Hallo ihr Lieben!
Mir liegt so vieles auf dem Herzen...
Mir geht es seit einigen Tagen eher schlecht. Die Trennung ist nun 3,5 Monate her. Zwischendurch hatte ich gute Phasen mit einem Gefühl von "das wird schon wieder". Doch nun fühle ich mich irgendwie schlimmer als zuvor (vielleicht denke ich das auch nur, man kann sich ja nicht 1:1 an das Gefühl von vor drei Monaten erinnern). Ich arbeite im sozialen Bereich und fühle mich zur Zeit mit den persönlichen Gesprächen überfordert. Ich bin so unter Druck das alles gut zu machen- wie ein Hamster im Laufrad und habe eigentlich gar keine Kraft mir all die Geschichten anzuhören. Was gut geht ist Sozialberichte und Stellungnahmen schreiben und organisatorische Dinge regeln. Aber alles andere ist grad iwie zu dicht. Ich kann das schlecht akzeptieren- also dass ich das offenbar nicht mit gutem Gefühl schaffe zur Zeit und mache ein riiiesen Gedankenfass auf (was ist, wenn diese Überforderung für immer bleibt, muss ich einen anderen Beruf wählen, lauter existenzielle Dinge). Ich weiß nicht was richtig ist- mich krank schreiben lassen oder weitermachen... Was ist wenn Krankschreibung und zu Hause bleiben alles noch schlimmer macht oder umgekehrt...? Hinzu kommt, dass mein Thema eh "ich muss funktionieren" ist. Das erschwert mir meinen "Zustand" natürlich umso mehr, ich habe dann aber auch schnell Angst, wenn ich mich z.B. krank melde, dass mein AG mich dann als nicht mehr belastbar o.ä. hält- auch macht mir die Situation Bauchschmerzen dort anzurufen und Bescheid zu geben. Wie ein Schulkind, das die Schule schwänzt- der Vergleich trifft es am besten. Dieses "Ich muss funktionieren" Bild gerät natürlich vor mir selbst ins Wanken und meine Schwächen und meine aktuelle Bedürftigkeit als einen Teil von mir anzunehmen, fällt mir schwer.
Ich habe einfach den Eindruck, dass durch die Trennung unendlich viele Fässer aufgehen. Ich will eigentlich nur allein zu Hause sein, bekomme da auch alles auf die Reihe (räume auf, schaue Fern, lese, schreibe, stelle die Wohnung um, usw.). Treffen mit Freunden strengen mich eher an- mich nerven viele Dinge, mit denen ich vorher ganz gut zurecht kam und wenn ich all das aussprechen würde, was ich denke, hätte ich vermutlich bald keine Freund mehr

Ich weiß nicht, ob das vielleicht das Ergebnis aus meiner Beziehung ist, in der ich 2,5 Jahre viel "geschluckt" habe, die Antreiberin war...klassische Geschichte in der Beziehung mit einem Mann mit depressiven Phasen. Jetzt könnte ich regelmäßig platzen, aber ich weiß, dass es drüber wäre. Gleichzeitig wünsche ich mir Leichtigkeit und schöne Unternehmungen (mit Freunden) und da beißt sich die Katze in den *beep*, weil ich ja vermutlich selbst grad überhaupt nicht unbedarft durch´s Leben schreite und dann zu erwarten, dass mir diese Leichtigkeit durch andere übermittelt wird, ist nicht fair. Ja, genau- letztlich fühl ich mich wie ein ekliges nörgliges Ding mit viel zu hohen Erwartungen an sich selbst und ihre Umwelt.
Ja, und so drehe ich mich im Kreis und sehe grad wenig Licht am Ende des Tunnels- ich wünsch mir, dass diese Gefühle sich verabschieden, dass ich Perspektive sehe... Aber ich fühle mich iwie wie gebrochen seit der Trennung. Als wenn das alles mit ihm gegangen wäre.
Ich würde mich freuen, wenn ihr was dazu schreibt, wenn euch was dazu einfällt...
Liebe Grüße