will ich halt auch nicht ├╝bertreiben, um sie nicht st├Ąndig aus ihrem Lebensrhythmus zu reissen.
Nur, das alles ├Ąndert nichts daran, dass es weh tut, sie nicht mehr oft zu sehen, im Bewusstsein, dass es ihnen nicht gutgeht. Aber ich setze alles daran, um ihnen zu helfen und ich denke, meine Frau tut das auch.

@Gerd,
Ich glaube, es w├Ąre sinnlos, nur wegen der Kinder einen Neuanfang zu starten, wenn beide nicht dazu bereit sind. Nat├╝rlich tendiert man dazu, dem Verlasser die ganze Verantwortung f├╝r die Situation der Kinder in die Schuhe zu schieben, aber ich denke, man sollte nach einer Scheidung die Ehe von der Elternschaft getrennt sehen, so gut es eben geht.

Bevor meine Frau sich von mir getrennt hat, hat sie sich an eine Beratungstelle gewandt, weil sie ein schlechtes Gewissen wegen der Kinder hatte. Dort hat man ihr gesagt, dass es keinen Sinn machen w├╝rde, nur noch wegen der Kinder mit mir zusammen zu leben, denn ungl├╝cklich und als Teil einer schlechten Partnerschaft k├Ânne sie keine gute Mutter sein.
Das Problem ist nur, dass sie jetzt nach dem ersten Scheidungstermin am vergangenen Mittwoch wieder total am Boden ist und immerzu weint. Und gerade daran leidet meine Tochter am meisten.

Was dich betrifft, m├Âchte ich dir sagen, dass die Kinder es dir danken werden, wenn du dich an den WE gut um sie k├╝mmerst und ihnen Halt und ein Gef├╝hl von Sicherheit gibst.
Obwohl ich verlassen wurde, bin ich derjenige, bei dem die Kinder zur Ruhe kommen und der ihnen St├Ąrke vermittelt. Und ich glaube, genau diese Tiefe in meinem Verhaltnis zu ihnen sollte mich ├╝ber die Schmerzen beim Abschied hinwegtr├Âsten, aber ist eben nicht immer so einfach.

Gr├╝sse, taka.
 

24.10.2003 08:21 • #7


Ehemaliger User


Hallo taka,

ich bin in dieser Sache inzwischen kritischer...

Ich gebe Dir recht mit der Aussage, da├č eine Beziehung, die zerr├╝ttet ist, nicht auf Gewalt oder wegen Kindern Bestand haben sollte.

Mir geht es um den Schritt davor. Mir geht es darum, wie denn festgestellt wurde, da├č die Beziehung zerr├╝ttet ist. Hier setzt meine Kritik an.

Was wurde getan, um die Beziehung zu retten? Welcher Einsatz, welche Gespr├Ąche, welche Hinweise, welche externe Hilfe wurden gef├╝hrt, in Anspruch genommen usw. Wie sah in diesen Bereichen die Verantwortung aus (und derjenige, der verl├Ą├čt, hat hier einfach die Verantwortung - und die hat er nur alleine, weil er ja den Partner nicht einweiht, nur um ihm nicht wehzutun!! - Das ist ja der Betrug an der Sache! )

Ich sage, da├č Beide f├╝r das Scheitern die Verantwortung tragen m├╝ssen - aber der Verlasser hat in der Vorphase zu pr├╝fen, ob alles ausgelotet worden ist. Und wenn dann Kinder da sind, wiegt diese Verantwortung noch gr├Â├čer.

Nur - Tatsache ist, da├č das Neue viiiel reizvoller ist, als das Bew├Ąhrte - und wir wissen, da├č die o.g. Anstrengungen nicht mehr n├Âtig sind, da ja alles beim alten bleibt, weil ja ein Neuer da ist. Und das ist der Trugschlu├č - die Kinder sind vergessen worden!!

