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Gast
Zitat von E-Claire:Schau, ich bin ein bissl in der Zwickmühle, weil ich Bordis auch nicht Übermaß verteidigen möchte
Das kann ich verstehen. Daher bin ich ja nach wie vor der Meinung, dass eine unter einer BPS leidende Person logischerweise nichts für die Vergangenheit bzw. die Ursache kann, dennoch aber heute im hier und jetzt vollumfänglich verantwortlich für ihr eigenes Handeln ist.
Zitat von E-Claire:BPS-Erkrankte ist der Zugriff auf diese Sichtweise nicht möglich. Die sehen eher Seen oder Pfützen.
Richtig, das wäre das klassische schwarz - weis Denken.
Zitat von E-Claire:Die meisten BPS haben eine gewisse Krankheitseinsicht und wichtig viele von denen leiden durchaus sehr.
Dass diese Menschen leiden, daran habe ich niemals gezweifelt, im Gegenteil.
Sie scheinen ja ein erheblich gestörtes Selbstbild zu haben und leiden unter permanenter Leere.
Und sicher, Verantwortung für einen besseren Umgang damit sowohl auch für die anderen Begleiterscheinungen, würde bedeuten, sich mit Hilfe von Außen all den inneren Dämonen stellen zu müssen.
Dieses Leid ist für viele dann möglicherweise zu groß.
Somit fällt es "leichter", angenehmer, tragbarer, diese innere Leere mit anderen Dingen zu füllen.
Meine war da erschreckend ein Extrem in ihren Verhaltensweisen.
Es ist grausam. Natürlich wünschte man sich, dass es so einen Mist nicht gibt.
Bin aber auch selbst schon immer ein vermutlich zu empathischer Mensch gewesen, daher gehen mir solche Geschichten generell etwas nahe.
Zitat von E-Claire:All das ist natürlich viel, viel komplexer und ich bin keine Fachfrau
Definitiv.
Bevor ich sie damals kennenlernte, kannte ich den Begriff der Borderline Persönlichkeitsstörung, doch hatte bis auf etwas hören und sagen nichts davon an Wissen.
Die letzten 4 Monate beschäftige ich mich inzwischen damit und ja, es ist individuell, mehr oder weniger und verdammt komplex.
Bei ihr kommt noch Autismus und Verdacht auf ADHS dazu.
Mir geht's heute schon besser, aber noch lange nicht gut.