Oh, einen dritten Anteil habe ich vergessen, den möchte ich nicht unterschlagen. Oben erwähnte ich es schon. Ideale.
Menschen lieben es offenbar sich Ideale zusammen zu zimmern. Das schwierige damit ist, dass das subtil oder auch offen dazu führt dass alles was nicht dem Ideal entspricht nicht akzeptiert werden kann.
Entspricht die Vorstellung des Ideals dann nicht der Realität wird die Realität zum Feindbild.
Ist ein solches Ideal nun unbedingte Monogamie und die damit verbundene Grundüberzeugung nur in einer monogamen Beziehung kann ich glücklich sein ist die Folge, dass eine nicht monogame Beziehung als unglücklich erlebt wird. Selbst dann noch, wenn sie nach objektiven Gesichtspunkten völlig in Ordnung wäre.
Könnte das Ideal bei einem Seitensprung des Partners fallen gelassen werden, könnte man die Beziehung dann darauf hin ansehen ob mir denn was weg genommen wird. Also bspw. Aufmerksamkeit oder gemeinsame Zeit oder ähnliches. Anhand dieser Kritierien, die einen wirklichen Einfluss auf mein Leben haben, kann ich dann beurteilen ob eigentlich alles in Ordnung ist oder nicht. Solche Ideale aber fallen lassen ist nach meiner Erfahrung nicht möglich. Sie werden meisst nur durch Andere ersetzt.
Zitat von Anonymous123:demnach wäre eifersucht quasi die angst, den partner zu verlieren. und eine verlustangst bedeudet doch auch, dass man denkt ohne seinen partner nicht mehr glücklich zu sein.
Genau das.
Das ist das Problem mit allen Überzeugungen. Geht die Realität nicht mit diesen konform ist man unglücklich obwohl man es nicht müsste.
Zitat von Anonymous123:as problem daran ist doch aber, dass man dann die verantwortung für sein eigenes glück nach außen hin abgibt, man wird emotional abhänging.
Nicht wird. Sondern immer war. Macht ja keiner mit Absicht.
Zitat von Anonymous123:wenn man aber sein glück aus sich selbst heraus bezieht und nicht von seinem partner abhänging macht, dann kann sein handeln auch keine eifersucht oder verletzung in uns auslösen.
Ds kommt noch was dazu, was gerne vergessen wird und in der Regel verhindert, dass man sich wirklich darauf einlassen kann. Für das eigene Glück verantwortlich sein mag jeder gern. Beim Unglück sieht es aber anders aus. Die Vorstellung für das verantwortlich zu sein führt zu einer Abwehrhaltung. Und dann ist halt doch wieder der Partner schuld. Oder das Wetter. Oder weiss der Geier.
Radikale Übernahme der Eigenverantwortung bringt schon was, so ist das nicht. Aber trotzdem ist das mega anstrengend und zudem klappt es nicht immer weil man halt auch davon ermüdet für allen sch. der passiert 'selbst schuld' zu sein.
Ist alles viel einfacher. Menschen tun was Menschen tun. Einfach so. Ohne Ziel und Absicht und ohne was dafür zu können. Andere. Ich auch. Das zu akzeptieren reicht. Danach gibt es sowas wie Verletzungen nicht mehr. Wollen aber nur wenige. Das kann das Ego nicht wegstecken. Man muss ja Besonders sein und alles im Griff haben.
Zitat von Anonymous123:es ist nur ein gedankenspiel, aber ich finde es schon erstrebenswert und auch bewunderswert, wenn man zu so einer liebe fähig ist.
Siehste. Besonders. Alles im Griff haben.
In den allermeissten Fällen sind die Ideale häufig wichtiger als einfach happy zu sein.
Und dann muss man denen dauernd nachlaufe oder andere davon überzeugen oder die Welt verändern.
Man kann aber auch einen Tee trinken. Letzteres macht sofort glücklich. Noch ein Lebkuchen dazu. Himmel auf Erden. Instant.
Mehr braucht es gar nicht.