Korval
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Zitat von torzym:Mein Mann hat sich Ende Februar von mir getrennt. Nach 16 Jahren Beziehung und 13 Jahren Ehe. Er sagt, die Gefühle seien weg und es gäbe keine Anziehungskraft mehr zwischen uns. Wir würden wie WG-Bewohner miteinander leben.
Es kam von heute auf morgen.Ich,gefangen in meinem Trott habe nichts kommen sehen. Er hat auch nicht geredet. Er hat nie ein Gespräch gesucht. Er hat gesagt,dass seit die Kinder auf der Welt sind,er nicht mehr meine Nummer 1 sei.
Du kannst davon ausgehen das das alles schon lange in ihm schwelte und er sagt das ja auch selbst. Warum er kein Gespräch gesucht hat weiß nur er selbst- womöglich weil er gar nicht wusste wie er das ansprechen soll. Männer sind da manchmal sehr unbeholfen...
Zitat von torzym:Ich habe ihm eine Paartherapie vorgeschlagen oder aber einen Urlaub nur zu zweit,um zu sehen,ob etwas zu retten ist. Er wollte das alles nicht. Er sagt,danach wird alles wieder gleich. Er ist einfach unglücklich.
Ich liebe ihn noch. Dass unsere Partnerschaft so zum erliegen gekommen ist,ist Schuld des Alltags,seine und meine. Er hat nicht gekämpft, er ist einfach gegangen. Und ich komme kaum klar damit. Ohne die Kinder würde ich nicht mehr leben. Sie sind der Grund,warum ich mich morgens dazu zwinge aufzustehen. Er hat bereits eine neue Wohnung. Ich bin für die Kinder in der alten geblieben.
Da wird keine Paartherapie helfen. Alles was du vorschlägst um das zu kitten wird keine Früchte tragen, denn seine Entscheidung steht ja bereits fest. Interessant wäre noch ob da vielleicht auch eine andere Frau im Spiel ist. Die wenigsten Männer gehen bevor es ein neues, kuscheliges Nest gibt.
Zitat von torzym:Er hat mich,unsere Familie und die 16 Jahre kampflos aufgegeben. Ich komme darauf einfach nicht klar, wie wenig das alles ihm bedeutet hat. Er konnte die Entscheidung nicht richtig treffen. Ich habe ihm gesagt,dass wenn er keine Gefühle hat,er die Entscheidung doch schon längst getroffen hat. Ich habe ihm gesagt,dass wenn er gehen will,ich ihn nicht aufhalten werde.Er sagte, dass seit die kinder da sind,unsere beziehung bergab gegangen ist.
Ich will ihn eigentlich zurück,mit jeder einzelnen Seele meines Körpers. Ich will meine Familie zurück. Nicht,wie sie war, sondern besser.
Aber er ist jetzt schon so weit weg von mir
Du hast erstmal absolut richtig gehandelt. Du kannst ihn nicht in dieser Beziehung halten wenn er nicht will. Bitten und Betteln macht dich klein, dann ist die Augenhöhe weg und er ist in der Position zu lenken unter welchen Bedingungen eine Wiedervereinigung stattfindet. Das verhinderst du an der Stelle schonmal und kannst da auch stolz auf dich sein weil du deine Würde behältst.
Zitat von torzym:Wei soll ich mich verhalten?Soll ich versuchen ihn zurück zu gewinnen? Oder tu ich mir diesen ablehnungsschmerz nicht mehr an?
Ganz ehrlich? Du solltest gar nichts tun. Wenn er gehen will soll er gehen. Wenn er doch noch etwas für dich empfindet klopft er von selbst wieder an deine Tür, wenn nicht weißt du auch woran du bist und kannst dein Leben neu ausrichten.
Sei liebevoll zu dir selbst und ruf dir ins Gedächtnis das du bereits weiter bist als viele Personen in deiner Situation: Du läufst ihm nicht nach, das ist wahnsinnig stark und der erste Schritt zur inneren Heilung.
Freundschaft ist schwierig wenn der eine Part noch mehr empfindet als der andere, aber wegen der Kinder ist ein Nullkontakt leider nicht möglich. Beschränke die Kommunikation aufs nötigste, sprich organisatorische Dinge die die Kinder betreffen und lass alles andere weg- also kein "Wie gehts dir?" oder ähnliches. Geh am besten auch nicht darauf ein wenn er damit anfängt, denn das zieht euch wieder auf eine Ebene die dir nicht gut tut.
Alles Gute für dich.