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Ich war mit meinem Freund 1,5 Jahre zusammen. Er wohnt noch im Elternhaus, ich als Studentin in einer eigenen Wohnung. Er war schon früh immer bei mir und hat bei mir geschlafen. Die Anfangszeit war schön. Doch mit der Zeit hatte er immer weniger Zeit für mich. Er arbeitet Vollzeit, hat zwei Hobbys und war meistens erst ab 21 Uhr bei mir. Wochenende war als Kirchenmusiker auch immer schwierig. An freien Tagen habe ich nach Dates gefragt, aber das war ihm auch zu viel. Er sei zu müde. Ich hatte immer Verständnis, habe ihm geraten kürzer zu treten, wenn es ihn belastet. Ich habe ihm aber immer den Freiraum für sich und seine Hobbys gegeben.
Mir hat nur gefehlt, dass wir immer weniger geredet haben. Er lag lieber mit seinem Handy neben mir anstatt mit mir gemeinsam einen Film zu schauen. Gespräche über die Beziehungen wollte er nicht halten, da er zu müde sei. Kompromisse ging er nicht ein. Seit Mai hatten wir kaum/keinen Sex mehr, was mich auch verletzt hat. Erst im Januar wieder zweimal (ist das normal bei einer frischen Beziehung?). Er meinte, es liegt nicht an mir, es sei die Arbeit, die ihn so zusetzt. Auch da kein Weg zum Kompromiss und meine Bedürfnisse waren irgendwie egal. Wir hatten kaum Streit in der Beziehung.
Ich habe zwei Wochen vor dem Streit um ein Gespräch gebeten, weil mir was am Herzen lag. Wurde wieder vertröstet: „warum kommst du immer so spät damit?“. Zwei Wochen danach bin ich leicht explodiert, als er mir mal wieder abgesagt hat. Ich schrieb: wenn du keine Lust hast aktuell, dann schreib es doch einfach, ist nicht so deep.
Ja, es war Vorwurfsvoll, aber ich habe es sehr lange runtergeschluckt. Daraufhin wurde er ausufernd, ist nicht auf meine Argumente eingegangen und hat mir extreme Vorwürfe gemacht - daraufhin hat er mich 2 Tage ignoriert, bis ich meinte er solle die Schlüssel bringen (mit den Schlüssel war folgende Geschichte: einmal kam er ohne meine Ahnung in meine Wohnung und hat einfach so alle seine Sachen genommen, um mich zu verletzen. Wir hatten keinen Streit - er war lediglich gestresst, weil sein bester Freund mir ein *beep* geschickt hat?). Ich meinte aber zu ihm klar, dass ich nicht Schluss mache, sondern dass ich Angst hatte, dass er nochmal einfach so In meine Wohnung geht.
Seit dem: er meinte, er habe nun eine Mauer um sich gebaut, da es ihn verletzt hat. Er will mich, aber er kann keine Beziehung führen. Er habe keine Zeit für eine Beziehung. Ich habe besseres verdient und er kann mir nicht geben, was ich brauche. Es liege nicht an mir, sondern an ihm. Es nervt ihn selbst, da er ja mich ja liebe.
1 Monat waren wir auf Abstand aber nicht getrennt, bis ich gefragt habe, wo wir stehen und er meinte, dass Trennung eher Sinn ergibt. Seitdem sind wir seit einer Woche getrennt.
Er meinte, er möchte mit mir befreundet bleiben. Er gab mir noch einen Stirnkuss. Er meinte, durch den Monat Abstand habe er sein Leben so neu geplant, dass er absolut keine Zeit für mich hat. Lösungsvorschläge hat er direkt verneint. Er meinte, er ist auf einem guten Weg zu einem Burnout.
Nun sitze ich da, bin zutiefst verletzt und kann immer noch nicht realisieren, was passiert ist. Ein Monat war es ein hin und her. Er versprach mir, dass wieder alles gut sei und er mich doch liebe, bis er paar Tage später seine Meinung nochmal umkippte.