Wenn nach einer Pr├╝fung der Fakten und Gef├╝hle herauskommt - die Partnerschaft ist nicht mehr aufrecht zu erhalten, dann d├╝rfen auch die Kinder nicht der Grund f├╝r die qu├Ąlende Aufrechterhaltung einer Partnerschaft der Eltern sein.

Was aber, wenn keine Pr├╝fung stattgefunden hat, sondern einer der Partner mal so schnell seinen Schmetterlingen im Bauch hinterherrennt??

Aber - was solls - ist heutzutage Mode, also normal. Gef├╝hle anderer... papperlapapp, alles unwichtig... Nur ich bin noch wichtig! Idealer N├Ąhrboden f├╝r eine Partnerschaft...  >:(


Hallo engelsfl├╝gel,

vielleicht kam es bei Dir etwas falsch an. Ich mu├č mich in der Form innerlich von den Kindern verabschieden, da├č ich akzeptieren mu├č, sie nicht mehr t├Ąglich zu sehen und sie alle 14 Tage wieder herzugeben.

Wenn ich (und das mag nur f├╝r mich gelten)meinen "Liebeslevel" zu den Kindern so hoch gehalten h├Ątte, wie ich ihn in der Beziehung hatte, w├Ąre ich an dieser ganzen Trennung zugrunde gegangen. Ich liebe meine Kinder ├╝ber alles, aber ich lasse los...

Ich gebe sie her, ich lasse sie ihren Weg gehen, ich akzeptiere sie als Individuum.
Tue ich das nicht, bin ich erstens ├╝ber meine EX manipulierbar (und das hat sie ja getan) und zweitens sterbe ich an Kummer, ich gehe ein wie eine Priemel. Und das lasse ich nicht zu. Den verlassenen M├Ąnnern bleibt nur ein gesunder Egoismus - manche M├Ąnner mutieren sicherlich zu gef├╝hllosen ├ärschen - aber die EX interessiert nicht, wie schwer es f├Ąllt, die Kinder wieder hergeben zu m├╝ssen und den Kindern hilft es auch nicht, wenn ich sie mit Tr├Ąnen in den Augen der Mutter in die Hand dr├╝cke. Hier ist die (nicht vorhandene) "m├Ąnnliche H├Ąrte" gefragt, anders ist es kaum zu bew├Ąltigen.

Die Vorstellung von Mirja ist gut, stell Dir Du mal bitte vor, Du siehst die Kinder von heute auf morgen nur noch alle 14 Tage. Nicht mehr jeden Tag!!!

Ich erkl├Ąr Dir mal das Ein oder andere:

- Du erf├Ąhrst mal wieder nach 2 Wochen, da├č Sich Deine Tochter den Finger gebrochen hat.
- Du erf├Ąhrst nach 2 Wochen, da├č Dein Sohn einen Hefteintrag bekommen hat, weil er in der Schule nicht mehr folgen kann
- Du erf├Ąhrst nach 2 Wochen, da├č Dein Sohn nachts um 2 an┬┤s Telefon mu├č, weil sie mal wieder nicht zuhause ist...
- Du siehst alle 2 Wochen nur, wie sich die Kinder entwickeln und dann auch nur f├╝r kurze Zeit - Du bekommst im Zeitraffer mit, was sich alles sch├Ânes und tragischen ereignet hat, Du hast kaum Zeit, darauf einzugehen, die tiefsch├╝rfenden und erf├╝llenden Gespr├Ąche zu f├╝hren, die oft aus einer Situation heraus entstehen...
Du kennst das, da├č auf die Frage: "und wie gehts..." oft nur ein "gut" kommt... und die erzieherischen Gespr├Ąche kaum stattfinden... Man dr├Ąngt dann als Vater oft, weil man wissen will, wie es den Kindern geht, man will das Gespr├Ąch und erreicht nichts dabei. Man ist hilflos und kann nur loslassen, weil sonst eine Basis zerst├Ârt wird.

usw.

