Man_over_50
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Ich habe mich (eigentlich in gegenseitigem Einvernehmen) vor kurzem getrennt, weil wir wirklich absolut verschieden sind (oder wurden).
Obwohl alles was ist und vorgefallen ist, eine Trennung unausweichlich macht, leide ich darunter.
Wir waren 1,5 Jahre zusammen (ich hatte ihr beim Kennenlernen aus einer Notsituation geholfen und ihr in ein neues Leben geholfen).
Wir haben uns schnell und heftig verliebt, obwohl unterschiedliche Auffassungen zum Leben immer sichtbar waren.
Aber gerade meine strukturierter Art, die Art und Weise wie ich mein Leben organisiere , haben ihr Gefallen und geholfen.
Sie ist in der Lebensgestaltung chaotisch. Lebt nur für den heutigen Tag. Ich lebe zukunftsorientiert, habe Ziele und Ideen wie mein Leben auch im Alter aussehen soll.
Dafür arbeite ich auch, wohingegen "Arbeiten" nicht so ihr Ding ist.
Sie ist diversen Genussmitteln nicht abgeneigt. In letzter Zeit übertrieben, was sich auf ihre Gesundheit auswirkt (physisch und psychisch - Gemütsschwankungen).
Ich bin selbst kein Spießer (feiere am WOCHENENDE auch mal gerne), lebe aber auch auf meine Gesundheit bedacht.
Wir haben völlig verschiedene lebensrythmen. Ich arbeite am Tag und gehe am späten Abend dann schlafen. Sie "ruht" eher am Tag, geht dann oft erst am frühen Morgen schlafen.
Sie hat auch keine wirklichen Hobbys und Interessen, ich bin eigentlich an vielem interessiert und habe diverse Hobbys.
Somit wird es auch immer schwieriger gemeinsame Gesprächs Themen zu finden.
Zuletzt hatte ich das Gefühl, dass dadurch das ich gewisse Dinge anspreche, oder ihr auch mal (indirekt) den Spiegel vorhalte, macht sie unzufrieden und mir gegenüber aggressiv.
So haben wir dann schon lange Zeit nur noch Streits gehabt.
Wir waren beide zuletzt extrem unzufrieden und sehen dass wir gar nicht zusammen passen (siehe oben).
Ich wollte schon so oft (gerade wenn sie was getrunken hatte und verbal aggressiv wurde) alles beenden.
Aber wir hängen schon aneinander (mir hat ab und zu auch gefallen von ihr was anzunehmen und auch mal "unvernünftig" zu leben, nur nicht dauernd).
Sie weiß ich bin die Person die in jeder Situation zu ihr steht und ihr hilft.
Ich bin auch die Person, die mehr emotionen in die Beziehung eingebracht hat, was sie zu Beginn genossen und erwidert hat, und durch ihr zurückziehen, haben wir uns emotional entfernt.
Ich war es dann auch der sagte, wir haben uns soweit entfernt, dass ich nicht mehr kann/möchte.
Da sie keine Selbsteinsicht für die Notwendigkeit von Kompromissen hat, war ihr der leichte Weg gerade recht.
Sie ist nicht glücklich wie sie lebt, kann oder will aber nichts ändern.
Somit bedeutet die Trennung für mich, dass ich mich nicht weiter an einem Leben beteiligen muss, was absolut nicht meiner lebenseinstellung entspricht, und für sie, dass sie ihr Leben leben kann, auch wenn sie sieht dass es ihr nicht gut tut, aber sich nicht dafür "rechtfertigen" muss.
Eigentlich müsste ICH froh sein, dass es vorbei ist, aber so schwierig sie auch ist, so sehr fehlt sie mir. .
Ich habe gemerkt, es tut gut hier mitzulesen, und deshalb habe ich mich getraut, hier meine Trauer (Geschichte) niederzuschreiben, auch wenn es länger wurde, als ich dachte. .