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Über 25 zusammen davon 14 Jahren verheiratet und nun ?

engima

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Vor 1.5 Wochen hat sich mein Mann von mir getrennt Nun sitze ich in seinem 3 Familien-Haus (er hat mir freundlicherweise die leergeräumte Wohnung seiner Mutter überlassen, bis er einen geeigneten Mieter gefunden hat )
Ich bin krank vor Sorge, Traurigkeit und Einsamkeit. Tagsüber, wenn ich arbeite und mit den Hunden unterwegs bin, bilde ich mir ein es irgendwie zu schaffen, aber wenn ich meinen Mann gesehen habe und er mir, auf meine Frage nach einer gemeinsamen Zukunft, keine Hoffnung macht meine ich daran zu zerbrechen
So viel Fehler habe ich in unserer Beziehung gemacht, besonders im letzten Jahr. Mein Vater War sehr lange sehr, sehr krank und ich war völlig mit der Situation überfordert Ich habe meinen Mann nicht gut behandelt Und nun... kann und will er mir nicht verzeihen. Für unsere Beziehung gäbe es keine Zukunft mehr sagte er gerade

Schon seit einigenTagen lese ich hier im Forum. Manchmal tröstet es mich nicht alle zu sein, nur gerade habe ich so schreckliche Schmerzen Es tut soooo weh verlassen zu werde

10.04.2015 18:14 • #1


AD203

AD203


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Hallo enigma,

ich lese sehr viel Trauer, Verzweiflung und viele Selbstvorwürfe aus deinem Beitrag heraus. Ich würde dir raten, dir eben keine Hoffnungen zu machen. Das klingt hart, aber ich meine es nicht so. Ich schreibe das, weil du dich dadurch, dass du dir immer wieder Hoffnung machst, für erneute Enttäuschung und Schmerz aufbaust. Du bläst dadurch immer wieder *beep* auf, die dein Mann dann später mit einer Nadel zum Platzen bringen kann. Auch wenn es schwer ist, versuche das nicht mehr zu tun. Am Ende tut man sich nur selbst weh damit. Es ist bestimmt seeehr schwer, aber versuche, diese Situation jetzt so anzunehmen, wie sie ist. Und bitte nicht missverstehen: Nur weil du dir keine Hoffnung mehr machst, heißt das nicht, dass du stattdessen vom Allerschlimmsten ausgehen musst. Es heißt dann einfach, dass du alles so hinnimmst, wie es kommt. Lass deinen Mann gehen, liebe enigma. Es liegt jetzt nicht in deiner Verantwortung, ihn daran zu hindern.
Es tut sehr weh jetzt. Das ist in Ordnung, ist auch normal. Es wäre schlimm und bedenklich, wenn du jetzt gar nichts fühlen würdest. Akzeptiere den Schmerz, weine, heule, schreie in ein Kissen. Tue, was du tun musst, um dein System wieder rein zu kriegen. Es wird immer wieder kommen, aber das ist völlig normal. Deine Seele und dein Körper, vor allem dein Gehirn, machen jetzt so einiges durch und es ist völlig in Ordnung, ja völlig normal, wenn du traurig und zerbrochen bist.

Erinnere dich immer wieder daran, liebe enigma, dass du nicht verlassen worden bist. Du bist übrig geblieben! Da gibt es einen großen Unterschied! Mache dir bitte keine Vorwürfe wegen deines Verhaltens. Es liegt in der Vergangenheit und ist auch nicht zu ändern. Du warst überfordert. Das schreibst du selbst. Das ist auch in Ordnung. Es gibt kein Regelwerk im Leben, an dem man sich in einer solch schweren Zeit orientieren muss. Der Beinahe-Verlust eines geliebten Menschen wie eines Vaters löst so einiges in uns aus. Versuche weiterzusehen, jenseits von "Schuld" und "Unschuld" oder "Täter" und "Opfer". Du bist nicht Schuld...an irgendetwas. Schuld gehört zu einigen der ungesündesten und zerstörerischsten Emotionen überhaupt. Natürlich sollte man VERANTWORTUNG übernehmen, aber sie ist ja etwas anderes als Schuld. Verantwortung erlaubt dir, den Kopf noch aufrecht zu halten und dich selbst liebzuhaben. Ja, du warst für dein Verhalten damals verantwortlich, aber du bist jetzt nicht verantwortlich für die Gefühle deines Mannes. Nur er ist das und wenn er keine andere Möglichkeit sieht, mit der Situation klarzukommen, dann ist das zwar sehr schwer für dich, aber es ist im Grunde okay. Es ist nichts, wofür du nun einstehen musst, liebe enigma. Lass ihn tun, was er für sich tun muss. Du bist verantwortlich für dich.