Es ist nicht einfach f├╝r die V├Ąter - und es ist bitter, wenn das Gef├╝hl herrscht, da├č dies nicht h├Ątte sein m├╝ssen, wenn der Egoismus des anderen nicht geherrscht h├Ątte und es w├Ąre sicher nicht so hart, wenn man zumindest das Gef├╝hl bekommen h├Ątte, da├č man es versucht hat. Gru├č, Gerd

24.10.2003 14:23 • #8


Ehemaliger User


Hallo Gerd,

Ich weiss jetzt, wie du das mit der Verantwortung gemeint hast und kann dir nur zustimmen. Auch meine Frau hat in der Tat ├╝berhaupt nicht versucht, unsere Ehe noch zu retten und mich erst eingeweiht, als die Beziehung zu dem Neuen auf sicheren Beinen stand. Keine Bem├╝hungen, kein Kampf, keine externe Hilfe, keine Chance mehr. Also wirklich nur der pure Egoismus und kein einziger Gedanke an das Wohlergehen der Kinder.

In dieser Hinsicht hat sie schon die Verantwortung zu tragen, aber damit kommt sie jetzt ├╝berhaupt nicht klar, zumal der Neue dann doch nicht die grosse Liebe zu sein scheint und ihr nicht das gibt, was sie erwartet hatte.
Also werde ich wieder mit SMS bombadiert, wie sch├Ân es mit mir war, danke f├╝r meine Liebe usw, aber ich will ihr einfach nicht mehr hinterher trauern. Es war vorauszusehen, dass ihr das Ganze irgendwann mal leid tun w├╝rde, zumal es jetzt auch noch den Kindern und besonders unserer Tochter schlecht geht. Aber ich will einfach nicht mehr und weiss jetzt, dass ich auch ganz gut ohne sie leben kann.

taka

24.10.2003 23:49 • #9


Ehemaliger User


Hallo,

zu diesem Thema, das mich auch sehr ber├╝hrt m├Âchte ich auch etwas schreiben.

Bei mir wird es Mitte Dezember soweit sein, wenn ich aus der noch gemeinsamen Wohnung ausziehen werde, in meine eigene kleine Burg. Ein 1 Zimmer Appartment, zwar nahe zu meiner Tochter (knapp 2 Jahre), aber doch weit entfernt.

Dieser Moment macht mir jetzt bereits grosse Angst, und wenn ich ├╝ber Eure Erfahrungen lese, dann steigt sie um so mehr. Jetzt kann ich unter Woche noch abends in Ihr Kinderzimmer gehen, ihr ├╝ber den Kopf streicheln, ihr eine Gute Nacht w├╝nschen, ich glaube fest daran, dass sie dies auch sp├╝rt, dass ihr Papa da ist. Und jetzt werde ich auch zum Wochenendpapa degradiert werden. Mit fester Absprache, festen Regeln, wann ich meine Tochter sehen darf. Was wird sein, wenn ich sie mal sehen m├Âchte zu einer Zeit, zu der ich sie eigentlich - absprachegem├Ą├č - nicht "habe" (schreckliches Wort). Aber was wird auch sein, wenn ich zu ersch├Âpft bin, von einer Woche voll anstrengeneder Arbeit. Werde ich dann ein vollwertiger Papa f├╝r sie sein. Wie kann ich mit meinen Kr├Ąften haushalten ?

Ich stimme Euch insofern zu, als eine Beziehung nicht wegen des Kindes aufrechterhalten werden sollte, aber meine Meinung ist schon, dass man, wenn man ein Kind hat einfach eine h├Âhere Verantwortung hat, die Beziehung zu retten. Meine NochFrau hat mir immer wieder gesagt, dass wir unterschiedliche Einstellungen haben, dass sich unsere Lebenswege voneinander zuweit entfernt haben. Dies sei der Grund der Trennung. Sie hat sich von mir entliebt.

