Zitat von Anonymous123:Solange niemand verletzt wird ist doch jede Form der Liebe etwas schönes.
Aber das ist der Punkt; Es ist in den meisten Fällen verletzend. Es ist in den seltensten Fällen ein gemeinsamer Entschluss, schließlich muss einer das Thema auf den Tisch bringen.
Wenn ich zu meiner Frau hingehe und sage "Du ich würde gerne mit meiner Arbeitskollegin schlafen, aber ich liebe dich trotzdem noch."
In welchen Paralleluniversum wäre das nicht verletzend?
Und wenn sie heulend zusammenbricht und sich nicht mehr von ihren Mann gegehrt fühlt, was soll ich da denn sagen?
"Keine Sorge, das ist eine offene Beziehung, mit dir schlafe ich selbstverständlich auch noch weiterhin."
Was hilft mir da ein rationales und sachliches Gespräch ala "Das hat nichts mit meiner Liebe zu dir zu tun. Das ist eine Beziehungsform wie jede andere auch."
Und dann soll ich mir selbst noch auf die Schulter klopfen, weil ich so ehrlich war!?
Wenn sie mir zustimmt, macht sie das dann weil sie davon überzeugt ist oder weil sie finanziell oder gefühlsmäßig von mir abhängig ist?
Und selbst wenn man es ausdiskutiert und am Ende das "Projekt" fallen lässt, das Thema wurde angesprochen. Die Büchste der Pandora wurde geöffnet.
Welche Effekt hat das auf unser weiteres zusammenleben? Das sie immer daran denken muss, dass ich lieber mit der Arbeitskollegin schlafe, als mit ihr?
Das sie vielleicht denkt, dass ich sie heimlich betrüge?
Das ist ein Thema, was sich nachhaltig aufs Beziehungsleben auswirkt. Unabhängig davon, ob man sich einig wird oder nicht.