Ich bin aus meiner Ehe gegangen, weil meine Frau sehr schlimme psychische Störungen entwickelt hatte, die zu ändern sie nicht bereit ist/war. Vielleicht ist das eines Tages anders. Ich weiß es einfach nicht. Ich kann dir nur versichern, dass es dem Gehenden ebenso wehtut wie dem Bleibenden. Du und dein Mann, ihr seid jetzt gerade emotional an gar nicht so unterschiedlichen Orten. Nur eure Positionen zum Problem sind anders. Es ist jetzt aber wichtig, dass du dich um dich kümmerst. Sei lieb zu dir, lerne dich lieben, dich annehmen und schätzen. Wir alle sind im Grunde wunderschöne Menschen. Manchmal geht das in Partnerschaften unter, weil es Reibung, Stress und Probleme aus der Vergangenheit gibt. Auch wenn es erstmal wehtut: Das Leben gibt dir jetzt die Möglichkeit, dich selbst auf einer sehr tiefen Ebene kennenzulernen. Nutze diese Zeit, meine Liebe. Und male dir keine Zukunftsbilder aus: Gehe weder davon aus, dass ihr wieder zusammenkommt noch davon aus, dass ihr für immer auseinandergeht. Geh einfach von gar nichts aus und lass das Leben Sekunde um Sekunde einfach auf dich zukommen. Du wirst merken, dass das dir mit der Zeit ein tiefes Gefühl von Wärme, Geborgenheit und wahrer unabhängiger Freude verleiht. Denn du wirst keine Abneigung mehr gegen die Gegenwart verspüren, wenn du aufhörst, sie ändern zu wollen. Wenn du sie akzeptierst so wie sie ist, dann akzeptierst du das Leben, das Jetzt. Dann bist du zu Hause und du wirst merken, das warst du schon immer! Vielleicht nur nicht im Kopf. Ich wünsche dir viel Kraft und Selbstvertrauen. Du wirst diese Zeit durchstehen. Gib dir einfach allen Raum und alle Zeit, die du brauchst. Ich halte dich in meinen Gedanken und drück dich.

10.04.2015 21:19 • x 7 #2


engima

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Lieber AD203,

habe Dank für deine lieben Worte. Hier nur eine kurze Antwort, da ich müde bin. In vielem was du schreibst hast du bestimmt den Kern getroffen. Wenn ich deine Sätze lese, berühren sie mich und ich bin ein wenig getröstet. Aber schon bald lässt die Wirkung nach. Ich werde dein Zeilen immer wieder lesen.
Kurz habe ich in deine Geschichte gelesen. Soviel Tragik und Leid lese ich da mehr als einem jungen Menschen gut tut. Viel Kraft wünsche ich dir
Guten Nacht
Engima

11.04.2015 00:34 • #3


Sky7


Lieber AD! Du hast einen sehr schönen und wirklich logischen Beitrag geschrieben. Hab ihn schon des öfteren gelesen und fühlte mich danach immer gestärkt. DANKE!

Bei mir ist es jetzt schon länger als ein Jahr her, als er mich plötzlich verließ. Ich habs ihm erst gar nicht glauben können. Ich stand da total drüber. Ca. 4 Monate später hab ich die Ernsthaftigkeit erst gerafft und verfiel in einen Schockzustand. Später gesellte sich pausenloses Grübeln dazu. War nur am Überlegen, was ich machen könnte, was ich sagen, schreiben könnte, wie ich auf dies und das reagieren könnte... Ich war bis vor Kurzem derart besessen von den enddlosen Gedankenströmen, bis ich zusammenbrach vor 2 Monaten. Hab mich regelrecht selbst gemartert. Ich konnte es einfach nicht wahrhaben. Er hatte mich doch so sehr geliebt und auf Händen getragen, dass es mir manchmal schon unangenehm war. Er wollte alles von mir, ich konnte ihm das alles nicht geben.. Hab ihn sehr geliebt.