Allein dieser Umsatnd tut immer noch weh, aber meine kleine Tochter leidet unter dieser Situation, und es wird noch schlimmer werden. Schon jetzt ist es so, dass meine kleine Tochter, zu Zeiten, in denen ich mit Ihr alleine unterwegs bin, immer wieder nach Ihrer Mutter verlangt. Das w├Ąre an und f├╝r sich ja auch ganz ok, und altersgem├Ą├č, aber was soll ich ihr sagen: Mama und Papa haben sich getrennt. Und das wo ich doch selbst mit der Situation noch nicht klarkomme.

Ich danke Euch jedoch f├╝r die Gedanken, dass ich meine Tochter bereits jetzt loslassen muss. Wenn sie will kommt sie immer wieder zu mir zur├╝ck, wenn nicht, dann wird sie auch alleine wachsen. Ich kann ihr nur mein "Ich" anbieten, ob sie es nimmt, wird langfristig ihre Entscheidung bleiben.

Der Spruch, man hat sich zwar als Paar getrennt, bleibt aber als Eltern verbunden, mag zwar objektiv richtig sein, dies ist aber gerade die Schwierigkeit. Ich habe negative Emotionen gegen meine Frau, und versuche doch, sie als Mutter meiner Tochter zu akzeptieren. Oder der Aspekt, dass meine Tochter mit lauter mir "fremden" Freunden meiner NochFrau aufwachsen wird, wor├╝ber ich keine Kontrolle haben werde, ist sehr betr├╝blich. Schon jetzt gibt es mir immer einen Stich ins Herz, wenn meine Tochter Namen von Leuten nennt, die ich nicht kenne, sondern im  Gegenteil, denen meine Frau immer mal wieder sagt, wie schlecht ich mich doch im Rahmen der Trennung verhalte, oder dass ich ihr Anlass gegeben habe f├╝r die Trennung.

Insgesamt ein trauriger Beitrag, vielleicht etwas konfus, aber trotzdem hat es mir geholfen dar├╝ber zu schreiben.

LG

Fate

26.10.2003 09:38 • #10


Ehemaliger User


Hallo fate,

auf eines kann man sich verlassen in einer langen Beziehung.

Liebe hat die Eigenart der Verg├Ąnglichkeit. Sie mag sich wandeln - aber ich war nie so blau├Ąugig, anzunehmen, da├č alles so bleibt, wie am ersten Tag.

Und diese Erkenntnis fehlt vielen Verlassern! Sie meinen, wenn Sie eine neue Beziehung beginnen - mit Schmetterlingen im Bauch - da├č dies existenzieller ist als das Bestehende.

Sie ├╝bersehen dabei, da├č dort auch der "Endzustand" die Routine sein wird. Nur wird die zweite Beziehung eher halten, da sie erkennen, da├č dies bei einer dritten Beziehung auch nicht anders w├Ąre...

Es gibt bestimmt Menschen, f├╝r die die "serielle Monogamie" die L├Âsung ist f├╝r das nat├╝rliche Entlieben. Hier habe ich aber Probleme...

Ich habe das schon ├Âfter gesagt, hier sollte irgendwie vorbereitet werden darauf. F├╝r diese F├Ąlle der "Erstbeziehung und deren Probleme" sollte es einen Kursus geben, so nach dem Motto - irgendwann sind die Schmetterlinge weg, was ist dann??

Und das ist das Entt├Ąuschende daran, da├č alle Menschen gleich klug sind, viele eben leider erst hinterher... Das verbittert mich so, Gru├č, Gerd

