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Trennung zurückgewinnen oder loslassen?

torzym
Die Antworten spiegeln meine Diskussionen im Kopf wieder. Ich bin der Überzeugung, mittlerweile, dass wir beide uns in diesem alltagstrott verloren haben. Und ja,er war paschamäßig unterwegs. Er hat nie verstanden, wenn ich ihm erklärt habe,dass ich mich freuen würde,wenn er mehr helfen würde,wenn ich nach meinem vollzeitjob nicht dann noch den Haushalt und die kinder machen müsste. Er habe ja,wenn ich um halb 5 nach hause kam,schon 3std mittagsschlaf gemacht. Ich bin deshalb auch nach seiner Forderung des 50/50 Modells ziemlich überrascht. Er kann weder kochen,noch hat er sich im Alltag so um die kinder gekümmert,wie er jetzt in dem modell verpflichtet ist. Ausflüge haben wir am we als Familie Abendzeitung gemacht. Oft hatte er am we schon Turniere für unseren Sohn verplant,ohne mit mir darüber zu reden.

Ich mache jetzt die letzten wochen viel mehr für mich.ich bin nicht mehr gereizt,brülle die kinder nicht an und bin entspannt. Ich habe mittlerweile 30kg abgenommen,weil ich einfach nicht essen kann. Es gibt tage,an denen ich meine alte Leichtigkeit merke,und dann gibt es tage wie gestern und heute,da bestehe ich einfach nur aus Scherben.

Ich vermisse das wir,was wir hätten werden können,wenn wir früher die Augen geöffnet hätten. Es ist so schwer,mich richtig zu verhalten. Ich will mich bei ihm nicht Anbietern.ich will ihn aber auch nicht noch mehr wegstoßen.

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Korval
Hallo @torzym und herzlich Willkommen im Forum.

Zitat von torzym:
Mein Mann hat sich Ende Februar von mir getrennt. Nach 16 Jahren Beziehung und 13 Jahren Ehe. Er sagt, die Gefühle seien weg und es gäbe keine Anziehungskraft mehr zwischen uns. Wir würden wie WG-Bewohner miteinander leben.



Es kam von heute auf morgen.Ich,gefangen in meinem Trott habe nichts kommen sehen. Er hat auch nicht geredet. Er hat nie ein Gespräch gesucht. Er hat gesagt,dass seit die Kinder auf der Welt sind,er nicht mehr meine Nummer 1 sei.


Du kannst davon ausgehen das das alles schon lange in ihm schwelte und er sagt das ja auch selbst. Warum er kein Gespräch gesucht hat weiß nur er selbst- womöglich weil er gar nicht wusste wie er das ansprechen soll. Männer sind da manchmal sehr unbeholfen...

Zitat von torzym:
Ich habe ihm eine Paartherapie vorgeschlagen oder aber einen Urlaub nur zu zweit,um zu sehen,ob etwas zu retten ist. Er wollte das alles nicht. Er sagt,danach wird alles wieder gleich. Er ist einfach unglücklich.



Ich liebe ihn noch. Dass unsere Partnerschaft so zum erliegen gekommen ist,ist Schuld des Alltags,seine und meine. Er hat nicht gekämpft, er ist einfach gegangen. Und ich komme kaum klar damit. Ohne die Kinder würde ich nicht mehr leben. Sie sind der Grund,warum ich mich morgens dazu zwinge aufzustehen. Er hat bereits eine neue Wohnung. Ich bin für die Kinder in der alten geblieben.


Da wird keine Paartherapie helfen. Alles was du vorschlägst um das zu kitten wird keine Früchte tragen, denn seine Entscheidung steht ja bereits fest. Interessant wäre noch ob da vielleicht auch eine andere Frau im Spiel ist. Die wenigsten Männer gehen bevor es ein neues, kuscheliges Nest gibt.

Zitat von torzym:
Er hat mich,unsere Familie und die 16 Jahre kampflos aufgegeben. Ich komme darauf einfach nicht klar, wie wenig das alles ihm bedeutet hat. Er konnte die Entscheidung nicht richtig treffen. Ich habe ihm gesagt,dass wenn er keine Gefühle hat,er die Entscheidung doch schon längst getroffen hat. Ich habe ihm gesagt,dass wenn er gehen will,ich ihn nicht aufhalten werde.Er sagte, dass seit die kinder da sind,unsere beziehung bergab gegangen ist.



Ich will ihn eigentlich zurück,mit jeder einzelnen Seele meines Körpers. Ich will meine Familie zurück. Nicht,wie sie war, sondern besser.



Aber er ist jetzt schon so weit weg von mir


Du hast erstmal absolut richtig gehandelt. Du kannst ihn nicht in dieser Beziehung halten wenn er nicht will. Bitten und Betteln macht dich klein, dann ist die Augenhöhe weg und er ist in der Position zu lenken unter welchen Bedingungen eine Wiedervereinigung stattfindet. Das verhinderst du an der Stelle schonmal und kannst da auch stolz auf dich sein weil du deine Würde behältst.