Man weiß es genau, dass das alles nichts bringt, ist aber nicht in der Lage, es abzuschalten.

Liebe Grüße, viel Glück, natürlich auch dir, liebe Engima!

11.04.2015 16:43 • x 1 #4


engima

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Hallo AD, Sky7!

Meine Emotionen fahren augenblicklich Achterbahn.Ist der rationale Anteil in mir stärker, kann ich mich kurzfristig etwas entspannen und wieder auf andere Dinge konzentrieren, manchmal sogar etwas essen. Gewinnt jedoch das kleine hilflos Kind in mir entsteht Chaos. Ich will ihn und mein altes Leben wiederhabe. Alles andere ist unwichtig, dann stehe ich kurz vor einer Panikattacke.
Dieses Forum hilft in solche Momenten. Menschen wie Dich AD und Dich Sky7 , die jeder auf seine Weise tröstende Worte finden. Eure Lebensgeschichten und Erfahrungen geben mir das Gefühl verstanden zu werden. Freunde und Bekannte lassen dies vermissen, sie sind auch in einer anderen oft glücklichen Lebensphase. Bei Zeit habe ich das Gefühl mit meiner Trauer und mit meinen Tränen zu stören.
Dankeschön, dass Ihr da seid und "zuhört"

Alles Liebe für Euch
Engima

11.04.2015 17:17 • #5


engima

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Guten Morgen Ihr Lieben!
Wieder ist ein furchtbare, unruhige Nacht vorbei.
@AD: Deinem Rat, mir keine Hoffnung zu machen, versuche ich zu folgen. Leider will es mir nicht recht gelingen oder die Gedanken sind so belastend, dass ich sie kaum ertrage. Vielleicht fühlt sich so eine Sucht an. Vielleicht auch die Unfähigkeit sich selbst zu genügen. Jetzt wieder nur auf sich selbst zurück geworfen und zur Selbstreflektion gezwungen bringt bestimmt große Chancen, die ich aber noch nicht fühle. Mir fällt ein Musikwettbewerb ein: Früher war es schöner allein zu sein.
Ja, früher war ich mir sicher geliebt zu werden. Und nun sitze ich in einem Steinbruch. Zwei Menschen, die mich geliebt haben sind weggebrochen. Mein Vater und ein Mann.
Was habt Ihr gegen diese Gedankenspirale gemacht?

Alles Liebe für Euch
Engima

12.04.2015 06:04 • #6


Rosenquarz


Liebe Enigma,

ich bin nach fast 20 Jahren verlassen worden und davor offenbar schon länger belogen und betrogen worden. Für mich fühlte es sich an wie ein Erdbeben, nichts stand mehr da in meinem Leben, alles in Trümmern. Auch für mich bedeutete dies nicht nur meine Liebe zu verlieren, ich habe auch mein Zuhause verloren und das eigentlich Schlimmste war, dass ich mein Zutrauen in mich selbst, mein Selbstbewusstsein verloren hatte und mein Grundvertrauen in das Leben und in Menschen vollkommen erschüttert war.

Für mich gab es 2 Felder, einmal die materiellen Fragen und das viel größere war der seelische Schmerz und der Umgang damit. Ganz wichtig, kläre finanzielle Dinge zügig, versuche noch an Papiere zu kommen, die wichtig sind und kopiere sie, hole Dir rechtlichen Rat und zwar so schnell wie möglich. Damit Du erfährst womit Du rechnen kannst und neutralen Rat hast, wie materielle Fragen geklärt werden können.

Was mir geholfen hat gegen die Gedankenspirale, eigentlich eine tolle Frage. Ich habe weiter gearbeitet, obwohl das sehr schwer war, aber ich wusste ich muss raus und habe es sowieso nicht zuhause ausgehalten. Ich habe die Trennung monatelang nicht verstanden, nur scheibchenweise und dank meiner Freundinnen erfassen können wie gemein manche Dinge waren, die gesagt oder getan wurden. Ich hatte buchstäblich das Maß verloren dafür, was man jemanden mit dem man 20 Jahre das Leben teilt, antun darf.

Und hier ist schon der erste Tip für Dich, suche Kontakt, spreche über Deine Situation, such Dir jemand die es übernehmen kann, Dir Situationen zu spiegeln, die stellvertretend auch mal wütend sein kann. Du schreibst er hat Dir die Wohnung überlassen, das hört sich z.B. sehr schrecklich für mich an. Er hat Dich also schon rausgeschmissen nach 10 Tagen.