PS: Das Kind kommt am besten mit der Wahrheit klar, dies nur so als Info. Du mu├čt nur erkl├Ąren, da├č Du f├╝r das Kind immer da sein wirst, wenn es ruft oder Dich braucht. Und auch, wenn Du mal abgespannt oder traurig bist - wichtig ist nur, da├č Du in diesem Moment da bist. Schwankungen sind normal und das akzeptieren Kinder auch (auch in diesem Alter!). Schlimmer ist, wenn Du nicht mehr verl├Ą├člich bist. Dein Zorn Deiner EX gegen├╝ber wird sich abbauen, relativieren, mit der Zeit. Ihre Sicht der Dinge - auch wenn ├╝ber die Kinder an Dich herangetragen - ist nicht mehr wichtig. Sie hat Dir einen Tritt gegeben, auf ihre Meinung kannst Du getrost verzichten. Au├čerdem ist es v├Âllig egal, ob Du Dich objektiv richtig oder falsch verh├Ąltst - wenn Deine EX f├╝r ihr schlechtes Gewissen etwas sucht, wird sie es finden. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche...

27.10.2003 08:33 • #11


Ehemaliger User


Hallo Fate,

Es ist normal, dass du Angst vor der neuen Situation hast, die dich ab Mitte Dezember erwartet. Aber wenn du erst alleine lebst, wirst du dich besser von deiner NochFrau l├Âsen k├Ânnen und das heisst auch, dass nach einiger Zeit die Wut, die Entt├Ąuschung und die negativen Emotionen nachlassen werden. Beim ersten, zweiten und vielleicht noch beim dritten Mal wirst du aufgew├╝hlt sein, wenn du deine Tochter abholst und deine NochFrau nur noch f├╝r einige Augenblicke siehst und das Gespr├Ąch sich auf einige Worte ├╝ber euer Kind beschr├Ąnkt. Du gehst mit deiner Tochter in deine Wohnung, sie wird bei dir ├╝bernachten, ohne ihre Mutter, sie wird sie vermissen und du wirst erstmal miit der alleinigen Verantwortung zurecht kommen m├╝ssen.
Aber glaub mir, nach einiger Zeit wirst du die ├ängste ablegen k├Ânnen und deine Kleine sich daran gew├Âhnen, aber es ist klar, dass es immer mal wieder zu sehr traurigen Momenten kommen wird. Nur, die Tatsache, dass du zeitweise ganz allein mit ihr bist wird dir auch etwas geben, ein Gef├╝hl von besonderer Intensit├Ąt und die Gewissheit, dass euch etwas verbindet, was auch deine NochFrau nicht zerst├Âren kann. Dies ist jedenfalls ein Ansatz, der mir hilft, dar├╝ber hinwegzukommen, dass ich im allt├Ąglichen Leben auf meine Kinder verzichten muss.

Die Abschiede tun weh, klar, das haben einige ja hier schon beschrieben, aber m├Âglicherweise kommt deine Tochter viel besser damit zurecht als du glaubst, weil sie erst 2 Jahre hat und somit mit der neuen Situation aufw├Ąchst.
Eigentlich ein trauriger Gedanke, ich weiss, aber ich denke schon, dass da etwas dran ist.

Dass deine Frau dir immer wieder vorwirft, dich im Rahmen der Trennung schlecht zu benehmen, wird dich irgendwann kaum mehr interessieren. Sie will wohl nur ihr schlechtes Gewissen beruhigen, weil sie sich mit Sicherheit bewusst ist, welche Verantwortung eben gerade wegen euerer Tochter auf ihr lastet.

Ich w├╝nsche dir viel Kraft.

