Zitat von Brückenamfluss:Der Einwand an sich ist unrelevant (...) weil?
Hatte ich doch geschrieben:
Zitat von Nachtlicht:(...bei) Beratung oder Jugendhilfe (...) schlagen immer nur diejenigen Fälle auf bei denen es halt schief läuft... das liegt dann aber an der Erziehungs(un)fähigkeit der Eltern und nicht an deren Beziehungsform.
Zitat von paulaner:Hat denn Anonymous mal auf die Frage geantwortet, ob er selbst so lebt?
Ich habe das jetzt schon dreimal gefragt.
Ich habe den Eindruck, dass er das nicht beantworten möchte. Was ich verstehen würde, weil der Kontext hier nicht gerade dazu einlädt, eigene, vom Mainstream abweichende Erfahrungswerte einzubringen. Wir tauschen hier ja nicht wertschätzend persönliche Berichte aus, sondern reden kontrovers über übergeordnete Wertvorstellungen und Konzepte. Dazu gehört nunmal auch ein gerüttelt Maß an Theorie. Wie ich das so mitbekomme, funktioniert Monogamie ja auch primär in der Theorie, während die Praxis von Fremdgehen, Affären, Betrügereien und Scheidungen geprägt ist.
Wenn ich mich richtig erinnere, und das meine ich jetzt echt nicht böse oder dir zu nahe treten zu wollen, also bitte nicht falsch verstehen, kennst du selbst funktionierende Monogamie ebenfalls nur aus der Theorie, aber bist trotzdem voll davon überzeugt. Das könnte doch für Anonymous umgekehrt auch gelten?
Was mich betrifft, kenne ich beide Konzepte aus der Praxis und bin bisher von keinem nachhaltig überzeugt, außer eben von dem Ansatz, sich individuell mit den jeweiligen Beteiligten (einer oder eben mehr als einer) ein passendes und sich an Veränderungen anpassbares eigenes Modell zu gestalten.
Zitat von Isely:Monogamie war seit je her fest verankert, und gewährleistete Männern, dass es auch seine Kinder waren. Und nicht die von Hans und Franz.
Es ist also eine Ur - Ur Erscheinung, die sich fest verankert hat.
Also nix mit moderne....
Naja... was du da beschreibst, betrifft die Sicherung der Erbfolge. Das ist ein
kulturelles Motiv für Monogamie.
Die Biologie sieht da was anderes vor, Streuung und Vielfalt der Gene und so.
Zitat von Isely:Das gäbe schon Rentenmässig ein Riesen Theater.
Da wäre ich sehr gespannt wie man das rechtlich regeln möchte.
Das wäre allerdings eine hochinteressante Frage und dürfte so ziemlich der plausibelste Grund sein, neben Sorgerechtsfragen bei Kindern, dass in Deutschland Bi- und Polygamie gesetzlich verboten sind.
Zitat von NurBen:Darum würde mir es weniger ausmachen, wenn meine Frau einen Ausrutscher hatte, als wenn sie monatelang fremdverliebt ihren Arbeitskollegen hinterher schmachtet.
So ginge es mir auch, auch wenn du weiterhin die Perspektive einnimmst dass es sich lediglich um (schlecht gehandhabte) Fremdgehwünsche handeln soll. Ich erlebte emotionale Nichtexklusivität generell deutlich komplexer als körperliche Nichtexklusivität. Darum ist es mMn ja so essentiell da in guter Kommunikation zueinander zu stehen, wenn man abseits der Norm lieben möchte.
Zitat von Reality:Du kannst deinen Partner nicht lieben und gleichzeitig wen anderen begehren..
Du vielleicht nicht, Reality, andere aber schon. Weil andere das können, musst du es ja nicht auch tun. Weil du es nicht kannst, dürfen andere es aber trotzdem tun.
Zitat von Plentysweet:Welche Fragen habe ich genau offen gelassen? Kannst Du mir bitte noch einmal auf die Sprünge helfen und sie noch einmal formulieren?
Ja, kann ich, mach ich gleich.