Das ist mein zweiter Tip, such Dir so schnell wie möglich eine Wohnung, oder schaff die Voraussetzungen dafür. Mir ging es besser in der ersten Zeit, wenn ich aktiv etwas machen konnte, versuchte mein Leben irgendwie selbst zu gestalten und mich nicht nur ausgeliefert fühlte. Und es hat mich stolz gemacht mir ein Zuhause zu geben obwohl ich auch hier sehr lange noch sehr traurig war. Irgendwie aktiv werden, Sport machen, Menschen treffen, an Kursen teilnehmen, all das hat mir geholfen.

Ich hatte Angst vor den Wochenenden und habe mich bei Anderen oder Andere zu mir eingeladen zum frühstücken z.B. Das hat mir geholfen, erst nur solange ich es machte, dann fing es an auch zu tragen, wenn ich wieder alleine war. Aktivität ist überhaupt das Wichtigste was mir gegen das Gedankenkarussell geholfen hat und Kontakt in jeder Form mit Anderen (Email, sms, Treffen, Telefon...).

Ich habe zeitweise auch Baldrian oder Lavendelpräparate genommen, weil auch ich fast gar nicht schlafen konnte und ich habe nachts den fernseher laufen lassen. Habe einen am Bett, yeah. Ich habe mich gezwungen einmal die Woche für mich zu kochen und dann so viel, dass ich noch an anderen Tagen mal was Warmes hatte.

Aber das, was auch ganz wichtig war, war irgendwann den Kontakt auf das absolut notwendige Mindestmaß zu begrenzen. Da war ich schlecht drin zugegebenermaßen. Im Rückblick wäre es wohl besser gewesen das konsequenter und früher durchzuziehen. Habe ich aber nicht geschafft. Auch was was ich gelernt habe, ich bin viel emotionaler und verletzlicher als ich dachte. Zum Glück haben wir keine Kinder. Ich habe begonnen mich mehr und mehr auf mich zu besinnen. Alles andere sind eh nur Spekulationen, Zeitverschwendung und tut weh. Gedanken an die Vergangenheit oder noch schlimmer Vergleiche waren (und sind) meine Treppe nach unten. Jetzt bin ich für mich zuständig. Ich bin auf mich zurück geworfen und das hat wirklich Chancen, die waren aber nach 20 Jahren ziemlich gut versteckt. Jetzt ist es fast 1 Jahr her und ehrlich gesagt bin ich zwar viel weiter, habe tolle Erfahrungen gemacht, viel Neues begonnen und bestehende Beziehungen vertiefen können. Trotzdem gibt es immer wieder sehr traurige Tage, aber zum Glück nicht mehr so viele hintereinander.

Die Zeit an sich hat mir glaube ich nicht geholfen, geholfen haben mir viele Menschen, ich mir selbst und aktiv zu sein, wie auch immer.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und es wird wirklich wieder besser.
Alles Gute

12.04.2015 08:55 • x 2 #7


Sky7


Liebe Engima,

es stimmt, die Zeit heilt nicht die große Wunde. Ich hab den Fehler gemacht, es erstmal absolt nicht akzeptieren zu wollen und mit keinem Menschen darüber zu reden. Glaubte fest daran, dass er seine Entscheidung revediert. Wir hatten doch noch so viel vor, obwohl er von Anfang an mir zu verstehen gab, dass es keine Auffrischung unserer Beziehung mehr geben wird. Ich hab jetzt nach mehr als einem Jahr aufgehört, die Schuld bei mir zu suchen. Bei mir war es ähnlich wie bei dir. Meine Mutter war sehr krank, über Monate. Sie bekam eine Herzklappentransplantation und ist daran, nach weiteren 4 Monaten Odyssee wegen bakterieller Verunreinigung gestorben. Es war sehr schwer und hatte wenig Zeit für ihn. Dachte, er hätte Verständnis. Nein, es war mein Verhängnis.. Bin obendrein im letzten Jahr 50 geworden. Das verstärkte alles. Ich fragte mich, was habe ich erreicht in meinem Leben? Musste so viel schon aufgeben, wie solls nun weitergehen. Und wenn ich in den Spiegel sehe, erkenne ich mich selbst nicht mehr.
Ich akzeptiere, naja, ich arbeite daran, dass es so ist, wie es ist. Ich konnte ihm nicht geben, was er brauchte und er mir nicht, was ich brauchte. Ich spüre einen leichten Aufwind kommen, der die Geister der Vergangenheit, damit meine ich dieses selbstzerstörende Grübeln, davonträgt und ich endlich wieder frei bin, für Neues.
Was ich sagen will, Engima ist, akzeptiere und lass los.