taka  

27.10.2003 10:27 • #12


TabSel


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Hallo,

lieber Gerd, das was Du oben beschreibst, wie das ist, wenn man die Kinder nur noch alle zwei Wochen sieht, das ist so absurd. Ich neige ja zur Theatralik aber f├╝r mich f├╝hlt sich das alle zwei Wochen und einmal unter der Woche so an als w├╝rde ich sterben. Nach meinen Umgangswochenende bin ich f├╝r ein, zwei Tage gesellschaftsunf├Ąhig. Aber das schlimmste daran ist, dass ich das Gef├╝hl habe meinen Kindern eine Insel zu bieten, einen Ruhepol. Die Exe unternimmt alles um den Umgang nach Ihren W├╝nschen zu gestalten. Ich f├╝ge mich, aus R├╝cksicht auf die Kindern. Die Kinder leiden und ich kann Ihnen nur alle zwei Wochen eine Hilfe sein. In Ihrer Not wenden Sie sich demjenigen zu, dem sie sich am sichersten sind, Ihrer Mutter, die mich wieder damit konfrontiert, die Kinder wollen nicht zu mir und n├╝tzt dies, um den Umgang einzuschr├Ąnken, um die Kinder "zu sch├╝tzen"... Droht mir mit Polizei, Anzeigen wegen Kindesentf├╝hrung, wenn ich Sie nicht p├╝nktlich um 17:00 zur├╝ckbringe, alles vor den Kindern, rei├čt mir die zwerge aus dem Arm und knallt mir die T├╝re vor der Nase zu, um Streit zu verhindern. Dient ja alles dem Kindswohl... Es ist besser so, f├╝r die Kids... Und meine Tochter kriegt mal Weinanf├Ąlle, wenn ich Sie zu Mama bringen mu├č und mal freut Sie sich, wieder zu Mama zu d├╝rfen. Sie ist hin und hergerissen und ich kann nichts machen, als mich zu f├╝gen und Ihr in den paar Stunden, wo wir uns sehen d├╝rfen Ruhe und Zuwendung zu geben. Ist ja auch ganz einfach, alle zwei Wochen wieder "von vorn" anzufangen, nachdem man zwei Wochen zuvor gestorben ist... Und vereinbare das mal mit Deinem Gewissen, die Kinder "loszulassen", Dich von Ihnen zu "verabschieden". Wir, meine Kids und ich, haben ein "Geheimnis": der Papa hat Euch lieb und ist immer f├╝r Euch da... eigentlich ein Hohn... aber unser Geheimnis entlockt meinem M├Ądel immer mindestens ein L├Ącheln Auf die Bed├╝rfnisse der Kids, z.B. mal wieder bei Oma und Opa zu ├╝bernachten, mal wieder ins Schwimmbad zu gehen, wird nicht eingegangen. Das kann ich ja machen, wenn es meine Umgangszeiten sind. Da sehe ich also meine Zwerge alle zwei Wochen mal l├Ąnger als ein paar Stunden und dann ├╝bernachten Sie bei meinen Eltern, weil Sie es sich so w├╝nschen und ich sitz an meinem "Umgangswochenende" allein zu Haus und flenn und kotz mir die Galle aus der Seele... Ohnmacht. Ich bin hin- und hergerissen, krieg schlechtes Gewissen, wenn sich die Kids bei mir mal langweilen, auf der anderen Seite will ich ja auch erzieherischen Einflu├č aus├╝ben und Sie animieren, sich mit sich selbst zu besch├Ąftigen. Schlechtes Gewissen, gef├Ąllt's Ihnen denn dann ├╝berhaupt bei mir?, wollen Sie irgendwann gar nicht mehr zu mir? Gegen das zweiw├Âchentliche Hochgef├╝hl, Ihr Strahlen zu sehen und zu h├Âren, wenn ich Sie abhole, wenn Sie mir lauthals vor der verschlossenen T├╝re zuschreien "Papaaa"...
Unsere Trennung ist nun bald 1,5 jahre her... ├ťber meine Ex bin ich hinweg. Sie schleift mich vor Gericht, will, dass ich Ihre Prozesskosten bezahle f├╝r eine Scheidung die ich nie wollte, und das, obwohl Sie erwiesenerma├čen mehr Unterhalt erh├Ąlt, als Ihr zust├╝nde. Auch das kann ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. Auf der einen Seite steck Ich Ihr das Geld in den Ar., auf der anderen Seite doch nur deswegen, damit meine Kids den Lebensstandard wie w├Ąhrend unserer Ehe haben k├Ânnen... Alles was ich unternehmen w├╝rde, um mehr Umgang k├Ąmpfen, weniger Unterhalt zahlen, um meine Bed├╝rfnisse k├Ąmpfen, w├╝rde den Kindern schaden. Mir sind die H├Ąnde gebunden... Sie ist stinkfreundlich, als w├Ąr nix, und ich red kein Wort mehr mit Ihr, wird mir eh nur immer im Hals rumgedreht, dann hei├čt's ich sei emotional noch zu sehr verbunden etc. und wenn ich nicht aufpass, k├Ânnte mir das Sorgerecht entzogen werden... Wenn die Eltern nicht mehr miteinander reden k├Ânnen... Ich nehm jetzt einmal die Woche unbezahlten Urlaub, weil ich meine Kids nur noch einmal die Woche von 12:00 bis 19:30 Uhr sehen "darf" - wie das schon klingt. Wer gibt Ihr das Recht, meinen Kids vorzuschreiben, wann Sie mit Papa zusammensein d├╝rfen? Und was kann ich als Vater dagegen unternehmen? Mit der Polizei oder dem Gerichtsvollzieher vor der T├╝r stehen und um herausgabe der Kinder bitten? Ohnm├Ąchtig. Ausgeliefert. Gef├╝gig. Zum Wohle der Kinder. Aber trotz der neuerlichen vier-Tage-Woche zahle ich den gleichen Unterhalt, den es w├╝rde ja meinen Kids schaden, wenn ich weniger zahlen w├╝rde...
An die Zukunft mag ich gar nicht denken. Ich komm zwar mit meinem Single-Leben sehr gut klar. Lebe zwar sehr zur├╝ckgezogen, hab beim besten Willen keine Lust auf Gesellschaft oder Diskussionen, Gespr├Ąche... Mir taugt das Eremiten-Leben so. Wenn's mal so weit sein sollte und sein mu├č, dann komm ich schon wieder aus der H├Âhle. Aber daf├╝r hab ich grade echt kein Bed├╝rfniss...

