Eckes
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Ich bin neu hier bei euch und sehr viel am Mitlesen, nun möchte ich aber auch meine Situation in Kurzform schildern.
Eins vorweg, ich habe nun schon 71-mal auf unserem wunderschönen Planet Erde die Sonne umkreist, aber meine Erfahrung die ich gerade durchlebe ist die, wenn sich ein Lebens- oder Ehepartner von einem trennt, kann sich das für den Verlassenen zur größten Katastrophe in seinem Leben entwickeln. Trennungsschmerzen sind furchtbar, fast nicht auszuhalten.
Meine Frau ist 55 Jahre jung, ich bin 71 Jahre und wir sind schon über 34 Jahre verheiratet. Vor etwa 8 Monaten stellte sich meine Frau vor mich hin und sagte: Ich kann dich und die Kinder nicht mehr lieben, ich trenne mich von allem. Scheidung kommt nicht in Frage, denn wenn Du stirbst habe ich Anspruch auf die große Witwenrente und das Haus, ich will alles, nur dich nicht, ich lebe jetzt mein Leben.
Da ich meine Frau über alles liebte, war das für mich wie ein Knockout beim Boxen, – ein Schlag eiskalt unter die Gürtellinie und ich liege ausgezählt auf dem Boden.
Ich habe 100% in diesen 34 Jahren gegeben, was aber sehr bitter an der Sache ist, wer 100% gibt, also alles gibt, der verliert auch alles in einer derartigen Situation. Es bleibt nur ein tiefes schwarzes Loch in dem du die erste Zeit liegst. Es war kaum auszuhalten.
Der Trennungsgrund, der übliche Klassiker, meine Frau hatte schon über 2 Jahre einen anderen Mann und spielte mir eine perfekte Tarnung vor. Das war alles perfekt und eiskalt eingefädelt.
Ich möchte aber allen betroffenen hier Mut machen, ich bin wieder aufgestanden, steht auch ihr wieder auf, aber eins sollte jedem klar werden, kämpft nicht um den, der von euch gegangen ist, denn man zerfleischt nur sich selbst. Versucht immer wieder neu loszulassen, denn das Äußere kann man nicht verändern, man kann nur sich selbst verändern.
– LG --