Zitat von Stefan21: als ich sie kennenlernte musste ich mich damals auch für meinen zukünftigen Job entscheiden,
Nur Skla_ven
müssen sich für ihren Job entscheiden. Deren Handel ist hierzulande aber seit dem Mittelalter abgeschafft, also kann von "müssen" schwerlich nicht die Rede sein. Auch einen Arbeitsdienst gibt es schon lange nicht mehr. Wenn überhaupt, so muß man sich zwischen aussichtsreichen bzw. gut dotierten und weniger interessanten Jobs entscheiden. Das ist eine Frage persönlicher Priorisierung mit Blick auf die Work-Life-Balance - mehr erst mal nicht.
Zitat von Stefan21: und ich entscheide mich damals für einen Job der weit weg von meiner Heimat ist.
Ist in Ordnung. Hätte ich vermutlich auch getan. Aber weil ich es so will und nicht weil ich mir einrede, es zu müssen.
Zitat von Stefan21: ich habe nicht vor wegen ihr zurück zu kommen das gleich mal vorab ab
Ist in Ordnung, da konsequent. Erst kommt die Karriere und dann der Rest.
Zitat von Stefan21: dem ganzen eine Chance geben würde ich trotzdem gerne
Wie würdest Du "Ganzes" denn definieren?
Nachdem Du Deinen Beruf so priorisierst, darf sie sich natürlich dasselbe auch rausnehmen. Was konkret bliebe da noch über, das über eine unverbindliche Freundschaft mit Vorzügen hinausgeht? Ich meine das überhaupt nicht zynisch, sondern ernsthaft. Nämlich für den Fall, dass Dein oder auch ihr Arbeitgeber mal umstrukturieren oder einen für Euch für eine weitere Karriere ausser Landes schicken will.
Du schreibst, sie tue sich schwer mit der Fernbeziehungssituation. Was soll sich seit Eurer Trennung denn daran geändert haben? Ansonsten hinge dieses Damoklesschwert doch weiter über Euch.
Zitat von Stefan21: Die Frage ist jetzt wie ich am besten wieder Kontakt aufnehme ohne das der Eindruck entsteht dass ich nur wegen ihr jetzt zurück komme
An Deiner Stelle würde ich jetzt erst mal ankommen und mich dort einrichten.
Der Kontakt ergibt sich dann schon - oder auch nicht.
Allzu hoch schrauben würde ich meine Hoffnung aber nicht. Immerhin hast Du ihr klar gezeigt, dass Deine Karriere Dir wichtiger ist als sie. Vielleicht tickt sie ähnlich, dann hätten sich die Richtigen gefunden. Vielleicht sieht sie auch ein, dass Geld nicht auf den Bäumen wächst und man erst eine Durststrecke durchlaufen muss, um dann ein umso schöneres Leben geniessen zu können - also wenn man nicht mit dem goldenen Löffel geboren ist und auch den Lottojackpot noch nicht hat knacken können.
Das wäre dann eine Frage der Lebensplanung, und inwiefern sich da womöglich zumindest mittel- bis langfristig Übereinstimmungen ergeben. Ist aber nicht jedermanns Sache; gibt genug Leute, die werden Dir da einen erzählen von wegen "aber wenn ich morgen tot bin, möchte ich vorher gelebt haben, statt jahrelang auf etwas hinzuackern, das ich dann nicht mehr auskosten darf" oder so.
Warum fürchtest Du Dich so sehr davor, daß sie das annehmen könnte? Solange Du ihr diesbezüglich keine falschen Flöhe ins Ohr setzt, wäre das doch erst mal ihr Problem. Sie ist erwachsen und selbst dafür verantwortlich, wem sie eine zweite Chance gibt und wem lieber nicht. Du wirkst recht klar und entschlossen - wenn Du so mit ihr kommunizierst wie hier im Forum, sehe ich da kein Problem, jedenfalls nicht bei Dir.
Für heute erst mal viel Glück im neuen Job und - vielleicht - irgendwann auch wieder in der Liebe.