Mann, jetzt hab ich mich ja grad ergossen. Da merkt man mal, was sich so alles anstaut. Wor├╝ber ich gar nicht mehr reden will. Hier kann niemand "Ja, aber..." sagen oder "Du mu├čt..." oder... hier kann ich einfach schreiben. Das hab ich getan. Und es tat gut.

Danke f├╝r's Zuh├Âren

28.10.2003 10:26 • #13


Ehemaliger User


Hallo TabSel,

ja ich wei├č, da├č Du ein sehr hartes Los hast. Da geht es mir richtig gut, ist Deine Information...

Ich gebe Dir dahingehend recht, da├č meine EX noch irgendwie ein Interesse hat, da├č ich die Kinder sehe. Ich denke, sie w├╝rde massive Probleme mit ihren Eltern bekommen, wenn meine Kinder denen erz├Ąhlen, da├č sie den Papa nicht mehr oder nur unregelm├Ą├čig sehen d├╝rften.

Nein, die Meinige will ja, da├č ich die Kinder sehe, auch au├čerhalb der Besuchszeiten. Das wollte sie aber anfangs nicht. Der Wandel kam erst, nachdem ich ihr gesagt habe, da├č ich halt - auf ihren Wunsch hin - die Kinder eben 4 Wochen nicht sehen w├╝rde... hoppala, man kann ihn anscheinend nicht ├╝ber die Kinder erpressen...

Ich h├Ątte auch die Galle und alles gekotzt, aber ich h├Ątte auch das durchgestanden. Ich h├Ątte meine Kinder verabschiedet. Ich habe einen Bekannten, der ein uneheliches Kind hat und nicht einmal ein Besuchsrecht hat. Er wird sein Kind erst mit 18 das erste Mal sehen - vorher will die Mutter das unterbinden - und hat es - mit richterlichem Segen bis jetzt geschafft... coole Sache, nicht?

Was soll man machen... sich ein Magengeschw├╝r holen, weil einen die EX ├╝ber die Kinder qu├Ąlt. Du bekommst also ein Magengeschw├╝r und Deine EX wei├č noch nicht einmal davon!

