Zitat von Gonegirl:Meiner Meinung nach wäre fremdbetreuung der zu gehende Schritt, der wirklich hilft. Allerdings ist darauf von mir und meinem Partner kein Einfluss zu nehmen.
Den Jungen ganz zum Vater holen finde ich aber mehr als schwierig. "wenn du nicht brav bist, musst du bald bei Papa wohnen" zu ihrer Lieblings Drohung auserkoren.
Sie beeinflusst das Kind gegen den Vater, wundert sich aber, dass er nicht gerne zu Papa geht und erklärt es zu seinem Fehler.
Sachen wie: sie ruft Freitag Nachmittag an und sagt, der Vater müsse das Kind jetzt sofort abholen, sonst garantiere sie für nichts.
Der sagt, okay, ich bin in 20 Minuten da und bringe ihn dann um acht wieder. Darauf die Frage: kann er nicht übernachten? Nein, ich habe was vor. Ja dann wäre es nicht so dringend, man könnte ihn wohl doch eher morgen nehmen mit Übernachtung. Als das Kind dann Freitag Nachmittag ins Auto steigt, weil man sich nicht darauf eingelassen hatte, sagt er dann auch: Mama geht heute Abend auf eine Party wenn ich weg bin...
naja kind muss weg, damit mama party machen kann und kind bekommt eingeimpft, schön ruhig sein und klappe halten, sonst kommst du zum vater - und mama ist dann fein raus aus der nummer. ist doch kein wunder, dass das kind am weinen und ängstlich und gestresst ist wenn es verlustängste bekommen hat und sein vertrauen gestört ist.
sehr wohl hat der vater einfluss darauf wenn die mutter das wohl des gemeinsames kindes gefährdet. wie schon geschrieben, er kann das alleinige sorgerecht beantragen. das würde dann bedeuten, dass du dann ein leben mit einem schwachen vater samt gestressten kind haben wirst und sofern der vater sich nicht durchsetzen kann und sich auf die reihe kriegt, kann es dauern bis das kind wieder seinen seelenfrieden gefunden hat. es kommt dann in eure angespannte situation.
jetzt in eine pflegefamilie zu kommen kann besser für das kind sein oder auch nicht, denn dann pendelt das kind weiter zwischen unfähigen eltern und pflegefamilie hin- und her.
deshalb überlege dir gut ob du wirklich noch genügend gefühle für deinen freund hast und die kraft aufbringen willst, die das leben mit ihm erfordert.
meine beiden langjährigen partner hatten kind/er aus erster ehe, für mich war das kein problem die kids in unser/mein neues leben zu integrieren, die beiden älteren kamen sooft sie wollten, das kind aus der ersten beziehung war anfangs noch zu klein, kam dann später auch gern und öfter - ich fühlte mich durch das mit-erleben der kinder bereichert - kleine anfängliche gewöhnungszeiten waren schnell überstanden.
nur du kannst entscheiden in welche richtung du gehen willst,
solltest dann aber klar deinen weg gehen.