sina_wlr
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Jetzt die Situation, die mir so weh tut. Ich habe vor einem halben Jahr einen Mann auf einer Dating App kennengelernt. Ich weiß, in meinem Zustand keine sinnvolle Sache. Die Einsamkeit und Sehnsucht hat mich jedoch dorthin getrieben. Ich habe angefangen mit einem zu schreiben und wir haben uns dann auch regelmäßig einmal die Woche getroffen. Wir haben Sachen unternommen, was auch schön war. Oft hatte ich jedoch Zweifel, weil es häufig vor kam, dass wir uns nur anschwiegen, obwohl ich versuchte verschiedene Gespräche aufzubauen, lustig zu sein, etc. Für ihn war immer alles in Ordnung, wenn ich das ansprach. Wir küssten uns beim 3. Date. Er hat mich nie zu Körperlichkeiten gedrängt und mir Zeit gelassen.
Meine Angst kam auf ab dem Zeitpunkt, ab dem ich mich emotional knüpfte. Ich konnte mich nicht wirklich fallen lassen. Hatte Angst, er würde es nicht ernst meinen. Ich fragte dann häufig nach, ob er mich mag, etc. Er versuchte mir eine ganze Zeit lang auch mit Worten das zu versichern. Er fragte auch nach Treffen.
Immer wieder hatte ich jedoch das Gefühl, ich mag ihn mehr, als er mich. An meinem Geburtstag ließ er mich wegen eines Konfliktes zwischen uns stehen. Auch zwischendurch immer wieder, wenn ich ihn zu sehr nervte.
Ich öffnete mich ihm dann und über meine Ängste. Er meinte er habe Verständnis. Mehr kam dazu nicht. Im Endeffekt reagierte er jedoch jedes Mal genervt, wenn meine Zweifel wieder kamen.
Ende November fragte er mich nach einer Beziehung. Es war meine erste. Es fühlte sich für mich jedoch selten wie eine an. Wir waren uns zwar körperlich nah, aber emotional schien er mir so oft so weit weg. Er stellte selten tiefgründige Fragen zu mir, auch nachdem ich mich ihm öffnete.
Die Lage spitzte sich jedoch immer wieder zu. Weihnachten und Silvester verbrachten wir nicht zusammen, wie ich es gedacht hatte. Er wollte nicht mehr. Ein Wochenendausflug, den ich vorschlug, war katastrophal. Er sprach teilweise kaum mit mir und das machte mich fertig, sodass ich anfing zu weinen. Er ging dann auf Abstand und meinte, es war doch alles Ok. Er schwieg mich dann den Rest des Tages nur an und meinte auch, dass er die Beziehung so nicht führen kann.
Ich versuchte immer wieder, mich und meine psychische Erkrankung zu erklären. Am Ende kamen jedoch dennoch immer wieder Sätze wie, ich habe von Anfang an nur Psycho-Terror gemacht, ich hätte einfach annehmen sollen, war er sagt, ich habe uns nur Steine in den Weg gelegt.
Ich mache mir ohnehin schon die ganze Zeit Vorwürfe und wäre gerne einfach so, wie andere. Das hat mir dann noch den Rest gegeben. Ich habe oft gekämpft, dass der Kontakt nicht abbricht.
Ich habe ihm dann offen gesagt, dass ich auf einen Klinikplatz warte. Diesen habe ich nun auch für nächste Woche bekommen. Er meinte dann nur ‚Mach einfach dein Ding.‘ Irgendwann, als er nicht so schwer lief, meinte er zwar mal, er komme mich besuchen und das sei kein Problem für ihn, aber ja.
Ich fühle mich sehr schlecht und alleine. Das, wovor ich so Angst hatte, ist gekommen. Dennoch hätte ich nicht damit gerechnet, dass er mir nicht die Chance gibt, erstmal in der Klinik mich zu stabilisieren und da zu sein.
Er meinte vor ein paar Monaten, er habe Gefühle. Daher tut das so weh, weil ich auch die schönen Momente vor Augen habe. Da war jemand, der mir jeden Tag schrieb, was jetzt seit Tagen weg ist. Das hinterlässt ein Loch, was ich nicht weiß, wie ich es füllen soll. Ich fühle mich sehr leer und hilflos. Bat ihn um Verständnis. Um eine Chance. Er meinte, ich mache doch eh nur da weiter, wo ich aufgehört habe.
Es ist unglaublich schwer, diese Ängste selber zu zügeln und gleichzeitig diese Sehnsucht nach einem Partner zu unterdrücken. Ich hatte mir auch nur jemanden gewünscht, der da ist. Ich weiß, dass meine Baustellen groß sind, aber ich habe Gutes gewollt. Ich bin oft stundenlang gefahren, um ihn zu sehen. Habe Zeit investiert. Es fiel mir sehr schwer, mich zu öffnen.
Ich fühle mich einfach maßlos verzweifelt.