"Glück ist ein Schmetterling. Jag ihm nach und er entwischt dir, setz dich hin und er lässt sich auf deiner Schulter nieder."

Wünsche dir viel Kraft und gute Freunde. Fehlt letzteres sind wir hier ja noch da, wir Leidensgenossen.

12.04.2015 15:24 • x 1 #8


engima

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Liebe Rosenquarz,

herzlichen Dank für deine Antwort und die zahlreichen Tips. Man muss aktiv seien in dieser Lebenskrise - ja das versuche ich gerade. Glücklicherweise habe ich ein sehr zeitaufwendiges aber auch sehr kostenintensive Hobby. Nur irgendwann muss ich wieder in meine provisorische Wohnung. Und da geht's mir wie dir, ich merke, dass ich nicht nun meinen Mann verloren habe, sondern auch mein Zuhause. Seit über 15 Jahren lebe ich in diesem Hause, in dieser Gegend. Ein zusätzlicher großer Verlust. Noch bin ich nicht soweit, noch möchte ich nicht wegziehen. Hoffe darauf diese abgeschlosse Wohnung im Hause meines Mannes mieten zu können. Vielleicht werde ich flüchten, wenn seine neue Partnerin hier einzieht.
In zwei Wochen habe ich einen Beratungstermin. Ich brauche dringend Hilfe. Wie nach dem Tod meines Vater weiß ich nicht was i h alles regeln muss. Dieser Schmerz lässt mich nicht rational Denken.
Die Quintessenz ist: Werde aktiv! Agieren statt auf eine Luftblase zu reagieren!

Danke für Eure Unterstützung

12.04.2015 15:38 • #9


Rosenquarz


Hallo Enigma,

ich finde für 1,5 Wochen hörst Du dich recht gefasst an. Ich kann verstehen, dass Du nicht aus Deinem Umfeld wegziehen möchtest. Aber überleg es Dir wirklich gut. Ich habe noch 2 Monate in der gemeinsamen Wohnung gelebt, bis ich endlich umziehen konnte. Und es wurde jeden Tag unerträglicher. Ich war froh als es vorbei war, dieses neue Leben so ungeschützt mitzubekommen. Ich drehte mich im Gefühlskarussell und konnte mich bei der Nähe nicht ausreichend abgrenzen. Falls Dein Ex im selben Haus mit Dir lebt, wirst Du sicher eine große Mauer um Dein Herz und Deine Seele brauchen.

Schönen Abend

12.04.2015 18:30 • #10


engima

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Rosenquarz: Gefasst bin ich wirklich nicht überhaupt nicht  Es klingt nur so wenn ich sehr sehr gute Momente habe. 
Die Paralleln unserer Lebensgeschichten ist doch erstaunlich.
Zitat von Sky7:
Liebe Engima,
es stimmt, die Zeit heilt nicht die große Wunde. Ich hab den Fehler gemacht, es erstmal absolt nicht akzeptieren zu wollen und mit keinem Menschen darüber zu reden. Glaubte fest daran, dass er seine Entscheidung revediert. Wir hatten doch noch so viel vor, obwohl er von Anfang an mir zu verstehen gab, dass es keine Auffrischung unserer Beziehung mehr geben wird.


Fast genau so habe ich mich auch verhalten. Erst nach zwei Tagen, als ich glaubte daran zu ersticken, habe ich den Menschen aus meinem Freundes -und Bekanntenkreis erzählt, dass sich mein Mann von mir getrennt hat. Geschämt habe ich mich und gehofft habe ich. Im nächsten Schritt werde ich mich im gemeinsam Freundeskreis "outen"

Der Tod deiner Mutter tut mir sehr leid Das es nicht möglich ist diese Keime in den Griff zu bekommen


@ Rosenquarz: Gefasst bin ich wirklich nicht überhaupt nicht Es klingt nur so wenn ich sehr sehr gute Momente habe.
Die Parallel unserer Lebensgeschichten ist doch erstaunlich.