Ich wei├č, es ist leicht geredet...

aber, ich will noch einen funken eigenes Leben leben. Und dann kann ich es mir nicht leisten, mich auch von meinen Kindern abh├Ąngig zu machen. Mag sein, da├č der Ein oder Andere diese Einstellung von mir zu egoistisch, beschissen oder sonstwie findet. Ich w├╝rde f├╝r meine Kinder vieles tun - aber nicht alles!

Kinder werden erwachsen und sch├Ątzen dann vielleicht, was man als Vater versucht hat, f├╝r sie zu tun... vielleicht auch nicht...

Wenn Du was f├╝r die Kinder tun willst, dann mu├čt Du versuchen, den Gram loszuwerden, der Dich auf lange Sicht umbringen wird. Wenn Du alles im Leben losl├Ą├čt, kann Dich keiner mehr manipulieren (Kirschner sinng.). Ich h├Ątte es anders nicht ertragen... Gru├č, Gerd

29.10.2003 11:11 • #14


engelsfluegel


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Ich gebe Euch recht,das ich umgekehrt,daran zerbrechen w├╝rde...aber aus diesem Grunde,haben wir uns eben nicht darauf geeinigt,das unser Sohn,nur alle 14 Tage zu seinem Vater kann.Wer schreibt das eigentlich vor?
Keiner.
Ich finde der Elternteil,der nicht mit dem Kind zusammen lebt,sollte so gut es geht in den Alltag mit einbezogen werden.Bei uns klappt das super gut.Nat├╝rlich aber auch erst seit einem Jahr.Auch wir hatten unseren Trennungsschmerz,streitereien,die bis vors Jugendamt ging.Ich will mich jetzt nicht hinstellen und sagen,das alles von Anfang an klappte.Das w├Ąre Quatsch!

Mein Ex wird in unseren Alltag mit einbezogen.Das ist mir sehr wichtig.Wir telefonieren fast t├Ąglich mit einander.Er weiss ├╝ber jede Ver├Ąnderung bescheid....und das nicht nur alle 14 Tage!
Er ist bei jedem Fussballspiel dabei,springt auch als Trainer ein,er ist bei jedem Elternabend dabei...und da er gerade wieder Vater wurde,springe ich auch als Babysitter ein.
Wir beziehen uns gegenseitig in den Alltag mit ein,sodas mein Ex immer und st├Ąndig ├╝ber alles bescheid weiss...auch ├╝ber Streitigkeiten mit unseren Sohn und mir.
Ich will damit nur sagen,bei einer Trennung muss ja das Kind bei einem Elternteil leben...geht ja nicht anders...und es ist egal ob beim Vater oder bei der Mutter.
Ich finde nur,man sollte irgendwann weg von der furchtbaren,steifen 14 Tage Regelung,denn es geht echt auch anders und es tut dem Kind super gut,wenn eben die getrennten Partner irgendwann versuchen,Eltern zu sein....und unserem Sohn steht es frei wo er wohnen m├Âchte.Im moment ist es noch bei mir,wegen der Schule und der Freunde aber er weiss genau,er kann auch beim Papa wohnen,wenn er das m├Âchte.Er kann frei w├Ąhlen....und weil es bei uns entspannt zu geht,sein Papa immer da ist,├╝ber alles bescheid weiss,wir uns alle und das sind jetzt immerhin 6 Personen,super gut verstehen,sind alle gl├╝cklich.N├Ąchstes Jahr bin ich von meinem Ex auch noch Trauzeugin.Ich freu mich drauf,weil er ein super Vater ist und f├╝r mich mein bester Freund,denn keiner kennt mich besser als er...und umgekehrt ist es genauso.Wir haben dadurch eigentlich nicht verloren,sondern viel gewonnen.

Lieben Gruss
engelsfluegel

29.10.2003 21:58 • #15



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