Zitat von VölligRatlos:Mehrere ambulante Therapien & Medikamente (die dann selbständig reduziert oder abgesetzt wurden). In die Klinik will sie nicht, was ich verstehen kann. Mich beschleicht halt der Zweifel, dass es nicht sein kann, dass alle Therapeuten sch.... sind - einer ja, 2...aber doch nicht alle!
Hmmmm ist noch schwierig. Weisst Du, viele die an einer Depression leiden, wissen selbst nicht so genau wo der Schuh drückt und/oder können sich deswegen auch nur ganz schwer öffnen. Oftmals meldet sich eben das Unterbewusstsein und macht nervöse Beschwerden, Panikattacken und soziale Ängste.
Schade, dass deine Partnerin sich einer stationären Therapie verweigert und die Medikamente nach eigenem Gutdünken nimmt bzw. absetzt. Psychopharmaka sind eigentlich nicht für einen sporadischen Einsatz gedacht, sondern für eine konstante Einnahme über einen längeren Zeitraum. Natürlich kommt es darauf an, was das für Medikamente sind (für Benzos gilt das nämlich nicht) Auch sind sicherlich nicht alle Therapeuten schlecht, jedoch ist es schon ratsam jemanden zu finden, bei dem man sich wohl fühlt und bei dem man die Bereitschaft hat, sich zu öffnen.
Sofern deine Partnerin keine bipolare Störung oder Psychose Anfälligkeit hat, lies dich doch mal zum Thema psycholytische Therapie etwas ein. Für therapieresistente Depressionen könnte das ein gangbarer Weg sein.
So oder so. Merke Dir bitte. Du brauchst deine Partnerin nicht mit Samthandschuhen anzufassen, "nur" weil sie eine psychische Krankheit mit sich herumträgt. Du darfst und sollst ruhig auch mal den Tarif durchgeben und ihr bewusst machen, dass Du wirklich mitleidest. Manchmal hilft auch ein gutgemeinter Tritt in den Allerwertesten gegen die Depression. Menschen, die bemitleidet werden, neigen dazu sich als Opfer zu inszenieren und sich im Selbstmitleid zu suhlen. Du kennst deine Partnerin am Besten und weisst genau, wann was gefragt ist. Trau Dich ruhig ihr auch mal unterstützend Gas zu geben...
Alles Gute