Zitat von Wurstmopped: Sind viele in ihren Beziehungen gefrustet und hätten sich lieber was "besseres" gewünscht....und schauen daher gerne mal Recht oder Links des Weges?
Ich glaube am Ende ist es wichtig, auf sich selbst zu schauen.
Sich zu fragen warum schaue ich mich um, werde offener für andere?
Was fehlt, wünsche ich mir in meiner Partnerschaft?
Was trage ich dazu bei?
Wie geht es meinem Partner eigentlich wirklich?
So hoffe ich zumindest für mich Beziehung unter diesem Aspekt handhaben zu können.
Zitat von Wurstmopped: Und wenn ich den Berichten der OD Nutzer hier glauben schenke, scheint diese denke weit verbreitet....da gibt es immer noch was besseres....
Vielleicht.
Vielleicht gibt man sich nicht genug Raum.
Ich habe einige im Freundes - und Bekanntenkreis bei denen hat OD gut funktioniert.
Einige bereits verheiratet und Kinder.
Ich habe es mal ca drei Monate getestet.
Ich kam damit nicht zu recht.
Habe ich immer nach was "Besserem" gesucht?
Das klingt sehr unangenehm, aber ich hatte irgendwann ein wenig das Gefühl Zeit zu "verschwenden".
Vielleicht waren 2 Verabredungen in der Woche auch zu viel.
Ich war jedenfalls immer wieder verwundert, wie viel am Ende nicht gestimmt hat : )
Alter, Größe, Aussehen...
Habe mich aber versucht offen zu halten während der Verabredung.
Ich war selbst mit Fotos sehr bedacht und habe mehrere Freunde gefragt, ob meine Fotos tatsächlich der Realität entsprechen.
So ist es mir aber auch immer ein Gedanke gewesen - schade, traurig, dass die Menschen so unter Druck stehen, ihren eigenen Wert nicht kennen, dass sie sich anders, "besser"? zeigen müssen.
Mag ich doch auch, dass mich jemand sieht, mag, wie ich bin.
In wen soll er sich denn sonst eventuell verlieben?
Ich merke, wenn ich mich mal verlieben, nimmt der Mensch auch in jeder Äußerlichkeit an Attraktivität zu.
Das Zusammensein hat meist am Anfang eine gewisse Selbstverständlichkeit. Das fühlt sich schön an.
Aber bediene ich vielleicht so bestimmte Muster?
Fragen, Fragen, Fragen.
Was ist schon wahr. Was wird zu einer Wahrheit gemacht?
Zitat von Birkai: Das Beenden einer Beziehung bedarf aber immer Willenskraft und auch Mut, da man sich ja auf etwas Neues einlassen muss
Schon. Ich musste meinen Ex Freund drei Mal fragen was mit ihm ist, bevor er sich getraut hat es auszusprechen.
Er hatte aber über ein halbes Jahr für sich Zeit seine neue Freundin kennen zu lernen.
Aufmerksamkeiten, liebe Worte, heimliche Treffen zu gestalten usw.
Ob das dann so mutig ist? : )
Und oder auch Angst dabei. Er hatte Sorge, dass meine Freunde ihn nun hassen, hat es seinen Freunden und Eltern erst nach 1,5 Monaten erzählt.
Da war die Angst und die Scham eben auch mit dabei, "gescholten" zu werden, u.a. weil ich erst 5 Monate bei ihm fest gewohnt hatte, ohne eigene Wohung mehr und so Sachen.
Was ist dann Mut?
Vorher ins Gespräch gehen?
Können einige anscheinend aber nicht?
Den Mut zu haben Dinge auszusprechen, mit Reaktionen umzugehen, mit sich selbst und seinem Handeln konfrontiert zu werden.
Um auf das Thema was zurück zu gehen, seine Freundin ist 9 Jahre Jünger. Sie war damals Anfang 20.
Das hat schon gesessen.
Auch von einem der hundert Gedanken her - er hat nun Zeit bezüglich Kinder.
Weint mir vor, er möchte seine Zeit nimmer mit mir vergeuden?
Aber warum hat er mir dann meine genommen?
Das hat mich während der Trennung schon beschäftigt.
Nun ich empfinde es nicht als Zeitvergeudung.
Ich mochte die Zeit mit ihm sehr gern.
Und alles andere...
Was wird alles andere sein?