Makaniii
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Seit etwa einem Jahr hat das Sexleben nicht mehr so optimal funktioniert, was an mir lag. Ich war im Arbeitstress, bin täglich über lange Zeit 3 Stunden gependelt und das Projekt war die Hölle. In der Zeit habe ich es auch gar nicht bewusst wahrgenommen, das sich etwas verändert hatte. Er hatte dann eskaliert und mich darauf aufmerksam gemacht, das er sich mit wenig Sex nicht wohl fühlt. Ich dachte entsprechend der Auslöser für meine Unlust ist die Arbeit. Da ich Freelancer bin war die Projektzeit absehbar bis ich wieder raus war. Jedoch war klar das dies noch einige Monate laufen wird. ich habe dann mit Yoga angefangen um Stress abzubauen, was auch gut geholfen hat. Und das Projekt habe ich dann auch nicht weiter verlängert und mir ein anderes Projekt gesucht, das mit wenig pendeln und Stress verbunden war. Dann war knapp ein halbes Jahr um und das Sexleben war dennoch nicht mehr als vorher. Er hat wieder eskaliert und deutlich gemacht, das er das in einer Beziehung anders braucht. Ich habe daraufhin meine Pille abgesetzt, da ich gelesen hatte das die oftmals Lustlosigkeit auslöst. Klar stand ich jetzt aber auch psychisch unter Druck, da mir klar war wenn sich nichts ändert, das ich ihn verlieren würde. 4 Monate später war der einzige Effekt, das ich schlimmer aussah als in der Pubertät. Dann kam es wieder zum Streit. Ich hatte vorgeschlagen meinen Frauenarzt zu fragen, da ich eh einen Untersuchungstermin hatte. Tja aber nun kommt ein kleines Problemchen meinerseits, das ich sehr gehemmt groß geworden bin und immer Probleme hatte über Sex und Körperliches mit jemandem (außer meinem Partner) zu sprechen, vor allem wenn er Fremd ist. Ich habe da nicht so ein Vertrauen zu meinem Arzt.
Dann saß ich da und konnte das Problem nicht ansprechen. Habe mich schrecklich gefühlt so gehemmt zu sein. Ich dachte ich schaffe das schon irgendwie wieder in den Griff zu bekommen mit dem Sex, aber der Druck war noch größer und hat mich komplett blockiert. Vor 4 Wochen hat er sich nun getrennt, weil er die Hoffnung und das Vertrauen nicht mehr hat, das sich das bei uns wieder fängt, da er denkt das mein Naturell oder Grundzustand wenig Sex ist und er nicht will das ich mich verbiege. Er ist sich sicher das es in Zukunft richtig eskaliert wäre und er mich nicht mehr nett behandelt hätte, daher hat er jetzt Schluss gemacht. Aber es ist kein Grundzustand bei mir, ich hatte dieses Problem der Lustlosigkeit noch nie in einer Beziehung und zwischen uns war es auch lange anders. Als wir uns kennenlernten, hatte wir nur eine Affäre. Für ihn bedeutet Sex extrem viel Nähe und ist daher ein Ausdruck intensiver Liebe. Für mich ist Liebe noch vielschichtiger. Sex ist mir auch wichtig. Aber es hat mich zutiefst verletzt, das er mich aus diesem Grund verlassen hat und es tut mir sehr weh, das er unglücklich war und ich beim Arzt nicht einfach meine Hemmungen überwinden konnte. Die ersten Wochen hatte ich auch sehr mit Schuldgefühlen zu kämpfen, weil ich in mir trage, das ich es durchtrieben habe. Wir haben und ansonsten gut verstanden, waren ein Team in vielen Dinge und ich habe mich extrem wohl mit ihm gefühlt. Etwa parallel zu dem Sexproblem hatte ich das Gefühl, dass er selbst in einer kleinen Lebenskrise steckt mit sich, Familie, Job und der Welt. Er wurde immer unzufriedener.
Als dann sein Opa kurz vor Ostern starb, meinte er das er sein Leben ändern müsste. positiver Leben müsste. Bei der Trennung hat er viel geweint. Bis dahin hatte ich ihn noch nie weinen gesehen. Letztlich braucht er wohl Abstand um sich selbst im klaren zu werden was er im Leben will. Seit dem haben wir keinen Kontakt mehr. Ich mache viel für mich. Treffe mich mit Freunden, habe mich wieder im Fitness Studio angemeldet und gehe regelmäßig hin und habe mir eine neue Ärztin gesucht, die mich jetzt einmal richtig durchcheckt. Untersuchungsergebnisse erhalte ich morgen. Pille habe ich nun auch wieder abgesetzt. Sie hatte mich darauf hingewiesen das meine Pille zwar extrem gut für Haut und bei Akne ist, aber grade deswegen auch gezielt Hormone unterdrückt werden die in vielen Fällen erst recht Sexualität unterdrücken. Das hatte mir mein vorheriger Arzt nie gesagt. Dummes Gefühl.
Ich vermisse ihn sehr. Würde ihm gerne sagen was in meinem Leben passiert, aber ich möchte ihm den Abstand geben den er braucht. Klar hoffe ich noch das er seinen Weg wieder zu mir findet, aber er hat zu große Angst davor wieder enttäuscht zu werden und ist auch ein absoluter Starrkopf. Jetzt haben wir seit der Trennung Funkstille. Vor 2 Wochen hat ihn eine Freundin von mir auf einem Geburtstag getroffen. Er hat sich erkundigt wie es mir geht und wie sie einschätzt wann er mich wieder sehen könnte und ich das verarbeitet hätte. Seit ein paar Tagen weiß ich auch durch diese Freundin, das er denkt er darf mir nicht schreiben. Anscheinend habe ich irgendwas gesagt bei der Trennung das er es so verstanden hat. Daher wollte er das die Freundin mir sagt, das ich mich niemals ändern soll und das ich toll so bin wie ich bin. Dann hat er sie gefragt, ob sie mich fragen kann ob er wieder schreiben darf. Sie hält sich da raus. Es würde jetzt an mir liegen ihm zu signalisieren, das er es darf. ich würde gerne, aber meine Angst ist zu groß vor dem was kommen könnte. Ein Teil von mir würde gerne Kämpfen, aber ich bin sehr verunsichert. So etwas habe ich auch noch nie gefühlt. Ist jemanden das auch schon so passiert?