Zitat von torzym:
Wei soll ich mich verhalten?Soll ich versuchen ihn zurück zu gewinnen? Oder tu ich mir diesen ablehnungsschmerz nicht mehr an?


Ganz ehrlich? Du solltest gar nichts tun. Wenn er gehen will soll er gehen. Wenn er doch noch etwas für dich empfindet klopft er von selbst wieder an deine Tür, wenn nicht weißt du auch woran du bist und kannst dein Leben neu ausrichten.

Sei liebevoll zu dir selbst und ruf dir ins Gedächtnis das du bereits weiter bist als viele Personen in deiner Situation: Du läufst ihm nicht nach, das ist wahnsinnig stark und der erste Schritt zur inneren Heilung.

Freundschaft ist schwierig wenn der eine Part noch mehr empfindet als der andere, aber wegen der Kinder ist ein Nullkontakt leider nicht möglich. Beschränke die Kommunikation aufs nötigste, sprich organisatorische Dinge die die Kinder betreffen und lass alles andere weg- also kein "Wie gehts dir?" oder ähnliches. Geh am besten auch nicht darauf ein wenn er damit anfängt, denn das zieht euch wieder auf eine Ebene die dir nicht gut tut.

Alles Gute für dich.

x 2 #17


A


Trennung zurückgewinnen oder loslassen?

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FloraVita
Zitat von torzym:
Er habe ja,wenn ich um halb 5 nach hause kam,schon 3std mittagsschlaf gemacht


Wann steht er denn auf bzw wann fängt er an zu arbeiten?

Zitat von torzym:
Ich habe mittlerweile 30kg abgenommen,weil ich einfach nicht essen kann.


Innerhalb von 6 Wochen? Viel zu viel auf einmal und nicht gesund. Bitte achte besser auf dich. Wenn du nicht richtige Mahlzeiten zu dir nehmen kannst, wenigstens kleinere Portionen mit Kindern zusammen, dann unbedingt immer wieder mal eine Kleinigkeit. Paar Nüsse, Banane...

#18


aequum
Zitat von torzym:
Ich bin deshalb auch nach seiner Forderung des 50/50 Modells ziemlich überrascht. Er kann weder kochen,noch hat er sich im Alltag so um die kinder gekümmert,wie er jetzt in dem modell verpflichtet ist.

Es könnte doch durchaus sein, dass es bereits eine andere Frau im Hintergrund gibt, die zukpnftig deinen Part für ihn übernehmen wird.

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B
Als ich im Eingangspost das gelesen habe
Zitat von torzym:
Ohne die Kinder würde ich nicht mehr leben. Sie sind der Grund,warum ich mich morgens dazu zwinge aufzustehen.

hätte ich dir am liebsten sofort eine Therapie angeraten, einen Arztbesuch, um Depressionen auszuschließen. Wenn ich allerdings das hier lese
Zitat von torzym:
Ich mache jetzt die letzten wochen viel mehr für mich.ich bin nicht mehr gereizt,brülle die kinder nicht an und bin entspannt. Ich habe mittlerweile 30kg abgenommen,weil ich einfach nicht essen kann. Es gibt tage,an denen ich meine alte Leichtigkeit merke,

mag ich dir liebevoll Beifall klatschen und dir empfehlen, deinen Weg weiterzugehen. Durch den Schmerz, durch die Trauer zu dir hin. Das klingt so positiv, trotz des Schmerzes, klingt nach Aufbruchsstimmung. Vielleicht gehst du erstmal deine Transformation an und schaust anschließend, ob du das Leben an der Seite eines Paschas immer noch für erstrebenswert hältst. Oder was passieren müsste -auch von seiner Seite aus- dass du dir ein weiteres gemeinsames Leben vorstellen kannst. Wenn du nicht essen kannst, schau mal, ob dir Smoothies zusagen. Keine Ahnung, ob ich das gerade richtig aufgenommen habe, für mich klingt das nach echter Entwicklung. Auch wenn du sie gerade noch aufhalten magst. Schau auf dich, was dir gut tut.

x 2 #20


Plague
Zitat von torzym:
Er kann weder kochen,noch hat er sich im Alltag so um die kinder gekümmert,wie er jetzt in dem modell verpflichtet ist.

Wer sagt denn, dass er das macht?

Es ist auch in meiner Wahrnehmung mehr als wahrscheinlich, dass da bereits die Next im Hintergrund aktiv ist und solange sie kochen und sich um die Kinder kümmern kann, ändert sich für ihn herzlich wenig. 😎

x 1 #21


Blind-Meg
Zitat von torzym:
Die kinder wissen nichts von meinen Gefühlen. Sie wissen,dass ich traurig war und haben mich mal weinen sehen. Aber ich spiele die starke,damit es ihnen nicht schlecht geht.

Die merken das trotzdem.
Und: sie tragen die Verantwortung, die du ihnen aufbürdest, trotzdem.
Auch wenn du es versuchst vor ihnen zu verbergen.

x 1 #22


Ameise_78
Zitat von torzym:
Er hat gesagt,dass seit die Kinder auf der Welt sind,er nicht mehr meine Nummer 1 sei.