12.04.2015 19:18 • #11


engima

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Hilfe.... vor ein paar Minuten hätte ich ihm beinahe eine SMS geschrieben, wie sehr ich ihn liebe und vevermisse Es soll aufhören

13.04.2015 05:35 • #12


engima

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Zitat von Rosenquarz:
Hallo Enigma,

ich finde für 1,5 Wochen hörst Du dich recht gefasst an. Ich kann verstehen, dass Du nicht aus Deinem Umfeld wegziehen möchtest. Aber überleg es Dir wirklich gut. Ich habe noch 2 Monate in der gemeinsamen Wohnung gelebt, bis ich endlich umziehen konnte. Und es wurde jeden Tag unerträglicher. Ich war froh als es vorbei war, dieses neue Leben so ungeschützt mitzubekommen. Ich drehte mich im Gefühlskarussell und konnte mich bei der Nähe nicht ausreichend abgrenzen. Falls Dein Ex im selben Haus mit Dir lebt, wirst Du sicher eine große Mauer um Dein Herz und Deine Seele brauchen.

Schönen Abend


Ja, liebe Rosenquarz, es wird bestimmt schwer.Deine Befürchtungen teile ich. Auch wenn wir nun in getrennt Wohnungen wohnen, bekomme ich im wahrsten Sinne des Wortes jeden Schritt von ihm mit und dass macht mich jetzt schon mürbe. Zur Zeit sehe ich jedoch keine Alternative. Der Wohnungsmarkt, besonders für mich ist sehr schwierig. Trotzdem werde ich deiner Anregung, danke! folgen und nach einer Alternative suchen.

Ich bin so froh und dankbar mich hier mit Euch austauschen zu können.

13.04.2015 16:28 • #13


engima

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Hallo Ihr Lieben,

die letzten Tage waren erträglich bis fürchterlich
Da mein Mann oder noch Mann z.Z. beruflich unterwegs ist, bin ich im Haus alleine. Dies schafft mir etwas Luft. In sehr guten Momenten kann ich mich entspannen und sogar etwas essen. Dann glaube ich stark zu sein und alles meistern zu können. Bilde mir sogar ein,eine Trennung sei das Beste was mir passieren kann. Aber nur kurze Zeit später breche ich innerlich regelmäßig zusammen. Irgendein böser Dämon drischt dann auf mich ein und ich kann mich nicht da gegen wehren. Obwohl mein Mantra lautet : ICH bin es wert geliebt zu werden.
Alles Schall und Rauch..... es ist sooooo schwer sich aus dem Sumpf herauszuziehen.
Ich habe mich bei einer Selbsthilfe-Gruppe "Trennung und Neubrginn" angemeldet. Das Treffen findet nur einmal im Monat statt.Das Motto : "Ein Kummer,der nicht spricht, nagt am Herzen, bis es bricht." Bin so froh dieses Forums gefunden zu haben.

Was macht Ihr, im diesen ganz dunklen Augenblicken?

16.04.2015 17:58 • #14


engima

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Ich bin so ein blöde Nuss
Irgendwie muss es weitergehen. .. Obwohl ich mich sehr krank, aufgrund von Schlafmangel und wenig essen, fühle, muss ich natürlich Geld verdienen - sprich arbeiten. Und z.Z. arbeite trotz der Erschöpfung richtig gerne. Alles was mich aus diesem Gedankenkarussell herausholt ist mir willkommen. Gestern Nachmittag während der Arbeit, ich bin guter Dinge, kann andere Menschen motivieren und lächeln - plötzlich piept mein Handy (hatte leider vergessen es lautlos zu stellen ) Ich hatte eine SMS bekommen. Neugier habe ich natürlich kurz nachgeschaut von wem - eine SMS von IHM Da keine Zeit und Gelegenheit war sie zu lesen. Fing mein Kopfkino an. Was will ? Ob er mich doch vermisst? Versucht er wieder Kontakt aufzunehmen? Kann er mir verzeihen und kommt wieder zurück und und.... so ging es die ganze Zeit bis ich ganz aufgeregt endlich Gelegenheit hatte die SMS zu lesen.
Da bin ich wieder gefallen ins bodenlose... Er hat mir, ganz distanziert, mitgeteilt, dass xy irgendwas von mir benötigt
Ich bin sooo eine blöde Nuss...

18.04.2015 16:21 • #15