Zitat von Arnika: Was auch immer eure Probleme waren, muss das nicht automatisch etwas mit eurer Orientierung zu tun haben, dass er es beendete. Wobei ich durchaus auch auf das Dilemma der Dynastie hinweisen würde.
Ich glaube, hier kommen drei Dinge zusammen, wobei jedes auch ein Mix aus Persönlichkeit, kultureller Prägung und dem Ergebnis eine Fernbeziehung ist.
1. Ich bin straight beim Ansprechen der Probleme; manchmal etwas zu straight. Er ist eher zurückhaltend und hat/hatte den Glaubenssatz, das man Menschen nicht verändern kann und sollte. Was dazu geführt hat, das er Dinge, die ihn am mir nerven, nicht angesprochen hat.
Ich finde eher, dass gerade diese Fähigkeit zur Veränderung, eine Beziehung besser werden lässt. Es geht dabei nicht im Selbstaufgabe, sondern um die Frage wo man es selber abgef**** hat und was sich daraus lernen lässt, wo Kompromisse gemacht werden sowie die Kunst zu erkennen, was ein fauler Kompromiss ist.
2. Wir führen seit April wieder eine Fernbeziehung. Wir sprechen zwar jeden Tag, aber einige Dinge lassen sich dann doch nicht so gut besprechen. Wenn ich drüben war, dann wollte wir einfach eine gute Zeit miteinander verbringen und nicht unbedingt irgendwelche Diskussionen führen. So haben die Konflikte unterschwellig weitergekocht und sind nicht geklärt wurden, und ich kann mich davon nicht freimachen. Es gab Dinge des Friedenswillen, die ich nicht angesprochen habe, obwohl ich es hätte machen sollen.
3. Wir sind einfach viel zu schnell zusammen gezogen. Es machte Sinn und es ware für uns praktisch. Nochmal machen würde ich es aber nicht.
Zitat von Arnika: Wie seid ihr denn eigentlich zusammengekommen? Habt ihr euch in D kennengelernt oder Fernbeziehung, und er kam dann zu dir oder wie muss man sich das vorstellen?
Wir haben uns am Flughafen in Hanoi kennengelernt. Er war gerade angekommen und ich war gerade am boarden. Zeitfenster von 2 Minuten. Er hatte mir, über einer dieser berühmten Apps, ein Nachricht geschrieben und ich habe geantwortet. Irgendwie haben wir es geschafft in Kontakt zu bleiben und jeden Tag zu schreiben. Nach vier Wochen habe ich einen Flug gebucht und wollte rausbekommen, ob das was Echtes werden könnte; was es dann auch geworden ist.
Mir war von Anfang klar, ohne echt Option, dass wir irgendwann am selben Ort sein werden, kann das nicht lange aufrecht erhalten werden. Er ist dann für mich nach Deutschland gekommen, hat ihr gearbeitet, bis er ein Angebot aus VN bekommen hat, was er unmöglich hätte ablehnen können (Ich habe ihm dazu geraten das Angebot anzunehmen). Er hat mich gefragt, ob ich mit ihm kommen möchte und ich habe zugestimmt.
Für mich wäre der Schritt jetzt nicht soooo groß, wie man meinen sollte. Ich war schon sehr oft in diesem Land. Kenne zu mindestens die Grundlagen der Leute und der Kultur. Ich spreche fließend English, habe schon mehrere Auslandsaufenthalte hinter mir und es war von vorne rein erstmal auf drei Jahre angelegt, weil ich nicht wusste, ob ich es schaffe wirklich in diesem Land anzukommen.
Zitat von Multiversum: willst doch nicht etwa gehen, oder !?
Du Entscheidung ist noch nicht ganz gefallen. Ich muss rausbekommen, aber da gerade mein Trotz spricht. Im Grunde kann nicht sooo viel passieren und wenn ich merke, dass es nicht funktioniert, dann ist durch das zeitliche Limit, ein Licht am Ende des Tunnels.
Zitat von Multiversum:Selbst wenn Du nach Vietnam gehst und die vietnamesische Staatsbürgerschaft
annimmst,
halte uns bitte auf dem Laufenden !
Awww das ist sehr süß von dir
😍 Die vietnamesische Staatsbürgerschaft werde ich nicht bekommen und auch nicht gerne haben wollen. Es seid denn, es gibt die doppelte Staatsbürgerschaft. Ihr habt keine Ahnung, was das für ein Aufwand ist, fast überall auf der Welt sich um ein Visa kümmern zu müssen. Da ist mir die Deutsche schon lieber.