Ein Mann, der so etwas sagt obwohl du alles geschmissen hast - Vollzeit Arbeit + Kinder + Haushalt... mir fehlen die Worte.

Ich glaube, dass es sehr schmerzhaft ist, und dass du ihn vermisst... aber einem Mann, der so denkt, solltest du dennoch nicht hinterherlaufen. Was sollte denn da noch besser werden..? Mit einer solchen Einstellung..?

x 2 #23


Blind-Meg
Zitat von torzym:
Zeit als Paar konnten wir kaum miteinander verbringen,da wir kaum Familie haben,die die kinder hätte abnehmen können.


Zitat von torzym:
ja,ich habe meine Eltern und meinen Bruder. Sie sind da.

?

#24


Plague
Zitat von torzym:
Er hat gesagt,dass seit die Kinder auf der Welt sind,er nicht mehr meine Nummer 1 sei

Wie bitte schön will er sich dann zukünftig 50/50 um die Kinder kümmern, die er seit Anbeginn lediglich als Konkurrenz um die Gunst der Mutter gesehen hat? 🧐

x 1 #25


torzym
Ich bin mir allem tatsächlich bewusst.ich hatte schon nach einem therapieplatz gesucht. Denn nach dem,was er alles gesagt hat beim trennungsgespräch,fühle ich mich wertlos und erniedrigt. In meiner Umgebung und auch auf Arbeit ist bereits aufgefallen, dass ich mich verändert habe-positiv.

Bisher sagt er,es gibt da niemand neues. Ich denke aber auch,dass da schon jemand ist,er es aber noch für sich behält. Was ich noch viel schlimmer finde. Nach dem ganzen Schweigen,jetzt noch Lügen.....

Und ja,ich bin in Aufbruchstimmung. Ich habe auf einmal zeit für mich,ich habe endlich Verantwortung abgeben können. Ich trage plötzlich diese last nicht mehr auf meinen schultern-allein. Es fühlt sich befreiend an-auch wenn alles in mir nach ihm schreit. Und das ist das größte Problem.ich will ihn einfach nicht mehr lieben.

x 5 #26


Plague
Zitat von torzym:
Es fühlt sich befreiend an-auch wenn alles in mir nach ihm schreit. Und das ist das größte Problem.ich will ihn einfach nicht mehr lieben.

Je eher du Freiheit und Autonomie wieder schätzen gelernt hat, wird die Gleichgültigkeit ihm gegenüber kommen.
Vorher darfst du auch noch ordendlich wütend auf ihn sein und ihn am liebsten auf den Mond schießen wollen.

x 3 #27


Ameise_78
Zitat von torzym:
Ich habe auf einmal zeit für mich,ich habe endlich Verantwortung abgeben können. Ich trage plötzlich diese last nicht mehr auf meinen schultern-allein.

Was tief blicken lässt wie fair die Aufgaben bei euch verteilt waren. 🙈
Das ist jetzt aber natürlich auch ein Vorteil... du kannst ohne ihn.. und auf Dauer sogar sicher besser als mit ihm.

x 4 #28


torzym
@Blind-Meg meine Eltern sind beide voll berufstätig und mein Bruder lebt am anderen Ende Berlins und hat 3 kleine Kinder. Da konnten wir denen das auch nicht aufbürden.

#29


torzym
@Ameise_78 ja,ich weiß. Bei Streitigkeiten warf er mir immer wieder vor,ich würde mich darstellen,als wenn ich alleinerziehend wäre.aber so fühlte es sich größtenteils an.und wenn er dann mal die Wäsche gemacht hat,hat er sie "für mich" gemacht. Und wenn ich mich dann über den Haushalt oder ähnliches beschwert habe,dann konnte er das nicht verstehen,weil "andere Frauen machen das doch auch".

Es ist ruhiger zu hause. Es liegt keine Anspannung mehr in der Luft. Keine unerfüllt Erwartungen....beidseitig. ich muss nicht mehr nach ihm aufräumen,oder mich darüber ärgern,dass er dies oder das nicht gemacht hat.ich weiss,ich bin alleine und mache es jetzt einfach.

Und aktuell weiss ich innerlich, dass ich mich durch diese Trennung einfach wiederfinde. Ich war keine Frau,keine Ehefrau die letzten 9 Jahre. Ich war einfach "nur" eine Mutter,eine Managerin und eine putzkraft. Jetzt habe ich das Gefühl wieder eine "frau" zu werden. Und dann geht es mir gut,weil ich auch die Veränderungen an mir und meinem Körper sehe.

Aber dann kommt der Schlag. Und ich fühle mich leer und so.......wertlos.so unwichtig. Dass die Person,die meine Familie war,einfach so gegangen ist. Es wäre leichter,wenn er oder ich nicht mehr leben würde. Zumindest in Gedanken für mich.

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A


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